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Meilenstein im Asylbereich: Erstmals mehr Abschiebungen als neue Asylanträge
35 Straftäter und illegal Aufhältige wurden nach Nigeria und Ghana abgeschoben, darunter sechs aus Österreich.
Ein Abschiebe-Charterflug verließ am 16. Juni 2026 Österreich in Richtung Nigeria und Ghana. An der Frontex-Operation nahmen neben dem Organisator Deutschland auch Österreich, Spanien und Italien teil. "Illegale Migration werden wir weiter ganz konsequent reduzieren. Die Entwicklung geht in die absolut richtige Richtung. Erstmals gibt es mehr Abschiebungen als neue Asylanträge. Diesen Weg werden wir fortsetzen. Dazu gehören auch Abschiebungen von Straftätern und illegal Aufhältigen", sagte Innenminister Gerhard Karner.
Bei dem Flug wurden 35 – überwiegend strafrechtlich verurteilte – Personen abgeschoben. Aus Österreich waren fünf Nigerianer und eine Nigerianerin unter den Abgeschobenen. Bei drei der sechs Personen liegen strafrechtliche Verurteilungen vor – unter anderem wegen schwerer Körperverletzungen, Widerstand gegen die Staatsgewalt und Suchtmitteldelikten.
Konsequente Asyl- und Migrationspolitik in Europa
Österreich hat sich innerhalb Europas massiv für konsequente Abschiebungen eingesetzt. Dank des Asylpakts und der Rückführungsverordnung setzt sich in ganz Europa eine konsequente Asyl- und Migrationspolitik durch – Abschiebungen von Straftäterinnen und Straftätern sowie illegal Aufhältigen sind ein wesentlicher Teil davon. Im vergangenen Jahr hat Österreich im Schnitt pro Tag 40 Personen außer Landes gebracht, darunter zehn verurteilte Straftäter. 2026 wurden bisher erstmals mehr illegal Aufhältige und Straftäter aus Österreich abgeschoben, als neue Asylanträge gestellt wurden.