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Polizeigeschichte

Ein Kriminalist für alle Fälle

Der k. k. Polizeiagent Franz Hittinger (1868–1939) war ein erfolgreicher und hochdekorierter Kriminalist des Wiener Sicherheitsbüros. Er versah auch Schutzdienst für das Kaiserhaus.

Kriminalist Franz Hittinger
Kriminalist Franz Hittinger
© Werner Sabitzer (Exponate im Wiener Kriminalmuseum)

Richard Mader, Hauptmann im k.u.k. Generalstabskorps, starb am 17. November 1909 in seiner Wohnung in Wien. Die Untersuchung der Leiche ergab als Todesursache eine Zyankalivergiftung. In seiner Wohnung befand sich eine Schachtel und ein Begleitschreiben, in dem Oblatenpastillen als potenzfördernde Mittel angepriesen wurden. Ähnliche Pakete waren neun weiteren jungen Generalstabsoffizieren zugesandt worden, alle waren Absolventen des Ausmusterungsjahrgangs 1905.
Die militärische Abwehr vermutete bei dem Mordanschlag einen politischen Hintergrund und das Kriegsministerium setzte 2.000 Kronen Belohnung für Hinweise aus, die zur Aufklärung des Verbrechens führten. Regierungsrat Moritz Stukart, Leiter des Wiener Sicherheitsbüros, begann mit seinem Team mit den Ermittlungen. Die Kriminalisten gingen von einem persönlichen Motiv aus.
Dem Ermittlerteam gehörte k. k. Polizeiagent Franz Hittinger an. Er galt als einer der besten Kriminalbeamten im Sicherheitsbüro und wurde immer wieder mit heiklen und komplizierten Kriminalfällen befasst. Hittinger und seinen Kollegen vom Sicherheitsbüro gelang es im Fall des vergifteten Generalstabsoffiziers, den Täter rasch auszuforschen und das Giftattentat zu klären. Sie verhafteten den 33-jährigen Oberleutnant Adolf Hofrichter, der dem Ausmusterungsjahrgang 1905 angehörte und in Linz Dienst versah.
30 Absolventen seines Jahrgangs waren in den Generalstab aufgenommen worden, die 80 anderen nicht, darunter Hofrichter. Wäre einer der neun Generalstäbler, die ein Giftpaket zugesandt bekommen hatten, ausgefallen, hätte ein Offizier dieses Jahrgangs nachrücken können.
Adolf Hofrichter wurde im Mai 1910 wegen meuchlerischen Giftmordes und mehrfachen Mordversuchen zu zwanzig Jahren schweren Kerkers verurteilt. Für seine herausragenden Leistungen bei der Aufklärung dieses aufsehenerregenden Falles erhielt Polizeiagent Hittinger vom Kaiser einen Orden verliehen.

Viele Ehrenzeichen für Franz Hittinger
Viele Ehrenzeichen für Franz Hittinger
© Werner Sabitzer (Exponate im Wiener Kriminalmuseum)

Franz Hittinger, geboren am 1. Juli 1868 in Krems, absolvierte eine Bäckerlehre und trat nach dem Militärdienst in die Gendarmerie in Niederösterreich ein. Er war Gendarmeriepostenführer in Lilienfeld und wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts als k. k. Polizeiagent in das Wiener Sicherheitsbüro berufen.
Das 1858 aus dem Evidenzbüro entstandene „Büro für die öffentliche Sicherheit“ war eines der Zentralämter der Wiener Polizei. 1873 wurde verfügt, dass die Polizeikommissariate wichtige Fälle dem Sicherheitsbüro zu melden hatten. Das Büro war Nachrichten- und Sammelstelle zur Bekämpfung der Geldfälschung und ab 1924 auch Zentralstelle zur Bekämpfung des internationalen Verbrechertums auf dem Gebiet der Geldfälschungen im Rahmen der neuen Interpol. Das Wiener Sicherheitsbüro bestand bis zur Reform der Wiener Polizei im Jahr 2003.
Franz Hittinger war auch Spezialist bei der Bekämpfung von Diebs- und Einbruchsbanden. Er klärte eine Reihe von Deliktsserien auf, darunter einen Fall, der im November 1914 in Budapest seinen Ausgang genommen hatte. Ungarische Polizisten kontrollierten mehrere Männer. In deren Besitz befanden sich Pelzmäntel und andere wertvolle Kleidungsstücke. Die kriminelle Spur führte nach Wien. Franz Hittinger vom Sicherheitsbüro gelang es, den Fall aufzuklären und die Hintermänner zu verhaften, darunter den Haupttäter Eugen Kovacs. Die Pelzmäntel waren bei einem Einbruch in eine Firma in der Gumpendorfer Straße gestohlen worden. Den Festgenommenen konnten zahlreiche weitere Straftaten zugeordnet werden, vor allem Diebstähle und Einbrüche. Kovacs wurde im März 1915 zu sechs Jahren Kerker verurteilt.

Schutz des Kaiserhauses.

Besonders verdienstvolle und dafür geeignete Polizeibeamte wurden für eine besonders ehrenvolle Aufgabe herangezogen, nämlich für den Schutz von Mitgliedern des Kaiserhauses und anderer hochrangiger in- und ausländischer Persönlichkeiten während deren Aufenthalte in Urlaubs- und Kurorten wie Karlsbad und Marienbad. Franz Hittinger galt als sehr vertrauenswürdig. So war er mit Kaiser Franz Joseph im Luftkurort Reichenau und mit der Kaiser-Vertrauten Katharina Schratt in Bad Ischl. Diese Tätigkeiten waren mit Belobigungen und der Verleihung von Ehrenzeichen verbunden. Der Leiter der k. k. Bezirkshauptmannschaft Marienbad bedankte sich nach dem Ende der Kursaison in Marienbad 1911 bei Franz Hittinger „für den während der heurigen Kursaison stets bewiesenen Diensteifer und Fleiß, sowie Ihre unermüdliche Tätigkeit und Umsicht bei Erfüllung der Ihnen zugewiesenen Aufgaben“. Im gleichen Jahr verlieh ihm der Kaiser das Silberne Verdienstkreuz. Franz Hittinger wurde zum Oberkommissär befördert und ging 1922 in Pension. Danach arbeitete er als Privatdetektiv. Er starb 70-jährig am 13. Juni 1939 in Wien.

Werner Sabitzer


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 11-12/2025

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