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  2. Ausgabe 11-12/2025
  3. Öffentlichkeitsarbeit

Öffentlichkeitsarbeit

Kommunikation im Takt der Zeit

Newsroom: zentrale Informationsdrehscheibe der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
Newsroom: zentrale Informationsdrehscheibe der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
© Gerd Pachauer
Newsroom: zentrale Informationsdrehscheibe der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit
ÖA-Führungsteam: Manfred Reinthaler, Anna Freinschlag, Johannes Peham, Andrea Rieger, Stefan Drandijski
© Gerd Pachauer

Die Öffentlichkeitsarbeit des Innenministeriums sieht sich als Servicestelle, um Bürgerinnen und Bürger rasch und verlässlich zu sicherheitsrelevanten Themen zu informieren. Gleichzeitig schafft sie Transparenz und macht das sichtbar, was das Ressort ausmacht: die wertvolle Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Manfred Reinthaler ist seit Juni 2025 mit der geschäftsführenden Leitung der Abteilung I/C/10 Öffentlichkeitsarbeit betraut. „Unsere Abteilung hat eine enorme Bandbreite an Aufgaben und eine hohe Verantwortung“, erklärt er. „Wenn man von Öffentlichkeitsarbeit spricht, denken die meisten an Pressekonferenzen und Interviews. Das sind zwar zentrale Punkte unserer Aufgaben, aber das Spektrum ist viel breiter. Um mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wie auch mit der Öffentlichkeit zeitgerecht zu kommunizieren, braucht es konventionelle und digitale Kanäle, gesicherte Informationen, rasche Kommunikationsflüsse, rechtliches Know-how und ganz viel Kreativität.“ Die Abteilung findet sich in der Gruppe I/C unter der geschäftsführenden Leitung von Johannes Peham und ist in drei Referate gegliedert.

Referat Newsroom.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Referats Newsroom: Vielfältige Zuständigkeiten in interner/externer Kommunikation, Pressedienst, Foto und Video
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Referats Newsroom: Vielfältige Zuständigkeiten in interner/externer Kommunikation, Pressedienst, Foto und Video
© Gerd Pachauer

Wenn im Innenministerium eine Pressekonferenz als Livestream zu sehen ist, auf Social Media aktuelle Inhalte erscheinen oder ressortrelevante Ereignisse binnen Minuten intern sowie extern kommuniziert werden, dann steckt ein Team dahinter, das häufig in aller Stille und hochprofessionell arbeitet: das Referat I/C/10/b Newsroom. Hier, zwischen Monitoren, Redaktionsplänen, Kameras und einem ständigen Blick auf das Nachrichtengeschehen, wird Kommunikation gelebt – tagesaktuell, zielgerichtet und kanal­übergreifend. Was nach klassischer Öffentlichkeitsarbeit klingt, ist in der Realität ein dynamischer Betrieb, der mit kurzer Reaktionszeit, technischer Expertise und einer guten Abstimmung unter den Teams funktioniert.
An der Spitze des Referats steht Anna Freinschlag, die den Bereich fachlich, organisatorisch und strategisch verantwortet. Ihre Aufgaben sind ebenso vielfältig und spiegeln die gesamte Bandbereite moderner Behördenkommunikation wider. Als Informationsdrehschreibe fungiert das Referat unter ihrer Leitung auch gegenüber anderen Einheiten. Dahinter stehen spezialisierte Teams, die sich redaktionell, audiovisuell und technisch mit aktuellen Themen aus unterschiedlichen Perspektiven auseinandersetzen.
Der Newsroom ist die zentrale Informationsdrehscheibe der Abteilung. „Mit der Einführung des Newsroom-Konzeptes haben wir unsere Arbeitsweise als Abteilung grundlegend reformiert und die Öffentlichkeitsarbeit des Innenressorts maßgebend modernisiert“, erklärt Anna Freinschlag. Mit der Adaptierung des Newsroom-Konzeptes speziell für die Behördenkommunikation war das Innenressort mit der Einführung 2020 österreichweit Vorreiter. Das Newsroomteam beobachtet täglich die österreichische Medienlandschaft: von Printmedien über Online-Nachrichten bis hin zu sozialen Netzwerken und den Meldungen der Austria-Presse-Agentur. Ziel ist es, für das Ressort relevante Informationen und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, sachlich zu bewerten und in die proaktive Kommunikation des BMI einzubinden.
Neben dem Monitoring der aktuellen Nachrichtenlage gehört zu den Aufgaben des Newsrooms die Erstellung verschiedener redaktioneller Formate, darunter Entwürfe für Presseaussendungen, Sofortmeldungen per Mail, Morgenjournale sowie Beiträge für die Homepage und die Social-Media-Plattformen des Innenministeriums. Die Tagesorganisation liegt beim Chef oder der Chefin vom Dienst, der oder die zusammen mit dem rotierenden Team für einen reibungslosen Ablauf sorgt. „Das Newsroom-Konzept ist eine Arbeits- und Denkweise, die es uns erlaubt, auf die aktuellen Entwicklungen im Medienbereich angemessen zu reagieren. Dabei wird eine Nachricht für alle Kanäle zentral im Newsroom aufbereitet.“

