Strahlenschutz

Arbeitstagung der Strahlenschutz- und Gefahrstoffreferenten

Die Abstimmung von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen, von Ausrüstungs- und Einsatzmitteln sowie Einsatzmaßnahmen waren Schwerpunkte der diesjährigen Arbeitstagung der Strahlenschutz- und Gefahrstoffreferenten der Landespolizeidirektionen vom 13. bis 15. November 2018 in Lutzmannsburg.

"Es ist notwendig, die polizeiliche Handlungsfähigkeit bei Bedrohungen durch chemische, biologische, radiologische oder nukleare Gefahrstoffe sicherzustellen", sagte der stellvertretende Landespolizeidirektor, GenMjr. Werner Fasching, am Beginn der Arbeitstagung. Ziele der Tagung waren neben der Gewährleistung von einheitlichen Standards, die fachliche Fortbildung sowie ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch.

Im Fachteil der Tagung gab der Leiter des Sachverständigendienstes des Amtes der Burgenländischen Landesregierung, Christian Schügerl, einen Überblick über den Strahlenalarmplan des Landes Burgenland. Die Einsatzmöglichkeiten des neuen BMI GIS-Infoportals für die Aufgaben im Rahmen der polizeilichen Sonderdienste Strahlenschutz und Gefahrstoffkundige Organe skizzierte Patricia Tapler vom Referat IV/8/c (Betrieb kritischer Kommunikationsinfrastrukturen) im Innenministerium.

Der Strahlenschutzexperte der Abteilung Strahlenschutz im Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus, Peter Hofer, stellte die aufgrund einer neuen EU-Richtlinie geplanten rechtlichen Änderungen im Strahlenschutzrecht vor. Abgerundet wurde der Fachteil durch eine Exkursion in einem großen Industriebetrieb, in dem radioaktive Strahlenquellen eingesetzt werden.

Der Leiter der Arbeitstagung, Günter Timal vom Referat für Bevölkerungs- und Zivilschutzsausbildung, und der stellvertretende Leiter des Referates Sondereinsatzangelegenheiten, Obst. Josef Bechter, hoben die hohe Einsatzbereitschaft und Motivation bei heuer bereits mehr als 400 Einsätzen in diesem Bereich hervor. "Es ist wichtig, dass sich die Strahlenschutz- und Gefahrstoffreferenten der Landespolizeidirektionen ständig austauschen und geschult werden", sagte der Leiter der Gruppe II/B im Innenministerium (Fremdenpolizei, Zivil- und Katastrophenschutzmanagement), Johann Bezdeka. "Damit kann sichergestellt werden, dass Schutz vor Gefahrenstoffe bestmöglich gewährleistet ist."

Das Referat für Bevölkerungs- und Zivilschutzausbildung (Zivilschutzschule) ist Teil der Abteilung II/13 Staatliches Krisen- und Katastrophenmanagement und Koordination Zivile Sicherheit des Innenministeriums. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zivilschutzschule sind für die Aus- und Fortbildung der Strahlenspürer der Polizei verantwortlich. Die Zivilschutzschule ist zertifizierte Ausbildungsstelle für Interventionspersonal nach ÖNORM S 5207.

Weiters gehören die Aus- und Fortbildung der Gefahrstoffkundigen Organe der Polizei (zur Abwehr chemischer und biologischer Gefahrstoffe) sowie die Aus- und Fortbildung von Führungskräften im Rahmen des Staatlichen Krisen- und Katastrophenschutzmanagements (SKKM) zu den Kernaufgaben der Zivilschutzschule.

Die Teilnehmerin und Teilnehmer der Arbeitstagung für Strahlenschutz- und Gefahrstoffreferenten in Lutzmannsburg.
Foto: ©  LPD Burgenland/Gerald Kaintz

Artikel Nr: 16435 vom Montag, 19. November 2018, 09:00 Uhr
Reaktionen bitte an die Redaktion

Zurück

Presse und Medien

Samstag, 19. Jänner 2019
Wien

Samstag, 16. Februar 2019
Wien

Samstag, 16. März 2019
Wien

Samstag, 30. März 2019
Salzburg

Samstag, 6. April 2019
Wien

zu den Terminen