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Bundesministerinnen und Bundesminister für Inneres ab 1945

Kurzbiografien

  • 1945

    Oskar Helmer  
    Amtszeit: 20. Dezember 1945 bis 16. Juli 1959

    Oskar Helmer
    © BMI

    Partei: SPÖ

    Zu den größten Herausforderungen seiner Amtszeit zählte der Wiederaufbau der Sicherheitsstruktur während der Besatzungszeit.

  • 1959

    Josef Afritsch  
    Amtszeit: 16. Juli 1959 bis 27. März 1963

    Josef Afritsch
    © BMI

    Partei: SPÖ

    Seit 1923 war er im öffentlichen Dienst tätig. 1942 wurde er aus politischen Gründen verhaftet, zu einer Freiheitsstrafe verurteilt und aus dem öffentlichen Dienst entlassen. 1945 nahm er seine politische Arbeit wieder auf.

  • 1963

    Franz Olah  
    Amtszeit: 27. März 1963 bis 21. September 1964

    Franz Olah
    © BMI

    Partei: SPÖ

    Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1938 wurde er im Konzentrationslager Dachau interniert. Im März 1944 wurde er in das KZ Buchenwald gebracht, wo er 1945 befreit wurde. 2005 wurde ihm auf Antrag der Bundesregierung das Große Goldene Ehrenzeichen mit Stern für Verdienste um die Republik Österreich verliehen.

  • 1964

    Hans Czettel  
    Amtszeit: 21. September 1964 bis 19. April 1966

    Hans Czettel
    © BMI

    Partei: SPÖ

    Czettel absolvierte die Schlosser-Lehre und die Sozialakademie. Er war Obmann des Zentralbetriebsrats der Schoeller-Bleckmann Stahlwerke AG und SPÖ-Kommunalpolitiker in Ternitz. Von 1953 bis 1969 war er Abgeordneter zum Nationalrat und danach bis 1980 Landeshauptmann-Stellvertreter in Niederösterreich.

  • 1966

    Franz Hetzenauer  
    Amtszeit: 19. April 1966 bis 19. Jänner 1968

    Franz Hetzenauer
    © BMI

    Partei: ÖVP

    Hetzenauer holte nach der Maschinenschlosser-Lehre und Tätigkeiten als Dampfkesselwärter, Elektroschweißer und Kraftfahrer die Matura nach, studierte Rechts-wissenschaften und wurde Staatsanwalt.

  • 1968

    Franz Soronics  
    Amtszeit: 19. Jänner 1968 bis 21. April 1970

    Franz Soronics
    © BMI

    Partei: ÖVP

    Soronics trat nach der Handelsschule 1938 in den Dienst der burgenländischen Landesregierung. Nach der Nationalratswahl 1970 wechselte Soronics wieder in die Landespolitik und arbeitete von 1972 bis 1977 als Landeshauptmann-Stellvertreter im Burgenland.

  • 1970

    Otto Rösch  
    Amtszeit: 21. April 1970 bis 8. Juni 1977

    Otto Rösch
    © BMI

    Partei: SPÖ

    Von 1953 bis 1959 gehörte Rösch dem steirischen Landtag an. Von 1966 bis 1970 war er Landesrat in Niederösterreich. Bis 1991 war er Präsident des Pensionistenverbandes.

  • 1977

    Erwin Lanc  
    Amtszeit: 8. Juni 1977 bis 24. Mai 1983

    Erwin Lanc
    © BMI

    Partei: SPÖ

    Lanc war bis 1955 Vertragsbediensteter im Sozialministerium, danach Angestellter der Wiener Zentralsparkasse. Von 1960 bis 1966 war er Mitglied des Wiener Gemeinderats und Abgeordneter zum Wiener Landtag. Er war Präsident des Österreichischen Handball- und Faustballbundes.

  • 1983

    Karl Blecha  
    Amtszeit: 24. Mai 1983 bis 2. Februar 1989

    Karl Blecha
    © BMI

    Partei: SPÖ

    Blecha war Mitbegründer des Verbands sozialistischer Mittelschüler und dessen erster Obmann. Er stand auch dem Verband Sozialistischer Studenten Österreichs vor und war Mitinitiator der „Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft“. 1983 wurde er Innenminister. Als Innenminister führte er unter anderem den „Bürgerdienst“ (Vorgänger zum Bürgerservice) ein.

