UKRAINE

Mission beendet – Polizeischüler haben rund 9000 Quartiergeber für Vertriebene durchgerufen

Seit 23. März 2022 haben 36 Polizeischülerinnen und Polizeischüler des Bildungszentrums Wien die Eigentümer der per E-Mail gemeldeten "Nachbarschaftsquartiere" durchgerufen, um bei der Erhebung näherer Details wie Größe und Ausstattung der Unterkünfte zu unterstützen.

Mit ihrer Arbeit im Call Center haben die angehenden Polizisten die zuständige Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistungen (BBU) und die Bundesländer unterstützt. Nachdem alle Quartiergeber, die bisher eine Unterkunft gemeldet haben, kontaktiert worden sind, kehren die Polizeischülerinnen und Schüler wieder in das Bildungszentrum zurück.

Innenminister Gerhard Karner hat sich bei den Polizeischülerinnen und –Schülern zum Abschluss persönlich bedankt: "Die Polizeischülerinnen und Polizeischüler haben zusammen täglich mehr als 650 Quartiergeber angerufen und dabei viel Engagement und Fingerspitzengefühlt gezeigt. Die Quartiergeber haben äußerst positiv auf die Kontaktaufnahme reagiert. Ich bedanke mich für diese wichtige Arbeit – die Polizeischülerinnen und – Schüler haben bewiesen, dass sie auch mit neuen und unerwarteten Aufgaben sehr professionell umgehen können."

Bei den Anrufen wurden nähere Details zu den Unterkünften erhoben – unter anderem die Größe, die Ausstattung des Quartiers mit einer Küche oder einem eigenen Bad, ob es einen abgetrennten Zugang gibt, oder ob auch Haustiere erlaubt sind. Diese Daten werden nun an die Bundesländer übermittelt, die den Kriegsvertriebenen kleinere Quartiere zuteilen. Bisher sind rund 17 Prozent der Quartiere bereits belegt. Weil niemand weiß, wie sich der Angriffskrieg auf die Ukraine weiter entwickelt, ist es allerdings auch notwendig, viele Quartiere als "Reserve" vorzuhalten.

Innenminister Karner bedankte sich persönlich bei den Polizeischülerinnen und -schülern für ihren Einsatz.
Foto: ©  BMI/Jürgen Makowecz

Artikel Nr: 19532 vom Donnerstag, 14. April 2022, 08:40 Uhr
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