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Song Contest: Polizei, Verfassungsschutz und Spezialkräfte sorgen für höchste Sicherheit
Den Eurovision Song Contest 2026 in Wien umfasst eine von langer Hand geplante und ganzheitliche Sicherheitsarchitektur, an der viele verschiedene Sicherheitsakteure beteiligt waren und sind. Die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher in Wien hat oberste Priorität, entsprechend stark ist auch der multidisziplinäre Kräfteansatz der Wiener Polizei und des Innenministeriums.
Mit hunderttausenden Fans, drei großen Event-Örtlichkeiten, dutzenden involvierten Akteuren und einem starken internationalen Interesse ist der Eurovision Song Contest (ESC) eine in jeder Hinsicht außergewöhnliche Veranstaltung. Ein wichtiger Teilbereich des ESC ist die Sicherheit der Veranstaltungsörtlichkeiten und aller Menschen, die sich im Umfeld des Song Contest bewegen. Eine entsprechende komplexe Sicherheitsarchitektur ist deshalb notwendig.
Große Erfahrung in Wien
Die österreichische Polizei verfügt über langjährige Erfahrung bei der Absicherung internationaler Großveranstaltungen. Sicherheitsmaßnahmen bei Veranstaltungen wie dem Donauinselfest oder internationalen Sportgroßereignissen haben immer wieder die hohe Professionalität der eingesetzten Kräfte gezeigt. Auch mit dem Eurovision Song Contest bestehen bereits Erfahrungen aus der Austragung im Jahr 2015 in Wien.
Innenminister Gerhard Karner: "Vorausschauende Einsatzplanungen, präzise Vorbereitung und eine behördenübergreifende Zusammenarbeit sind wesentliche Voraussetzungen, um die höchstmögliche Sicherheit bei Großveranstaltungen gewährleisten zu können. Polizeikräfte aus ganz Österreich und auch aus Deutschland sind gemeinsam mit dem Verfassungsschutz in diesen Tagen rund um die Uhr für die Sicherheit der Menschen beim Eurovision Song Contest im Einsatz".
"Der Eurovision Song Contest ist nicht nur ein kulturelles Großereignis, sondern auch ein sicherheitspolitischer Kraftakt. Unser Anspruch ist klar: Die Menschen sollen Wien als offenen, sicheren und gastfreundlichen Veranstaltungsort erleben. Dafür setzen wir auf modernste Sicherheitskonzepte, enge internationale Zusammenarbeit und das hohe Engagement unserer Einsatzkräfte" ergänzte Staatssekretär Jörg Leichtfried.
"Damit alle Menschen die Veranstaltungen sicher und unbeschwert genießen können, arbeiten vor Ort zahlreiche Einsatzkräfte Hand in Hand. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Einsatzstab, in dem die Wiener Polizei eng mit einer Fachgruppe der Stadt Wien, dem ORF als Veranstalter und weiteren Organisationen zusammenarbeitet, Informationen bündelt und Entscheidungen gemeinsam abstimmt. Nur durch dieses koordinierte Zusammenspiel kann rasch, professionell und vorausschauend gehandelt werden. Denn Sicherheit entsteht dort, wo Verantwortung und gegenseitiges Vertrauen zusammenkommen" sagte Landespolizeivizepräsident Dieter Csefan.
Planung von langer Hand
Bereits seit rund einem Jahr findet ein laufender Austausch zwischen Veranstalter (ORF), Polizei, der Stadt Wien sowie den zuständigen Behörden und Sicherheitsexpertinnen und Sicherheitsexperten statt. Ziel ist eine koordinierte und umfassende Einsatzplanung für die Veranstaltungsorte sowie die Nebenschauplätze. Die Zusammenarbeit aller Akteure ist hierbei von großer Professionalität, Respekt und Kollegialität geprägt.
Die polizeilichen Maßnahmen betreffen in erster Linie die öffentliche Sicherheit rund um die Veranstaltungshotspots Stadthalle, Rathausplatz und Praterdome. Es sind sowohl Regulärkräfte als auch etliche unterschiedliche Spezialkräfte im Einsatz, uniformiert und verdeckt (zivil), mit sichtbarer Präsenz aber auch unsichtbar im Hintergrund. Die Spezialkräfte vom Einsatzkommando Cobra oder dem Entschärfungsdienst sind vor Ort jederzeit einsatzbereit.
Im Einsatz stehen Polizeikräfte aus ganz Österreich, wobei auch Einsatzeinheiten aus einigen Bundesländern für die unterschiedlichen Einsatzgebiete in Wien – Song Contest, Sportveranstaltungen, Versammlungsgeschehen – zur Verfügung stehen.
Internationale Zusammenarbeit
Ein Schwerpunkt für das gesamtheitliche Lagebild liegt in der internationalen Zusammenarbeit und dem Austausch mit Partnerdiensten und -behörden. Zusätzlich unterstützen ausländische Polizeieinheiten die österreichischen Sicherheitskräfte, darunter auch bayerische Spezialkräfte.
Besondere Bedeutung kommt zudem der Vorbeugung und Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus zu. Die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst übernimmt dabei zentrale Aufgaben in der Beobachtung und Bewertung möglicher Gefährdungslagen und arbeitet eng mit internationalen Partnerdiensten zusammen. Für den ESC gilt eine abstrakte Gefährdungslage, die seit dem terroristischen Überfall auf Israel im Oktober 2023 in Österreich und vielen anderen europäischen Ländern besteht (Stufe 4 von 5; "erhöhte Gefahr"). Dies bedeutet, dass es eine generelle Gefahr gibt, aber keine Informationen oder Hinweise auf eine konkret geplante Tat oder konkrete Täter.
Nähere Informationen über die Sicherheitsvorbereitungen der Polizei entnehmen Sie der Song-Contest-Informationsseite der Wiener Polizei unter den weiterführenden Links.