  • 1989

    Franz Löschnak  
    Amtszeit: 2. Februar 1989 bis 6. April 1995

    Franz Löschnak
    © BMI

    Partei: SPÖ

    Löschnak arbeitete nach der Matura im Sozialbereich und danach in der Personalabteilung der Stadt Wien. Nebenbei studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Als Innenminister führte Löschnak mehrere Reformen der Sicherheitsexekutive durch, sorgte 1992 mit einer „Sicherheitsmilliarde“ für eine Aufrüstung von Polizei und Gendarmerie und führte die Grenzgendarmerie ein.

  • 1995

    Caspar Einem  
    Amtszeit: 6. April 1995 bis 28. Jänner 1997

    Caspar Einem
    © BMI/A. Tuma

    Partei: SPÖ

    Der Sohn des Komponisten Gottfried von Einem studierte Rechtswissenschaften in Wien. Danach war er bis 1977 als Bewährungshelfer und 1978 als Sozialwissenschafter tätig. Einem war ab 1999 Abgeordneter zum Nationalrat und Europasprecher der SPÖ. Er war Autor und Herausgeber mehrerer Bücher.

  • 1997

    Karl Schlögl  
    Amtszeit: 28. Jänner 1997 bis 4. Februar 2000

    Karl Schlögl
    © BMI

    Partei: SPÖ

    Schlögl studierte zunächst Rechtswissenschaften, später Politikwissenschaften und Geschichte. Von 1989 bis zum Amtsantritt als Innenminister war er Bürgermeister von Purkersdorf. Seit 2001 arbeitet er in der Versicherungswirtschaft und ist als Aufsichtsrat für verschiedene Unternehmen tätig.

  • 2000

    Ernst Strasser  
    Amtszeit: 4. Februar 2000 bis 11. Dezember 2004

    Ernst Strasser
    © BMI/A. Tuma

    Partei: ÖVP

    Der Sohn eines Landwirts studierte Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg, wo er Vorsitzender der Österreichischen Studentenunion war. 2000 wurde er Bundesminister für Inneres. Strassers Amtszeit als Innenminister war von Strukturreformen geprägt. Das größte Reformwerk war die Zusammenführung der Wachkörper zur neuen österreichweit einheitlichen Bundespolizei. Nach der Flutwellenkatastrophe in Südostasien 2004 wurde er mit der Funktion eines Koordinators der Österreich-Hilfe beim Wiederaufbau betraut.

  • 2004

    Liese Prokop  
    Amtszeit: 22. Dezember 2004 bis 31. Dezember 2006

    Liese Prokop
    © BMI/A. Tuma

    Partei: ÖVP

    Prokop studierte nach der Matura Biologie und Sport in Wien und zählte zu den besten Leichtathletinnen Österreichs. Ihre politische Karriere begann 1969 als Abgeordnete zum niederösterreichischen Landtag. 2004 wurde sie als erste Frau in Österreich Innenministerin. In der Silvesternacht 2006 starb sie unerwartet.

  • 2007

    Wolfgang Schüssel  
    Amtszeit: 2. Jänner bis 11. Jänner 2007

    Wolfgang Schüssel
    © BMI

    Partei: ÖVP

    Wolfgang Schüssel maturierte 1963 im Wiener Schottengymnasium und studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Zwei Tage nach dem plötzlichen Tod von Innenministerin Liese Prokop wurde Bundeskanzler Schüssel am 2. Jänner 2007 mit der Leitung des Bundesministeriums für Inneres betraut. Dieses Amt hatte er bis 11. Jänner 2007 inne.

    Günther Platter  
    Amtszeit: 11. Dezember bis 22. Dezember 2004 und 11. Jänner 2007 bis 30. Juni 2008

    Günther Platter
    © BMI/A. Tuma

    Partei: ÖVP

    Platter absolvierte die Buchdrucker-Lehre und trat 1976 in die Gendarmerie ein. Von 1989 bis 2000 war er Bürgermeister in Zams, danach bis 2003 Landesrat in Tirol. Nach dem Rücktritt Ernst Strassers übernahm er neben seiner Funktion als Bundesminister für Landesverteidigung vorübergehend das Amt des Innenministers bis zur Bestellung seiner Nachfolgerin Liese Prokop. 2007 wurde Platter neuerlich Bundesminister für Inneres. Seit 2008 ist er Landeshauptmann von Tirol.

  • 2008

    Wilhelm Molterer  
    Amtszeit: 30. Juni 2008 bis 1. Juli 2008

    Wilhelm Molterer
    © Parlamentsdirektion/M. Ranz

    Partei: ÖVP

    Wilhelm Molterer maturierte 1974 in der Höheren landwirtschaftlichen Bundeslehranstalt St. Florian und studierte Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Linz. Nachdem Innenminister Günther Platter 2008 von seinem Amt zurückgetreten war, wurde Vizekanzler Molterer am 30. Juni 2008 für zwei Tage mit der Leitung des Bundesministeriums für Inneres betraut. 2011 wurde er Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank.