Presse- und Informationsdienst (PID).

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Presse- und Informationsdienstes
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Presse- und Informationsdienstes
© Gerd Pachauer

Der Fachbereich trägt dazu bei, dass das Innenministerium nach innen und außen kommuniziert. Die zentrale Aufgabe des PID ist es, Informationen zugänglich zu machen – durch Pressespiegel, Medienanalysen, Reporting sowie interne Kommunikationsformate. Als Teil des ÖA-Teams bereitet das PID-Team Informationen auf, beobachtet die Medienlandschaft und analysiert aktuelle Berichterstattung.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen Medientermine – von der Pressekonferenz bis zum Lokalaugenschein – und stimmen sich dabei mit Fachabteilungen, Polizeidienststellen und anderen Organisationseinheiten ab. In schwierigen Lagen bringt der PID seine Erfahrung in der behördenübergreifenden Krisenkommunikation ein – als Teil eines abgestimmten Gesamtsystems. Die Kolleginnen und Kollegen des PID beobachten darüber hinaus das tagesaktuelle Mediengeschehen und geben Einschätzungen zu Kommunikationsfragen ab.

Social-Media-Redaktion – Kommunikation in Echtzeit.

Social-Media-Kommunikation: Information in Echtzei
Social-Media-Kommunikation: Information in Echtzeit
© Gerd Pachauer

Sechs Personen, viele Formate, ein Ziel: Die Social-Media-Redaktion im BMI bringt Inhalte aus dem Ministerium und der Polizei auf den Punkt und veröffentlicht sie dort, wo sich die Öffentlichkeit heute vermehrt informiert: auf Social Media. Ob Instagram-Story, LinkedIn-Post oder Tiktok-Video. Das Team bereitet komplexe Themen verständlich in Bildern auf. Dabei geht es nicht nur um Reichweite, sondern um Relevanz und Verantwortung in einer von Desinformation geprägten Zeit.
Umso wichtiger ist es, verlässliche Inhalte sachlich, nachvollziehbar und leicht zugänglich darzustellen. Stolz ist man vor allem auf den polizeilichen Instagram-Kanal Polizei_im_Bild. Mit 5,5 Millionen monatlichen Aufrufen und über 170.000 Followern ist es der reichweitenstärkste und größte Polizei-Account im deutschsprachigen Raum. ­Livestreams von Pressekonferenzen, die Begleitung von Führungskräften bei öffentlichen Terminen oder spontane Einsätze bei aktuellen Ereignissen gehören genauso zum Aufgabengebiet wie die Arbeit mit tagesaktuellen Themen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt seit 2022 im Recruiting: Das Team tourte mit lokal abgestimmten Kampagnen und kreativen Social-Media-Clips durch alle Bundesländer, um junge Menschen für eine Karriere bei der Polizei zu begeistern.

