Sport

Innenministerium bereit, moldauischen Wintersportverband bei Initiativen zu unterstützen

Am 15. Mai 2024 fand in Wien ein Treffen zwischen dem Präsidenten des moldawischen Wintersportverbands Dimitri Torner und dem für den österreichischen Polizeisport zuständigen Leiter Günther Marek statt.

Gruppenleiter Günther Marek informierte dabei über das Polizeisportsystem, das 2002 in Österreich reorganisiert wurde und die Ausbildung von Profisportlern für die Polizeiarbeit vorsieht. Dabei erhalten Spitzensportlerinnen und Spitzensportler, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, eine vollwertige polizeiliche Ausbildung, die sie innerhalb von fünf Jahren (statt wie üblich zwei) abschließen müssen. Sobald ein solcher Status erreicht ist, sind die Sportlerinnen und Sportler jedoch weitgehend bis zum Ende ihrer sportlichen Laufbahn von der Polizeiarbeit befreit. Die Trainingsmöglichkeiten werden von den jeweiligen österreichischen Winter- und Sommersportverbänden bereitgestellt.

"Wir haben derzeit 80 Sportlerinnen und Sportler, die Staatsbedienstete sind und damit eine Beschäftigungsgarantie für die Zeit nach ihrer sportlichen Karriere erhalten. So bilden wir die Spitzensportlerinnen und -sportler zu Polizeibediensteten aus, die sich später nicht nur im Streifendienst, sondern auch bei der Kriminalpolizei oder in anderen Bereichen der inneren Sicherheit, bewähren können", sagte Marek. Zudem erklärte der Experte das strenge Auswahlsystem künftiger Polizeisportlerinnen und -sportler, die von einer Fachkommission ausgewählt werden, der auch ehemalige Sportlerinnen und Sportler angehören.

Österreichisches Modell stößt bei Torner auf Interesse

Dimitri Torner sprach über die Initiative zur Wiederherstellung des Sportreservesystems in Moldawien und die Bedeutung der österreichischen Erfahrungen für die Schaffung eines optimalen Modells. "Wir wollen die besten Praktiken umsetzen. Unsere Aufgabe ist es, ein effektives System zu schaffen, das die Selbstverwirklichung der Athleten und ihre soziale Absicherung ermöglicht und gleichzeitig den Sicherheitsinteressen des Staates gerecht wird. Genau aus dem Grund sind die österreichischen Erfahrungen für uns von Interesse", sagte er.

Marek erklärte sich bereit, bei der Umsetzung der Initiativen des Wintersportverbandes bei Bedarf mitzuwirken und sagte zu, auch den österreichischen Bundesminister für Inneres über die Ergebnisse des Treffens zu informieren. "Wir unterstützen die Initiative von Herrn Torner vollkommen. Natürlich sind wir bereit, unsere Erfahrungen mit Moldawien zu teilen", setzte Marek fort, und bot an, auch für Gespräche mit Vertretern des moldawischen Innenministeriums zur Verfügung zu stehen.

"Wir sind bereit, den moldawischen Wintersportverband mit unserem Knowhow zu unterstützen und werden darüber auch gerne mit den moldawischen Kolleginnen und Kollegen reden. Für Österreich ist die Unterstützung von Spitzensportlerinnen und Spitzensportler seit Jahren ein wesentliches Anliegen und es freut mich, wenn wir einen Beitrag für die Verwirklichung eines ähnlichen Projekts in Moldawien leisten können", sagte Marek. Dimitri Torner bedankte sich über diese tatkräftige Unterstützungsbereitschaft und regte an, zeitnah den Dialog in Chisinau fortzusetzen.

Das Innenministerium ist bereit, den moldauischen Wintersportverband bei Initiativen zu unterstützen.
Foto: ©  BMI/Alexander Tuma

Artikel Nr: 26892 vom Freitag, 17. Mai 2024, 09:00 Uhr
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