    Maria Theresia Fekter  
    Amtszeit: 1. Juli 2008 bis 21. April 2011

    Maria Theresia Fekter
    © BMI/A. Tuma

    Partei: ÖVP

    Fekter absolvierte die Handelsakademie in Vöcklabruck und studierte in Linz Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre. Nach dem Studium trat sie in den elterlichen Betrieb ein. Ab 2007 war sie Volksanwältin und wurde 2008 als Innenministerin angelobt.

  • 2011

    Johanna Mikl-Leitner  
    Amtszeit: 21. April 2011 bis 21. April 2016

    JOhanna Mikl-Leitner
    © BMI/A. Tuma

    Partei: ÖVP

    Mikl-Leitner maturierte an der Handelsakademie in Laa an der Thaya und studierte Wirtschaftspädagogik an der Wirtschaftsuniversität Wien. 1989 war sie Lehrerin an der Handelsakademie in Laa an der Thaya und Unternehmensberaterin. Nach ihrer Amtszeit als Innenministerin wurde sie Landesrätin in der NÖ-Landesregierung und Landeshauptmann-Stellvertreterin. 2017 wurde sie Landeshauptfrau von Niederösterreich.

  • 2016

    Wolfgang Sobotka  
    Amtszeit: 21. April 2016 bis 18. Dezember 2017

    Wolfgang Sobotka
    © BMI/Matern

    Partei: ÖVP

    Sobotka studierte Geschichte an der Universität Wien, Musikpädagogik und Musikerziehung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien sowie Dirigieren am Brucknerkonservatorium Linz. 1998 wurde er Landesrat in der niederösterreichischen Landesregierung und ab 2009 war er Landeshauptmann-Stellvertreter. Nach seiner Amtszeit als Innenminister wurde er Abgeordneter zum Nationalrat und Präsident des Nationalrats.

  • 2017

    Herbert Kickl  
    Amtszeit: 18. Dezember 2017 bis 22. Mai 2019

    Herbert Kickl
    © BMI/A. Tuma

    Partei: FPÖ

    Kickl maturierte am neusprachlichen Gymnasium in Spittal an der Drau. 2019 wurde Kickl vom Bundespräsidenten auf Vorschlag des Bundeskanzlers Sebastian Kurz von seinem Ministeramt abberufen. Seit seiner Ablöse ist Kickl Abgeordneter zum Nationalrat und geschäftsführender Klubobmann des Freiheitlichen Parlamentsklubs.

  • 2019

    Eckart Ratz  
    Amtszeit: 22. Mai 2019 bis 3. Juni 2019

    Eckart Ratz
    © BMI/A. Tuma

    Partei: unabh.

    Ratz absolvierte das Jus-Studium in Innsbruck, war von 1980 bis 1994 Richter am Bezirks- und Landesgericht in Feldkirch und danach am Wiener Straflandesgericht. Am 22. Mai 2019 wurde er nach der Absetzung von Innenminister Herbert Kickl dessen Nachfolger in einer Übergangsregierung und übergab nach einem Misstrauensvotum gegen die gesamte Regierung das Ministeramt am 3. Juni 2019 an Wolfgang Peschorn.

    Wolfgang Peschorn  
    Amtszeit: 3. Juni 2019 bis 7. Jänner 2020

    Wolfgang Peschorn
    © BMI/G. Pachauer

    Partei: unabh.

    Peschorn studierte Rechtswissenschaften in Wien und trat 1991 in die Finanzprokuratur ein. Am 3. Juni 2019 wurde er als Nachfolger von Eckart Ratz zum Innenminister in der Übergangsregierung („Beamtenregierung“) unter Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein angelobt. Nach seiner Amtszeit als Innenminister leitete er wieder die Finanzprokuratur.

  • 2020

    Karl Nehammer  
    Amtszeit: 7. Jänner 2020 bis 6. Dezember 2021

    Karl Nehammer
    © BMI/G. Pachauer

    Partei: ÖVP

    Nehammer maturierte am Gymnasium Amerlingstraße in Wien und war beim Bundesheer Offizier auf Zeit bis 1996. Zu den Herausforderungen während seiner Amtszeit als Innenminister gehörten die 2020 ausgebrochene Pandemie des Corona-Virus‘ sowie der Terroranschlag am 2. November 2020 in Wien. Unter ihm wurde zudem die Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst eingerichtet.

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