Staatssekretariat

Edtstadler: Müssen steigendem Antisemitismus mit konkreten Schritten entgegenwirken

Die Staatssekretärin im Innenministerium, Karoline Edtstadler, nahm am 10. Dezember 2018 in Brüssel an der Vorstellung der 2. Studie der EU-Grundrechteagentur zum Thema Diskriminierung und Hate Crimes gegenüber der jüdischen Gemeinde teil, die in zwölf EU-Mitgliedstaaten – darunter auch Österreich – durchgeführt wurde.

In ihrer Eröffnungsrede als Vertreterin des österreichischen EU-Ratsvorsitzes betonte Edtstadler, dass die Ergebnisse der Studie alarmierend seien. So geben neun von zehn Befragten an, dass nach ihrem Empfinden der Antisemitismus in ihren Ländern in den vergangenen fünf Jahren zugenommen habe. Mehr als acht von zehn Befragten schätzen Antisemitismus als ernsthaftes Problem ein. "Wir können nicht tolerieren, dass sich Jüdinnen und Juden in Europa nicht mehr sicher fühlen. Antisemitismus entsteht nicht von heute auf morgen. Wir müssen wachsam sein, vor allem auch in der digitalen Welt, denn aus Worten können Taten werden", sagte die Staatssekretärin.

Edtstadler hob auch die Anstrengungen des österreichischen EU-Ratsvorsitzes in Hinblick auf den Schutz jüdischen Lebens in Europa hervor. Sie begrüßte in diesem Zusammenhang die Erklärung zur Bekämpfung von Antisemitismus und zur Entwicklung eines gemeinsamen Sicherheitskonzepts zum besseren Schutz jüdischer Gemeinschaften und Einrichtungen in Europa, die die EU-Innenministerinnen und -minister vergangene Woche beschlossen haben. "Gerade am heutigen internationalen 'Tag der Menschenrechte' möchte ich besonders betonen, dass wir Antisemitismus in all seinen Formen bekämpfen und verurteilen müssen. Es braucht konkrete Schritte, um diesen beunruhigenden Entwicklungen entschieden entgegenzutreten und Antisemitismus effektiv zu bekämpfen", sagte Edtstadler.

Staatssekretärin Karoline Edtstadler bei der Vorstellung der 2. Studie der EU-Grundrechteagentur zum Thema Diskriminierung und Hate Crimes gegenüber der jüdischen Gemeinde in Brüssel.
Foto: ©  BMI/Martina Berger

Artikel Nr: 16520 vom Montag, 10. Dezember 2018, 15:46 Uhr
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