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  2. Ausgabe 5-6/2026
  3. Gewaltschutz

Gewaltschutz

Gewalt gegen ältere Menschen

Steigende Opferzahlen und komplexe Risikofaktoren zeigen, wie gefährdet ältere Menschen durch körperliche, psychische und finanzielle Gewalt sind. Aufklärung und Vernetzung sind entscheidend, um sie besser zu schützen.

Gewalt an älteren Menschen: Besonders gefährdet sind Personen, die aufgrund von Pflegebedürftigkeit oder sozialer Isolation in Abhängigkeitsverhältnissen leben
Gewalt an älteren Menschen: Besonders gefährdet sind Personen, die aufgrund von Pflegebedürftigkeit oder sozialer Isolation in Abhängigkeitsverhältnissen leben
© bluebeat76 - stock.adobe.com

Eine 87-jährige Bewohnerin eines Wiener Pensionistenheims wurde im Jänner 2026 tot in ihrem Zimmer aufgefunden. Die Obduktion ergab, dass sie erstickt worden war. Blutspuren, gebrochene Rippen und im Mund-Rachen-Raum gefundene Ringe deuteten auf ein Verbrechen hin. Der Verdacht richtete sich gegen einen 61-jährigen Mann, der bereits 2020 wegen Betrugs in demselben Heim verurteilt worden war. Der Fall zeigt, wie verwundbar ältere Menschen sind – nicht nur durch körperliche Gewalt, sondern auch durch psychische und finanzielle Ausbeutung.

Statistik.

Gewalt an älteren Menschen reicht von körperlichen Übergriffen über psychische Gewalt bis hin zu finanzieller Ausbeutung und Vernachlässigung. Besonders gefährdet sind Personen, die aufgrund von Pflegebedürftigkeit oder sozialer Isolation in Abhängigkeitsverhältnissen leben.
Die Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts zeigt, dass die Zahl an Gewaltdelikten an Menschen ab 65 Jahren steigt. Innerhalb von zehn Jahren stieg die Opferzahl von 2.533 (2015) auf 3.615 (2025). Einen Anstieg von über 20 Prozent gab es von 2021 (2.735 Opfer) auf 2022 (3.279 Opfer). Studien der FH Joanneum zeigen, dass Frauen über 65 überdurchschnittlich oft Opfer von Tötungsdelikten werden.
Laut Gewaltschutzzentrum Oberösterreich waren im Jahr 2025 von 3.899 beratenen Gewaltopfern 6,78 Prozent über 60 Jahre alt. Der Anteil spiegelt nicht die tatsächliche Verbreitung wider, sondern deutet auf eine hohe Dunkelziffer hin – viele Betroffene wissen nicht, wie Sie Hilfe bekommen können.

Ältere weibliche Opfer.

Gewalt an älteren Menschen: Die Polizei ist häufig die erste Anlaufstelle
Gewalt an älteren Menschen: Die Polizei ist häufig die erste Anlaufstelle
© Bernhard Elbe (KI bearbeitet)

Im europäischen Projekt MARVOW 2.0 (Multi-Agency Response to Violence against Older Women) arbeiteten von April 2023 bis März 2026 neun Organisationen zusammen. Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen zu verbessern und Unterstützungsangebote für ältere gewaltbetroffene Frauen weiterzuentwickeln. Im Projekt wurden unter anderem ein Handbuch entwickelt. Damit sollen Fachkräften aus Gesundheitswesen, Sozialarbeit, Polizei, Justiz und Opferschutz bessere Handlungsmöglichkeiten geboten werden.

Risikofaktoren und Täterprofile.

Gewalt an älteren Menschen geht häufig von nahestehenden Personen aus – etwa Partnern, pflegenden Angehörigen oder Pflegekräften. Überforderung in der Pflege oder strukturelle Belastungen in Einrichtungen können Aggression und Vernachlässigung begünstigen. Hinzu kommen altersbedingte Erkrankungen, die Persönlichkeitsveränderungen verursachen und Konflikte verschärfen können.
Auch finanzielle Abhängigkeiten spielen eine zentrale Rolle: Täter nutzen oft die wirtschaftliche Verwundbarkeit ihrer Opfer aus.

Polizeiliche Herausforderungen.

