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Jobrad bei der Polizei: Probebetrieb startet ab sofort in Vorarlberg

Innenminister Karner präsentierte am 27. Februar 2024 in Vorarlberg den Probebetrieb "Jobrad" für Polizistinnen und Polizisten.

Innenminister Gerhard Karner präsentierte am 27. Februar 2024 das Projekt "Jobrad", bei dem Polizistinnen und Polizisten der Ankauf eines Fahrrades bzw. eines E-Bikes zur Hälfte durch den Dienstgeber finanziert wird. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird das Leasen eines Fahrrades bzw. eines E-Bikes zur Hälfte finanziert, das im Dienst unter anderem für Fahrten zur Schulwegsicherung, aber auch für die Bestreifung von Siedlungsgebieten verwendet werden kann. Dieses Fahrrad kann selbstverständlich auch in der Freizeit verwendet werden. Es werden mehrere Modelle bis zu einem Wert von 5.000 Euro angeboten. Nach fünf Jahren ist das Fahrrad abbezahlt und kann für einen Euro angekauft werden. "In den vergangenen Monaten wurden zahlreiche Maßnahmen gesetzt, um Menschen für den Polizeiberuf zu begeistern. Das Jobrad ist eine von diesen Maßnahmen, um den eingeschlagenen Weg konsequent fortzusetzen", sagte Gerhard Karner.

Breites Maßnahmenpaket für attraktiveren Polizeiberuf

Die Bewerberzahlen für die Polizeigrundausbildung waren in den vergangenen Monaten stetig im Steigen begriffen. Das ist einer konsequenten Personaloffensive und einem breiten Maßnahmenpaket zu verdanken, die den Polizeiberuf attraktiver machen und zukunftsfähig gestalten.

Ein besonderer Fokus wurde seitens der zuständigen Bundespolizeidirektion jüngst auf Word-of-Mouth-Marketing durch bereits bestehende Polizeibedienstete gesetzt. So wurde ein Prämiensystem geschaffen, das 1.000 Euro als Belohnung für die erfolgreiche Anwerbung neuer Kräfte vorsieht. Allein im Dezember 2023 basierten 300 der 600 Neuaufnahmen auf Empfehlungen und Werbung von aktiven Polizistinnen und Polizisten.

Mehrstufige Modernisierungen

Neben den vielen Maßnahmen der Werbung setzt die Polizei auch auf ein modernisiertes Auswahlverfahren und, als dritten Punkt, auf eine weiterentwickelte Grundausbildung in der Sicherheitsakademie. Im Rahmen des neuen Auswahlverfahrens sind etwa auch Online-Bewerbungen möglich, außerdem steht ein Chat-Service über Messenger-Dienste zur Verfügung, um Fragen von potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern schnell und unkompliziert zu beantworten. Außerdem sind ein fehlender Führerschein oder sichtbare Tattoos kein grundsätzliches Ausschlusskriterium mehr. Wer während der Grundausbildung seinen Führerschein macht, bekommt nach Abschluss der Ausbildung die Kosten dafür ersetzt.

Auch die Grundausbildung selbst wurde modernisiert, etwa mit neuen Modulen im Bereich Cybercrime sowie beim Sport oder durch interaktives Szenarien-Training in einer virtuellen Umgebung (virtual environment) mittels VR-Brillen und entsprechend interagierender Ausrüstung. Zudem wurden zahlreiche weitere Anreize gesetzt, etwa eine Gehaltserhöhung bereits in der Grundausbildung. Ab dem ersten Ausbildungsjahr wird das Gehalt um 140 Euro netto, ab dem zweiten Jahr um 200 Euro netto pro Monat angehoben. Und: Auch das Klimaticket wird den Polizeischülerinnen und -schülern gleich zu Beginn der Ausbildung refundiert.

Symbolbild: Innenminister Gerhard Karner präsentierte am 27. Februar 2024 das Projekt "Jobrad".
Foto: ©  BMI/Jürgen Makowecz

Artikel Nr: 26635 vom Mittwoch, 28. Februar 2024, 08:11 Uhr
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