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Trauerredner deckt Trickbetrug auf

Der Salzburger Anton Elsenhuber überführte mit dem Bestattungsunternehmer Kurt Schoosleitner Telefon-Trickbetrüger. Innenminister Gerhard Karner bedankte sich bei den Männern sowie bei den beteiligten Polizistinnen und Polizisten für das beherzte Einschreiten.

"Der Fall zeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen der Polizei und Bürgerinnen und Bürgern für die Sicherheit in unserem Land ist. Ich danke Anton Elsenhuber für sein rasches und engagiertes Vorgehen", sagte Gerhard Karner. Der Innenminister sprach allen Beteiligten am 17. März 2023 bei einem Besuch in Salzburg "Dank und Anerkennung" aus.

Rückblende

Am 2. März 2023 wurde der Wirt und Trauerredner Anton Elsenhuber von einem "Kommissar Franke" angerufen. Dieser teilte ihm mit, dass seine Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe und er eine Kaution von 500.000 Euro übergeben müsse, um sie aus dem Gefängnis herauszubekommen. Elsenhuber, der keine Tochter hat, reagierte geistesgegenwärtig und drehte den Spieß um. Er stellte sein Handy auf laut und ließ das Telefonat von dem zu diesem Zeitpunkt anwesenden Bestatter Kurt Schoosleitner mitfilmen. Zum Schein ging der 40-Jährige auf die Forderung der Betrüger ein und informierte die Polizei. Als wenig später eine der Betrügerinnen zum vereinbarten Treffpunkt kam, wurde sie von den Polizisten festgenommen. Die 61-jährige Tschechin befindet sich seitdem in U-Haft.

Der Polizei machte Elsenhuber ein "Riesenkompliment", wie er gegenüber den "Salzburger Nachrichten" sagte. "Die Polizei hat mustergültig gearbeitet. Ganz besonders loben möchte ich die Beamten von der Polizeiinspektion Hof, die in dieser Sache im Einsatz waren."

Prävention

Das Bundeskriminalamt ersucht insbesondere ältere Menschen, in solchen und ähnlich gelagerten Fällen auf Kontaktversuche nicht einzugehen, diese sofort abzubrechen und erforderlichenfalls der Polizei zu melden. Grundsätzlich gilt, unbekannten Personen ein gesundes Misstrauen entgegen zu bringen und keinesfalls Forderungen zu erfüllen.
• Brechen Sie Telefonate sofort ab, bei denen Geldaushilfen gefordert werden. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.
• Kontaktieren Sie den "vermeintlichen" Verwandten, indem Sie ihn unter jener Telefonnummer zurückrufen, die Sie sonst auch verwenden. Bestehen Sie auf ein persönliches Treffen und geben Sie sich nicht mit einer "Vertretung" zufrieden.
• Erstatten Sie umgehend Anzeige in der nächsten Polizeidienststelle (Notruf 059133).

Innenminister Gerhard Karner bei der Ehrung in Salzburg.
Foto: ©  BMI/Jürgen Makowecz

Artikel Nr: 22553 vom Dienstag, 21. März 2023, 09:00 Uhr
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