Die Bekämpfung von Gewalt an älteren Menschen erfordert ein Zusammenspiel von Polizei, Justiz, Pflegeeinrichtungen und Opferschutzstellen. Die Polizei ist häufig die erste Anlaufstelle, doch die Aufklärung gestaltet sich schwierig, da viele Betroffene aus Angst oder Scham keine Anzeige erstatten. Besonders problematisch sind Fälle, in denen Pflegepersonen die Täter sind. Wird ein Betretungs- und Annäherungsverbot verhängt, muss die Versorgung des Opfers sichergestellt werden. Hier fehlt es oft an schnell verfügbaren Pflegeplätzen. Sensibilisierung und Schulungen sind entscheidend, um Gewalt frühzeitig zu erkennen und Betroffene zur Inanspruchnahme von Hilfe zu ermutigen.

Prävention.

Polizeiliche Präventionsbeamtinnen und -beamte halten regelmäßig Vorträge und führen Beratungen in Pensionisten-Einrichtungen durch. 2025 fanden österreichweit 355 Präventionsveranstaltungen für ältere Menschen statt. Die Broschüre „Sicher in den besten Jahren“ bietet Informationen und Tipps zu verschiedenen Lebensbereichen – von Betrugsprävention über Sicherheit im Alltag bis hin zur Nutzung des Internets. Darüber hinaus ist eine Vernetzung aller beteiligten Institutionen entscheidend.
Das Gewaltschutzzentrum Oberösterreich und Gewaltschutzzentren anderer Bundesländer haben eine Projektgruppe eingerichtet, die sich mit Gewalt an älteren Menschen beschäftigt und mit anderen Einrichtungen kooperiert, um Betroffenen rasch und wirksam zu helfen.

Maria Rennhofer-Elbe

Gewalt erkennen

Worauf vor Ort achten?

Erste Lageeinschätzung

  • Wirkt die betroffene Person verängstigt, zurückhaltend oder widersprüchlich?
  • Gibt es Anzeichen für Verletzungen (auch ältere, schlecht verheilte)?
  • Ist die Wohnsituation ungepflegt oder deutet sie auf Vernachlässigung hin?

Auffälligkeiten im Verhalten

  • Spricht die Person frei oder wirkt sie beeinflusst / kontrolliert?
  • Verhindert eine anwesende Person Gespräche oder antwortet stellvertretend?
  • Zeigt die betroffene Person Angst vor einer bestimmten Person?

Hinweiyse auf Gewaltformen

  • Körperliche Gewalt: Hämatome, Druckstellen, Frakturen, ungeklärte Verletzungen
  • Psychische Gewalt: Einschüchterung, Demütigung, Isolation
  • Finanzielle Ausbeutung: Unklare Geldbewegungen, fehlende Wertgegenstände 
  • Vernachlässigung: Mangelnde Hygiene, fehlende Versorgung, Unterernährung

Täter-Opfer-Konstellation

  • Besteht ein Abhängigkeitsverhältnis (Pflege, Betreuung, Familie)?
  • Ist die verdächtige Person gleichzeitig für Pflege oder Versorgung zuständig?
  • Hinweise auf Überforderung, Suchtproblematik oder finanzielle Motive?

Gefährdungseinschätzung

  • Besteht akute Gefahr für Leib und Leben?
  • Wiederholungsgefahr oder eskalierende Situation erkennbar? 
  • Ist das Opfer aktuell versorgt (medizinisch, pflegerisch)?

Sofortmaßnahmen

  • • Bei Gefahr: Betretungs- und Annäherungsverbot prüfen
  • Medizinische Versorgung veranlassen
  •  Schutz der betroffenen Person sicherstellen (Unterbringung klären)

Weiterführende Maßnahmen

  • •Kontakt zu Gewaltschutzstellen herstellen
  • Information an zuständige Pflegeoder Sozialdienste
  • Dokumentation aller Wahrnehmungen (auch „kleine“ Auffälligkeiten)
  • Hinweise auf Präventions- und Beratungsangebote geben

Besondere Aufmerksamkeit

  • Keine vorschnellen Schlüsse – Gewalt ist oft nicht offensichtlich
  • Auch „stille“ Hinweise ernst nehmen
  • Versorgungslücke bedenken, wenn Täter gleichzeitig Pflegeperson ist

Quellen:
Rotes Kreuz, Volkshilfe, 
Gewaltschutzzentren, Hilfetelefon, Bundesministerium für Familien und Jugend, Sozialministerium


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 5-6/2026

 Druckversion des Artikels (PDF, 273 kB)

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