Online-Redaktion.

Team der Onlineredaktion: Erstellung von professionellem Content
Team der Onlineredaktion: Erstellung von professionellem Content
© Gerd Pachauer

Ob Intranet, Webauftritt oder Printprodukt – in der Online-Redaktion laufen alle Fäden für professionellen Content zusammen. Die Kreativen der Redaktion gestalten Texte für die digitale Kommunikation ebenso wie für Broschüren, Festschriften oder Reden – sie finden für jede Gelegenheit die passenden Worte. Das Online-Team steht für sprachliche Präzision, klare Struktur und zielgruppengerechte Inhalte.

Bildstarke Kommunikation.

Bildstarke Kommunikation: Erstellung von Einsatz- oder Pressefotos
Bildstarke Kommunikation: Erstellung von Einsatz- oder Pressefotos
© Gerd Pachauer

Ob Livestream, Einsatz- oder Pressefoto – viele der visuellen Inhalte, mit denen das Innenministerium oder die Polizei nach außen tritt, entstehen im eigenen Haus. Das Video-Team und das Foto-Team sind dafür verantwortlich, dass Ereignisse, Statements und Botschaften nicht nur dokumentiert, sondern auch professionell in Szene gesetzt werden. Die Aufgaben reichen für das vierköpfige Videoteam von der technischen Umsetzung von Livestreams, etwa bei Pressekonferenzen im Haus wie auswärts oder Auftritten von Führungskräften, bis hin zur Produktion kurzer Videoclips für YouTube oder interne Präsentationen. Auch spontane Aufzeichnungen, etwa von Statements oder Reaktionen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Fachabteilungen gehören zum Alltag. Das Foto-Team mit seinen drei Fotografen ist regelmäßig unterwegs, um Veranstaltungen, Termine und besondere Anlässe fotografisch zu begleiten. Dabei entstehen Bilder, die sowohl für die mediale Berichterstattung als auch für interne Zwecke verwendet werden.

Aktuelles Druckwerk mit Tradition.

„Öffentliche Sicherheit“, offizielles Magazin des Innenministeriums
„Öffentliche Sicherheit“, offizielles Magazin des Innenministeriums
© Gerd Pachauer

Die „Öffentliche Sicherheit“ ist das Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiter-Magazin im Innenressort, richtet sich jedoch auch nach außen, um über alle Bereiche der inneren Sicherheit und verwandte Themen zu informieren.
Im März 1869 gegründet, dürfte die Öffentliche Sicherheit die älteste Fachzeitschrift dieser Art in Europa sein. Seit 1988 besteht das derzeitige Magazin-Format (www.bmi.gv.at/sicherheit  ). Die Auflage beträgt 15.000 Stück. Herausgeber ist das Bundesministerium für Inneres, vertreten durch ein Herausgeber-Komitee, dem die Sektionsleiter sowie weitere Vertreterinnen und Vertreter der Sektionen, Pressesprecherinnen und -sprecher, Vertreterinnen und Vertreter der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit sowie der Chefredakteur angehören. Autorinnen und Autoren sind BMI-Bedienstete und externe Mitarbeitende. In der Redaktion werden Beiträge geplant, recherchiert, verfasst und gesammelt, redigiert und gelayoutet. Die Publikation soll mit Fach- und Hintergrundbeiträgen als Informations- und Wissensmedium für alle Sicherheitsbediensteten dienen.
Trotz neuer, schneller elektronischer Kommunikationsmittel ist die Zeitschrift „Öffentliche Sicherheit“ als Printmedium nach wie vor ein wesentliches Werkzeug in der internen und externen Kommunikation – vor allem in der Rolle als Lieferant von Hintergrundinformationen an alle im Bereich der inneren Sicherheit Tätigen, Meinungsführer und Interessierte. „Unsere Zielgruppen sind neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern themenverwandte Ministerien und Sicherheitsbehörden im In- und Ausland, Medienverantwortliche und Vertreter aus Politik und Sicherheitsunternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger,“ sagt Chefredakteur Siegbert Lattacher. „Ihnen möchten wir regelmäßig exklusive Interviews und interessante Beiträge bieten.“

Strategische Kommunikation und Kreation.

