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So hält die Polizei den Personal-Rekordstand
Die österreichische Polizei zeigt sich mit der Personalbilanz für 2025 zufrieden: Die Aufnahmen übersteigen die Pensionierungen, Austritte aus dem dienstbaren Stand sind auf niedrigem Niveau und auch die Ausfallsquote in den Polizeischulen entspricht den Anforderungen an die Ausbildung. Selbst nicht planbare Personalveränderungen wie Austritte können kompensiert werden.
Die österreichische Bundespolizei wächst weiter, trotz Pensionierungswellen. So setzt sich ein Trend fort, der bereits seit mehreren Jahren zu beobachten ist. Während andernorts Pensionierungswellen und ein angespannter Arbeitsmarkt die Personalplanung erschweren, gelingt es in Österreich, mehr Menschen für den Polizeidienst zu gewinnen als ausscheiden. Das Ergebnis ist eine Polizeiorganisation, die heute größer ist als je zuvor, mit einer stabilen Personalstruktur.
Neue Zahlen für 2025 zeigen: 798 Beamtinnen und Beamte traten in den Ruhestand, gleichzeitig wurden 1.422 Personen neu aufgenommen. Unter dem Strich ergibt sich ein Plus von mehr als 620 Kräften. Damit kann nicht nur der aktuelle Höchststand gehalten, sondern auch die natürliche Personalfluktuation effektiv ausgeglichen werden. Neben den Ruheständen fielen die sonstigen Abgänge vergleichsweise gering aus: Rund 170 Bedienstete schieden freiwillig aus. Bei insgesamt mehr als 32.500 Polizistinnen und Polizisten ergibt sich damit eine äußerst niedrige Fluktuationsrate.
Aktuell mehr Polizistinnen und Polizisten als je zuvor
Wie jede große Organisation unterliegt auch die Bundespolizei einer natürlichen Personalbewegung, bedingt durch Kündigungen, Pensionierungen und Neueinstellungen.
Insbesondere das Gleichgewicht zwischen Ruhestand und Neuaufnahmen ist ein kritischer Punkt, da auch die zweijährige Ausbildung immer miteingerechnet werden muss. Österreich hat frühzeitig reagiert und mit einer bundesweiten Rekrutierungsoffensive gegengesteuert. Dadurch ist es gelungen, den Personalstand weiter auszubauen – noch nie zuvor gab es in Österreich so viele Polizistinnen und Polizisten wie derzeit.
Ausbildung mit überschaubaren Abbrüchen
Laut Statistik Austria gibt es in der Erwachsenenbildung oft sehr hohe Abbruchquoten, in universitären Studien teils bis zu 75 Prozent. Das hochkompetitive Medizinstudium schneidet mit rund zehn Prozent noch mit Abstand am besten ab.
Im Vergleich dazu liegt die Abbruchquote in der Polizeiausbildung im Jahr 2025 bei lediglich 16,8 Prozent. Angesichts der hohen Anforderungen kann dieser Wert als niedrig eingeschätzt werden. Zudem relativieren hohe Aufnahmezahlen die absolute Zahl der Abbrüche zusätzlich. Abbruchquoten in der Ausbildung der Sicherheitsexekutive sind normal, erwartbar und werden miteingeplant. Entscheidend ist, dass die Qualitätsstandards gehalten werden.