Innenministerium

Österreichisches Modell der "Schnellen Reaktionskräfte" gefragt in Europa und bei US-Polizei

Seit dem Terroranschlag am 2. November 2020 in Wien besteht in Europa und bei der US-Polizei ein großes Interesse am System der der "Schnellen Reaktionskräfte". In Österreich wurde es mit 1. September 2021 bundesweit ausgerollt.

"Das Projekt der ‚Schnellen Reaktionskräfte‘ wurde bundesweit mit 1. September 2021 ausgerollt. Es fußt auf zwei Säulen, der Bereitschaftseinheit und den schnellen Interventionsgruppen", sagt Innenminister Karl Nehammer am 10. Oktober 2021 in Wien. Der Erfolg der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung sei deshalb auf ganz Österreich ausgerollt worden. "Wir schaffen damit ein international anerkanntes Einsatzkonzept, dass eine Brücke zwischen dem Streifendienst und dem Einsatzkommando Cobra/DSE schlägt, denn vor allem bei mittleren Gefährdungslagen oder dem Fall eines Terroranschlags werden Polizeikräfte künftig noch schneller vor Ort sein."

Sicherheit zu gewährleisten heiße auch, Strukturen weiterzuentwickeln, betonte der Innenminister. "Die aktuellen Bedrohungslagen erfordern Einsatzkräfte, die mit besonderer Ausrüstung und Ausbildung rasch vor Ort sein können – die schnellen Interventionsgruppen folgen genau diesem Prinzip."

System erregt internationales Aufsehen

"Schweden, Ungarn und auch deutsche Länderpolizeien interessieren sich dafür und planen es einzuführen", sagt der Leiter der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung, Oberst Ernst Albrecht. "Außerdem interessieren sich auch amerikanische Polizeieinheiten für unsere Taktik des Ordnungsdienstes." Seit dem Terroranschlag am 2. November 2020 in Wien bestehe vor allem im europäischen Raum ein sehr großes Interesse am System der WEGA, ergänzt Albrecht.

Das österreichische Modell der "Schnellen Reaktionskräfte" ist gefragt in Europa und bei US-Polizei.
Foto: ©  BMI/Gerd Pachauer

Artikel Nr: 19029 vom Sonntag, 10. Oktober 2021, 08:36 Uhr
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