Team des Referats Strategische Kommunikation und Kreation: Zuständig unter anderem für Kommunikationskampagnen, Design, Grafik, Webdesign
Team des Referats Strategische Kommunikation und Kreation: Zuständig unter anderem für Kommunikationskampagnen, Design, Grafik, Webdesign
© Gerd Pachauer

Kommunikation im Behördenumfeld galt lange als nüchtern, sachlich, oft schwerfällig. Das Referat I/C/10/a zeigt, dass es auch anders geht. Unter der Leitung von Andrea Rieger verbindet das Team die Verantwortung einer Behörde mit dem Spirit einer Kreativagentur. Nach dem Motto „Ideen erlebbar machen“ setzt das Referat Kommunikationsmaßnahmen im Bereich Web, Design und Kooperationen ganzheitlich um.

Design, das verbindet.

Design und Grafik: Gestaltung von Kommunikationsmaterialien
Design und Grafik: Gestaltung von Kommunikationsmaterialien
© Gerd Pachauer

Der Fokus des Tätigkeitsbereichs Design und Grafik liegt auf der Gestaltung von Kommunikationsmaterialien, die das Corporate Design des Ressorts widerspiegeln und damit visuell überzeugen. „Unsere Aufgabe ist es, Kommunikationsstrategien visuell erlebbar zu machen – kreativ, prägnant und im Rahmen des vorgegebenen Corporate Designs. So entstehen Produkte, die nicht nur wiedererkennbar sind, sondern auch die Inhalte wirkungsvoll transportieren“, erklärt Vivien Pap. Mithilfe der Grafikkoordination werden Grafikaufträge im Grafikpostfach verwaltet und an Grafikerinnen und Grafiker zur Bearbeitung weitergeleitet. Die Grafikdesignerinnen und -designer kümmern sich um die fachgerechte Abwicklung der Aufträge. Die Auf­tragstypen werden unterschieden in Eventdesign (Roll-ups, Hintergrundwände etc.), Geschäftsausstattung (Briefe, Einladungen, Mappen, Moderationskarten etc.), Urkunden und Dekrete, Logos, Office-Vorlagen (Downloadbereich im Intranet), Plakate und Postkarten, Publikationen (Folder, Broschüren etc.), Info­screens im BMI und bei Veranstaltungen, Postings für die Social-Media-Kanäle des Ressorts sowie Unterstützung des Videoteams, der Webmaster sowie der Online-Redaktion. Abgerundet wird das breite Spektrum durch Kampagnendesigns und Sonderaufträge – sei es eine Kondolenzkarte, ein Kalender oder ein Organigramm.

Strategie, die bewegt.

Erstellung von kommunikationsstrategischen Grundlagen und Konzepten
Erstellung von kommunikationsstrategischen Grundlagen und Konzepten
© Gerd Pachauer

Hauptaufgabe des Fachbereichs Kommunikationsstrategie und Medienkooperationen ist es, die Botschaften des Ressorts strategisch und in kreative Kommunikationskampagnen umzusetzen. Von der Idee über die Planung und Durchführung bis hin zur Analyse und Verrechnung von Kommunikationskampagnen: Das Kampagnen-management hat zum Ziel, Themen und Botschaften des Innenministeriums effektiv zu kommunizieren. Durch Kampagnen und Medienkooperationen (dazu zählen auch Veranstaltungen oder Messen) können Themen des Innenministeriums den Bürgerinnen und Bürgern niederschwellig zugänglich gemacht werden. „Es geht darum, Themen und Informationen so aufzubereiten, dass man auf sie aufmerksam wird und sie verständlich sind – sowohl für Bürgerinnen und Bürger als auch für unsere Kolleginnen und Kollegen“, sagt Alexandra Lichtenwöhrer. 2023 wurde das Print-Sujet der Polizei-Rekrutierungskampagne des Innen­ministeriums mit dem Kurier-Werbe-Amor in Gold ausgezeichnet.
Derzeit liegen die Schwerpunkte in der Rekrutierung und Prävention: Hier unterstützt das Team nicht nur mit Kampagnen, sondern übernimmt auch die Beschaffung notwendiger Materialien – wie etwa Merchandising-Artikel, um die Aktivitäten auszustatten.

