Asyl- und Fremdenwesen

"Aktion scharf" gegen Schlepperkriminalität

Zwischen 1. Jänner und 30. April 2022 wurden 41 Schlepper identifiziert. Im Vorjahr waren es im gleichen Zeitraum 16. Das bedeutet eine bundesweite Verdoppelung der Aufgriffszahlen von Opfern der Schlepperkriminalität.

"Die Aktion scharf ist eine Aktion gerecht! Das Asylsystem darf nicht missbraucht werden. Es muss vielmehr jenen zur Verfügung stehen, die tatsächlichen Schutz vor Verfolgung benötigen", sagt Innenminister Gerhard Karner anlässlich der beginnenden "Aktion scharf".

Schwerpunktaktionen wie diese sind Innenminister Karner wichtig, um die abstoßenden Geschäftsmodelle der Schlepper zu unterbinden und ihnen das Handwerk zu legen.
"Die Schlepper werben mit dem Umstand, dass die europäische Union ihre Tore für schutzsuchende Menschen aus der Ukraine geöffnet hat. Sie sagen den Asylsuchenden, dass sie in Europa willkommen sind, bringen sie auf eine gefährliche Art und Weise in die EU und verlangen dafür viel Geld. Dem muss ein Riegel vorgeschoben werden", sagt Bundesminister Karner.

Durchgeführt werden Schwerpunktaktionen, wie die "Aktion scharf", durch zirka 40 Bedienstete, darunter PUMA-Kräfte, Bedienstete der Landesverkehrsabteilung, des Bundes- und Landeskriminalamts und der Bereitschaftseinheit.

Besonders geschulte und erfahrene Bedienstete lenken dabei die sogenannten "Catcher-Fahrzeuge" und selektieren auf der Autobahn mögliche "Risiko-Fahrzeuge" aus. Bei Auffälligkeiten werden diese zum jeweiligen Kontrollort geleitet.

Eine immer gefährlicher werdende Aufgabe, wie Erfahrungen zeigen:
"Vorausfahrzeuge" der eigentlichen Schlepperfahrzeuge geben Informationen möglicher polizeilicher Schwerpunktkontrollen an die Schlepper weiter. Die Vorausfahrzeuge sind teilweise bewaffnet und von den Schleppern instruiert, bei Polizeikontrollen nicht anzuhalten.

Vorwiegend verwenden die Schlepper Lastwägen und Kleintransporter, um Asylsuchende zu schleppen. Um die Schlepperkriminalität einzudämmen, werden die Kontrollen in ganz Österreich in den nächsten Wochen konsequent fortgesetzt.

Innenminister Karner beim Besuch eines Planquadrats gegen Schlepperkriminalität.
Foto: ©  BMI/Karl Schober

Artikel Nr: 19594 vom Samstag, 7. Mai 2022, 13:17 Uhr
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