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LPD-Konferenz in Innsbruck
Am 19. und 20. Oktober 2026 fand in Innsbruck die Konferenz der Landespolizeidirektionen statt. Unter der Leitung von Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf und seinem Stellvertreter Bundespolizeidirektor Michael Takács standen aktuelle sicherheitspolizeiliche Herausforderungen sowie strategische und organisatorische Entwicklungen innerhalb der österreichischen Polizei im Mittelpunkt.
Zu den zentralen Themen zählten die aktuelle Sicherheitslage, insbesondere hybride Bedrohungen und der Schutz kritischer Infrastruktur, sowie die Weiterentwicklung des Drohneneinsatzes und der Drohnenabwehr. Weitere Schwerpunkte waren der Umsetzungsstand der Kriminaldienstreform, aktuelle Entwicklungen im Asyl- und Fremdenwesen, das Projekt "Super Recognizer" sowie die Ressourcen- und Budgetplanung für die kommenden Jahre. Auch das staatliche Krisen- und Katastrophenschutzmanagement und das Bundeskrisensicherheitsgesetz wurden behandelt.
An der zweitägigen Konferenz nahmen Reinhard Schnakl, Gruppenleiter der ORK, Sylvia Mayer, Direktorin der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamtes (BK), Bernhard Treibenreif, Direktor der Direktion Spezialeinheiten (DSE), sämtliche Landespolizeidirektorinnen und Landespolizeidirektoren und der Landespolizeipräsident sowie die Abteilungsleiter der Bundespolizeidirektion teil.
"Die strategische Stoßrichtung stimmt, diesen konsequenten Weg werden wir weitergehen. Um auch künftig den Bedrohungen im digitalen Raum einen Schritt voraus zu sein, bauen wir unsere Cyberkompetenzen gezielt aus. Ebenso bildet die Weiterentwicklung von künstlicher Intelligenz einen zentralen Schlüssel für die moderne Polizeiarbeit der Zukunft", sagte Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit Franz Ruf.
Bundespolizeidirektor Michael Takács betonte die Bedeutung der bundesweiten Zusammenarbeit: "Die Anforderungen an die Polizei verändern sich laufend. Umso wichtiger ist es, dass wir uns auf Führungsebene regelmäßig austauschen, gemeinsame Schwerpunkte festlegen und die Weiterentwicklung der Polizei österreichweit abgestimmt vorantreiben."
Neues Sicherheitszentrum
Im Rahmen der Konferenz besichtigten die Führungskräfte zudem das neue Sicherheitszentrum Tirol, das mit Oktober 2026 seinen Vollbetrieb aufgenommen hat. Auf rund 56.500 Quadratmetern sind 19 Organisationseinheiten der Landespolizeidirektion Tirol und des Innenministeriums an einem Standort vereint. Neben der Landesleitzentrale und dem Stadtpolizeikommando Innsbruck sind dort unter anderem ein modernes Einsatztrainingszentrum und ein Cybercrime-Trainingscenter untergebracht. Die Bündelung der Dienststellen soll die Zusammenarbeit erleichtern und moderne Rahmenbedingungen für die Polizeiarbeit schaffen.