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Einsatzgruppe Jugendkriminalität nimmt Tätigkeit auf

Lokalaugenschein bei der Schwerpunktaktion der Einsatzgruppe Jugendkriminalität mit Innenminister Gerhard Karner und Bundeskoordinator Dieter Csefan am 18. März 2024 am Reumannplatz in Wien.

Innenminister Gerhard Karner machte sich bei einem Lokalaugenschein am 18. März 2024 am Reumannplatz in Wien Favoriten ein Bild von der Schwerpunktaktion der neuen Einsatzgruppe Jugendkriminalität. Neben dem Innenminister war auch der Bundeskoordinator der Einsatzgruppe Jugendkriminalität (EJK), Dieter Csefan, vor Ort. "Ziel ist es, Kinder zu schützen und Gewalttäter aus dem Verkehr zu ziehen. Die polizeilichen Maßnahmen, die bisher im konsequenten Vorgehen gegen Jugendkriminalität gesetzt wurden, werden in einer Einsatzgruppe Jugendkriminalität gebündelt", erklärte Innenminister Gerhard Karner beim Lokalaugenschein.

Zahlen zur Delinquenz von Unmündigen und Jugendlichen

2013 wurden 4.800 Zehn- bis 14-Jährige wegen Straftaten zur Anzeige gebracht, 2022 waren es mehr als 9.500. Auch die Zahl der wegen Straftaten angezeigten 14- bis 18-Jährigen erhöhte sich von 24.800 im Jahr 2013 auf knapp 34.000 im Jahr 2022. Zu den Top-Delikten zählen Diebstahl, Sachbeschädigung, Körperverletzung, gefährliche Drohung, Einbruchsdiebstahl und Suchtmitteldelikte.

In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt. Allein im abgelaufenen Jahr wurden mehr als 6.100 Präventionsmaßnahmen im Jugendbereich gesetzt und dabei mehr als 140.000 Menschen erreicht. Diese Maßnahmen werden nun im operativen Bereich um die Einsatzgruppe Jugendkriminalität (EJK) erweitert."

Einsatzgruppe Jugendkriminalität

Ziel der Einsatzgruppe ist es, Hot Spots auszumachen, Mitglieder von Jugendbanden zu identifizieren und neuartige Phänomene rasch zu erkennen, um entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Die Erkenntnisse der Einsatzgruppe Jugendkriminalität werden auch in die interministerielle Arbeitsgruppe einfließen. Die Einsatzgruppe Jugendkriminalität nimmt mit dem heutigen Tag ihre Arbeit in den Bundesländern auf und wird organisatorisch eng an die Einsatzgruppen zur Bekämpfung der Straßenkriminalität (EGS) angebunden sein.

Generelles Waffenverbot im öffentlichen Raum

Derzeit arbeitet eine Arbeitsgruppe an Vorschlägen wie Sanktionen und Konsequenzen, die auch für junge Menschen unter 14 Jahren möglich sind. Expertinnen und Experten aus dem Innenministerium sowie der Landespolizeidirektion Wien arbeiten außerdem an einem generellen Waffenverbot im öffentlichen Raum. Die kriminalpolizeilichen Erfahrungen zeigen, dass Messer gerade bei Konflikten zwischen Jugendbanden eine gefährliche Rolle spielen."

Innenminister Gerhard Karner machte sich am 18. März 2024 ein Bild von der Schwerpunktaktion der Einsatzgruppe Jugendkriminalität.
Foto: ©  BMI/Jürgen Makowecz

Artikel Nr: 26710 vom Montag, 18. März 2024, 18:50 Uhr
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