Webauftritt.

Das Team Webdesign verantwortet die Webauftritte des BMI – von der zentralen Website bis hin zu den Seiten der nachgeordneten Dienststellen. Damit umfasst der Aufgabenbereich die Entwicklung, Befüllung, Aktualisierung und Pflege aller Plattformen (exklusive Hosting und Backendentwicklung). Auch neue Online-Auftritte werden konzipiert und umgesetzt, um das BMI modern und wirkungsvoll nach außen zu präsentieren.
Im Mittelpunkt steht ein nutzerfreundliches, zeitgemäßes Design, das Inhalte klar strukturiert, ansprechend darstellt und auf allen Endgeräten optimal zugänglich macht. Bestehende Seiten werden kontinuierlich betreut und weiterentwickelt – sei es durch Inhaltsaktualisierungen, Fehlerbehebungen oder die Anpassung an neue technische Standards. Ebenso werden Konzepte und Ideen in konkrete Webkomponenten übersetzt.
Zudem kontrollieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Inhalte regelmäßig auf Barrierefreiheit. „Gute digitale Kommunikation ist einfach, zugänglich und für alle nutzbar – ohne Hürden“, erklärt Erik Schwienbacher. Barrierefreiheit ist deshalb kein Zusatz, sondern ein Grundprinzip: Kontraste, einfache Sprache, klare Navigation – alles wird so gestaltet, dass die Seiten für alle Menschen zuverlässig dargestellt werden.
Gleichzeitig berät und unterstützt das Web-Team Kolleginnen und Kollegen in Webfragen, vergibt Berechtigungen, betreut das Intranet und koordiniert Inhalte auf oesterreich.gv.at.

Bürgerservice und Medienrecht

Team des Referats Bürgerservice und Medienrecht: Zuständig für Bürger anliegen, telefonische Vermittlung im Innenministerium sowie medienrechtliche Fragen
Team des Referats Bürgerservice und Medienrecht: Zuständig für Bürger anliegen, telefonische Vermittlung im Innenministerium sowie medienrechtliche Fragen
© Tobias Bosina

Bürgerservice und Medienrecht ist als Referat I/C/10/c eingerichtet und wird von Stefan Drandijski geleitet. Rechtsfragen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, insbesondere Urheberrecht, Bildrecht, Datenschutz, Markenrechte und deren Verwaltung sind komplex. Auch für die verzwicktesten Fragen in diesen Bereichen gibt es eine kompetente Stelle: Der Fachbereich Medienrecht stellt u. a. die Einhaltung rechtlicher Bestimmungen sicher und kümmert sich um alle rechtlichen Fragen und Anliegen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und als One-Stop-Shop im Bereich Recht am eigenen Bild. „Als Innenministerium stehen wir immer im Fokus der Öffentlichkeit, daher ist eine rechtskonforme Kommunikation das A und O. Wir gewährleisten die rechtliche Begleitung sämtlicher externer Kommunikationsmaßnahmen“, erklärt Drandijski. „Diese reichen von Anfragebeantwortungen über Vertragsangelegenheiten bis hin zum Bereich Social Media, um die Einhaltung aller einschlägigen Gesetze zu gewährleisten.“

Bürgeranliegen.

