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RAILPOL Working Group und RAILINVEST 2026 erstmals in Österreich
Von 6. bis 8. Oktober 2026 fand erstmals in Österreich die RAILPOL Working Group "Railway Accidents and Special Transports" statt. Im Mittelpunkt standen der internationale fachliche Austausch sowie die gemeinsame Übung RAILINVEST 2026 mit der ÖBB.
Vertreterinnen und Vertreter mehrerer europäischer Staaten kamen in Wien zusammen, um sich zu aktuellen Fragestellungen im Bereich der Eisenbahnsicherheit auszutauschen und die internationale Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. RAILPOL ist ein europäischer Verband jener Organisationen, die für die Überwachung der Eisenbahnen in den EU-Mitgliedstaaten zuständig sind. Österreich ist seit 2007 Mitglied.
Das Working-Group Meeting-fand am 6. Oktober 2026 in der Bundespolizeidirektion statt und wurde von Bundespolizeidirektor Michael Takács eröffnet. Unter den internationalen Gästen befanden sich unter anderem Markus Reinecke, Chief Operating Officer von RAILPOL, John Laene aus dem RAILPOL-Management sowie Florin Onet, Chair der Working Group "Railway Accidents and Special Transports".
Am 7. Oktober wurde das Programm mit der internationalen Übung RAILINVEST 2026 auf dem Gelände der ÖBB-Technische Services GmbH in Wien-Simmering fortgesetzt. Zu Beginn erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Sicherheitsunterweisung durch die ÖBB, bei der insbesondere das Verhalten im Gleisbereich, Gefahren auf Bahnanlagen, Sicherheitsabstände sowie das Verhalten im Einsatz- und Gefahrenfall behandelt wurden.
Im Mittelpunkt der praktischen Übung stand ein gezielter Sabotageakt an der Eisenbahninfrastruktur, durch den ein Unfallgeschehen simuliert wurde. Die Ermittlerteams trainierten in weiterer Folge unter anderem die Spurensicherung, Fotodokumentation, Schadensdokumentation, Vermessung und Lagefeststellung sowie die Bewertung der Sabotagehandlung und möglicher Auswirkungen auf den Bahnverkehr.
Parallel zur praktischen Ermittlungsübung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in verschiedene Bereiche der ÖBB. Auf dem Programm standen eine Führung durch die ÖBB-Technische Services GmbH, die Besichtigung der Verkehrsleitzentrale und der Funkmeldestelle einschließlich Videoüberwachungsbereich, Informationen zur Krisenkommunikation und zu Entscheidungsabläufen im Krisenstab sowie eine Präsentation zur Zusammenarbeit zwischen Polizei und ÖBB.
Bundespolizeidirektor Michael Takács besuchte die Übung in Simmering und nutzte die Gelegenheit zum fachlichen Austausch mit Vertreterinnen der ÖBB, darunter Karin Kroneder, Leiterin des Stabs Sicherheit und Qualität der ÖBB-Infrastruktur AG, sowie Michaela Huber, Geschäftsführerin der ÖBB-Operative Services GmbH.
"Die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, RAILPOL und ÖBB ist ein wesentlicher Bestandteil einer funktionierenden Sicherheitsarchitektur im Bahnbereich. Gemeinsame Übungen wie RAILINVEST leisten einen wichtigen Beitrag dazu, Abläufe aufeinander abzustimmen und den internationalen Erfahrungsaustausch weiter zu stärken", betonte Bundespolizeidirektor Michael Takács.