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  3. Interview

Interview

Mit Gott und Glaube aus der Krise

Elisabeth Lienhart begleitet als katholische Bundespolizeiseelsorgerin Polizistinnen und Polizisten durch gute und schlechte Zeiten. Die katholische Bundespolizeiseelsorgerin über Aufgaben, Herausforderungen und Grenzen ihrer Arbeit.

Elisabeth Lienhart ist seit 2023 katholische Bundespolizeiseelsorgerin
Elisabeth Lienhart ist seit 2023 katholische Bundespolizei-
seelsorgerin © LPD Steiermark

Was sind die zentralen Aufgaben der Polizeiseelsorge?
Die sind sehr vielfältig. Der Dienst der Polizistinnen und Polizisten wird in den letzten Jahren immer herausfordernder – in der Polizeiseelsorge begleiten wir die Kolleginnen und Kollegen durch die Sonnen- und Schattenstunden des Lebens. Wir sind bei Ausmusterungsfeiern, Angelobungen oder Polizeiinspektionseröffnungen präsent, aber auch, wenn Exekutiv- oder Verwaltungsbedienstete bzw. deren Familie von Tod und Trauer betroffen sind. Wir sind für alle Mitglieder der Polizeifamilie den kirchlichen Jahreskreis hindurch da. Es besteht auch die Möglichkeit, sein Kind taufen oder sich am Ende seines Lebens von einer Polizeiseelsorgerin oder -seel­sorger begleiten zu lassen.

Wo ist die Abgrenzung ihrer Arbeit zum Peer-Support?
Wir arbeiten sehr eng zusammen. Der Peer-Support ist primär als Erstansprechpartner nach einem belastenden Einsatz da. Wir fokussieren uns mehr auf die Privat- als die Dienstperson bzw. dessen Angehörige. Wenn ein Kollege oder eine Kollegin beispielsweise im Dienst verstirbt oder Suizid begeht, werden wir automatisch über die Landesleitzentrale verständigt und nehmen mit den Angehörigen Kontakt auf. Wenn diese es wünschen, fahren wir vor Ort zu der Familie und begleiten sie durch diese schwere Zeit. Ein Best-Practice-Beispiel für das gemeinsame Miteinander von Polizeiseelsorge und Peer-Support war die Aufarbeitung eines tödlichen Verkehrsunfalls eines Polizeischülers in der Steiermark: Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen des Peer-Supports haben wir sowohl die Klasse als auch die Angehörigen des Verstorbenen betreut.

Was sind die besonderen Herausforderungen in einer solchen Situation?
Das ist sehr individuell und von Fall zu Fall unterschiedlich. Ganz allgemein ist die Herausforderung für jede Polizistin bzw. jeden Polizisten, dass er oder sie in tragischen Fällen mit Todesfolge im eigenen familiären Umfeld zwischen zwei Rollen switchen muss: Der Trauer als Polizistin bzw. Polizist und jener als Mensch, der eine Uniform trägt, aber auch Ehefrau, -mann, Mutter, Vater, Tochter oder Sohn ist. In solchen Ausnahmesituationen ist diese „Doppelrolle“ nicht einfach auf die Reihe zu kriegen und muss gut begleitet werden – genau da kommen wir ins Spiel.

Kommen Menschen, die an einen Gott glauben, in Krisenfällen besser zurecht?
Das ist schwer zu beantworten. Es kann vorkommen, dass Menschen, die gläubig sind, in Krisensituationen mit Gott hadern oder Menschen, die vom Glauben weit weg sind, genau dann im Glauben doch Halt finden. Natürlich stellt der Glaube für viele aber auch einen Resilienzfaktor in schweren Zeiten dar.

Wie belastend sind solche Situationen für Sie selbst?
Das geht einem selbstverständlich sehr nah. Mir persönlich hilft in solchen Momenten mein Glaube. Gott sei Dank gibt es in der Polizeiseelsorge neben „dunklen Stunden“ ganz viele positive Anlässe und interessante Begegnungen. Auch Erfolge wie die Umsetzung unseres Polizeigebets, das wir auf Kärtchen haben drucken lassen und von den Kolleginnen und Kollegen gut angenommen wird, sind motivierend. Für viele Kolleginnen und Kollegen sind diese Gebetskärtchen eine Art Schutz bei ihren Einsätzen – unabhängig, ob sie gläubig sind oder nicht. Stolz bin ich auch auf unseren jährlich wachsenden Vespa-Corso nach Mariazell, wo die Roller anschließend vom Bischof gesegnet werden.

