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Vollausstattung der Polizei mit Body Worn Cameras: Ein Fortschritt für Sicherheit und Transparenz
Die österreichische Exekutive ist auf dem Weg, ihre Präsenz und Effektivität durch den Einsatz modernster Technologie zu stärken. Bis Ende 2024 wird jede der über 900 Dienststellen in Österreich mit Body Worn Cameras (BWC) ausgestattet sein.
Dieses Großprojekt bringt zahlreiche Vorteile mit sich, sowohl für die Beamten als auch für die Bevölkerung. "Wir haben damit modernste und hochsichere Technologie für unsere Polizistinnen und Polizisten im Einsatz und erfüllen gleichzeitig die Bestimmungen zum Datenschutz", erklärt der Projektleiter Generalmajor Ing. Manfred Blaha.
Im September 2024 startete der Probebetrieb an 48 definierten Hotspot-Dienststellen in ganz Österreich. Die Verteilung der 3.300 Geräte ist mittlerweile abgeschlossen. Bis Ende 2024 erfolgt die Schulung aller 32.000 Exekutivbediensteten. Ebenso wurde im Herbst 2024 die Beschaffung bzw. Ergänzung um weitere 700 BWC inkl. Zubehör beschlossen und nunmehr auch eingeleitet.
Vorteile und Einsatzmöglichkeiten
Ein zentraler Effekt der Kameras ist ihre deeskalierende Wirkung. Es wurde festgestellt, dass Personen ihr Verhalten bei Amtshandlungen spürbar mäßigen, sobald sie die Kameras erkennen oder die Polizisten den Einsatz der Aufnahme ankündigen. Diese präventive Wirkung stärkt die Sicherheit der Beamten und erleichtert das Handling konfliktträchtiger Situationen. Die Videoaufnahmen der BWCs ermöglichen eine lückenlose Dokumentation von Amtshandlungen. Sie gelten als objektives und nicht manipulierbares Beweismittel. Die Aufnahmen zeigen sowohl das Verhalten der betroffenen Personen als auch das Handeln der Beamten. Dies fördert Transparenz und trägt zu einer höheren Kooperationsbereitschaft bei. "Die positiven Erfahrungen im Pilotbetrieb belegen die Wirksamkeit der Körperkameras. Sie fördern eine Deeskalation von Konfliktsituationen und schaffen gleichzeitig eine lückenlose Dokumentation, die für Rechtssicherheit sorgt", betont Abteilungsleiter GenMjr Robert Strondl.
Seit dem Start des Pilotbetriebs im September 2024 wurden mehr als 3.000 Videos aufgezeichnet, durchschnittlich sind rund 150 Kameras gleichzeitig im Einsatz. Dies zeigt bereits jetzt die Effizienz und die Alltagstauglichkeit des Systems.
Bundespolizeidirektor Michael Takács betont abschließend: "Die Einführung der Body Worn Cameras ist ein zentraler Baustein zur Modernisierung der Exekutive. Sie stärkt das Vertrauen der Bevölkerung in die polizeiliche Arbeit und gibt unseren Einsatzkräften ein wirksames Instrument an die Hand, um Herausforderungen des täglichen Dienstes noch besser bewältigen zu können."