Welche kirchenrechtlichen Kompetenzen hat eine Polizeiseelsorgerin bzw. -seelsorger?
Da wir uns aus Priestern, Diakonen sowie Seelsorgerinnen bzw. -sorgern zusammensetzen, muss man differenzieren: Als Frau darf ich beispielsweise keine Sakramente spenden. Ich habe eine Zusatzausbildung als Begräbnisleiterin, darf aber – außer im Notfall – kein Kind taufen oder eine Trauung durchführen. Dafür gibt es Priester bzw. Diakone, die als Polizeiseelsorger tätig sind. Grundsätzlich machen die Polizeiseelsorgerinnen und -seelsorger ihren Dienst ehrenamtlich und werden von den jeweiligen christlichen Kirchen der Exekutive zur Verfügung gestellt.

Gebetskärtchen der Polizeiseelsorge
Gebetskärtchen der Polizeiseelsorge © Polizeiseelsorge

Wie viele Polizeiseelsorgerinnen und -seelsorger gibt es derzeit?
Österreichweit sind im Moment fünf Polizeiseelsorgerinnen und 21 Polizeiseelsorger plus 19 Beiräte im Einsatz. Beiräte sind Personen, die in den einzelnen Bundesländern oder auf Bundesebene in der Exekutive tätig sind, und die Polizeiseelsorge unterstützen. Sie sind eine Art „Türöffner“ für unsere Arbeit und unterstützen die Seelsorgerinnen und -seelsorger dabei, Kontakte zu den Dienststellen, Bildungszentren oder Landespolizeidirektionen zu knüpfen. Vereinfacht gesagt, sind sie ein biss­chen unsere Augen und Ohren vor Ort.

Spielt der Glaubenshintergrund der Person, der sie helfen, eine Rolle?
Nein. Wir sind ökumenisch ausgerichtet und fragen nicht, was oder ob jemand an etwas glaubt. Uns geht es nur darum, für den betroffenen oder notleidenden Menschen da zu sein. Wenn also jemand zum Beispiel evangelisch ist und lieber mit einem Seelsorger seiner Kirche sprechen möchte, ist das möglich. Von unserer Seite aus sind wir für die gesamte Polizeifamilie da und unterscheiden nicht nach Glaubensfragen oder -zugehörigkeit.

Wie wird Ihr Dienst von den Einsatzkräften angenommen?
Sehr gut. Grundsätzlich hängt es stark davon ab, wie die Polizeiseelsorge vor Ort gelebt wird und sich die Seelsorgerin bzw. der Seelsorger einbringt. Wichtig ist, dass wir den Polizis­tinnen und Polizisten sowie den Verwaltungsbediensteten auf Augenhöhe begegnen und stets mit offenen Augen und Ohren sowie einem offenen Herzen auf sie zugehen.

Wie wird man Polizeiseelsorgerin bzw. -seelsorger? Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?
Bis vor Kurzem kamen alle Seelsorgerinnen und Seelsorger von kirchlichen Stellen bzw. waren in ihrem Grundberuf bei der Kirche angestellt. Personen aus der Exekutive oder Verwaltung konnten aufgrund der bisherigen Bestimmungen nicht Polizeiseelsorger werden. Mit dem letzten Erlass hat sich das geändert. Die Grundbasis unseres Teams besteht aber immer noch aus Priestern, Diakonen und kirchlich entsandten Seelsorgern mit einer entsprechenden Zusatzausbildung. Für die nicht immer einfache, aber erfüllende Tätigkeit als Polizeiseelsorgerin bzw. -seelsorger sollte man neben dem fachlichen Know-how vor allem Empathie, Menschlichkeit und Achtsamkeit besitzen.

Interview: Jürgen Belko

Zur Person

Elisabeth Lienhart ist seit 2018 als Polizeiseelsorgerin tätig, übernahm 2022 die Funktion der Landesseelsorgerin in der Steiermark und ist seit 2023 katholische Bundespolizeiseelsorgerin. Ihr Wirken reicht weit über den klassischen Rahmen hinaus: Neben Ausmusterungen, Angelobungen, Gedenkfeiern, Gottesdiensten, Begräbnissen, Nikolausbesuchen, begleitet sie Polizeibedienstete in Ausnahmesituationen und organisiert die jährliche Polizeiwallfahrt.


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 1-2/2026

 Druckversion des Artikels (pdf, 840 kB)

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