Bürgerservice: Beantwortung von Bürgeranfragen das BMI betreffend
Bürgerservice: Beantwortung von Bürgeranfragen das BMI betreffend
© Gerd Pachauer

Die Aufgaben des Innenressorts befassen oft die persönlichen Lebensbereiche der Menschen im Land. Daher wird seitens des Ressorts eine Kontakt- und Informationsstelle für die Bürgerinnen und Bürger angeboten: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bürgerservices sind für die Entgegenahme sämtlicher Anfragen aus der Bevölkerung, die das BMI betreffen, verantwortlich. Anliegen können telefonisch oder schriftlich beim Bürgerservice eingebracht werden und können in der Regel innerhalb von 24 Stunden beantwortet werden. Bei Bedarf werden Fachabteilungen eingebunden.
Auch im Krisenfall steht das Bürgerservice dank „Mobile-Agent-Lösungen“ rasch zur Verfügung, bis ein Callcenter aktiviert wird. Die permanente mediale Beobachtung, vor allem im Falle von unerwarteten Entwicklungen, steht ebenfalls auf der Agenda des Bürger­service-Teams, das werktags von Montag bis Freitag von 7:30 bis 15:30 Uhr unter +43 59133/901570 erreichbar ist.

Schnell verbunden.

Schnell verbunden: Telefonvermittlung für die Zentralleitung des Innenministeriums
Schnell verbunden: Telefonvermittlung für die Zentralleitung des Innenministeriums
© Gerd Pachauer

Zum Fachbereich zählt die Telefonvermittlung für die Zentralleitung des Innenministeriums. Die Telefonzentrale ist die primäre Anlaufstelle für sämtliche eingehenden telefonischen Anfragen, die an die Fachabteilungen bzw. Personen weitergeleitet werden. Die Vermittlung ist von Montag bis Freitag von 6 bis 18 Uhr besetzt und kann im Krisenfall ebenfalls rasch aktiviert werden.

Sprecherqualität.

Ressortkommunikation: Patrick Maierhofer, Paul Eidenberger, Kerstin Mitterhuber, Harald Noschiel
Ressortkommunikation: Patrick Maierhofer, Paul Eidenberger, Kerstin Mitterhuber, Harald Noschiel
© Gerd Pachauer

Die Ressortsprechertätigkeit des Innenministeriums umfasst ein breites und anspruchsvolles Aufgabenfeld. „Interviews oder Auftritte in verschiedenen Medienformaten machen dabei nur einen sehr kleinen Teil unserer Arbeit aus“, betont Patrick Maierhofer. Im Zentrum stehen die Bearbeitung und Beantwortung von Medienanfragen aus allen Kanälen – Print, Online, Radio und Fernsehen – sowie die Entwicklung strategischer Konzepte für die Öffentlichkeitsarbeit.
Das Team der Ressortsprecherinnen und -sprecher arbeitet dafür in Abstimmung mit den Sektionen des BMI. Das inhaltliche Spektrum ist weit gefasst: Von öffentlicher Sicherheit über Migration, Asyl und Katastrophenschutz bis hin zu Wahlen, Staatsschutz, Nachrichtendiensten und zahlreichen weiteren inneren Angelegenheiten.
„Unser Anspruch ist es, rasch, transparent, verlässlich und faktenbasiert zu informieren, um das Vertrauen der Bevölkerung zu sichern. Im täglichen Arbeitsalltag, der von einer Vielzahl an Medienanfragen geprägt ist, holen wir die fachlichen Informationen aus den zuständigen Abteilungen ein und bereiten sie mediengerecht und verständlich auf“, erklärt Maierhofer. „Darüber hinaus begleiten und unterstützen wir Vertreterinnen und Vertreter des BMI bei Medienterminen, Pressekonferenzen und Hintergrundgesprächen umfassend inhaltlich und organisatorisch.“

Einheitlich kommunizieren – von ­Wien bis Bregenz.

In der Gesamtkommunikation des BMI spielen die Landespolizeidirektionen eine zentrale Rolle, da sie eigenständig nach außen kommunizieren und die Polizeiarbeit in vielen Fällen ebendort geschieht.
Da aber die Einheitlichkeit der Kommunikation für das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei sehr wichtig ist, ist eine enge Verbindung zwischen LPD und BMI auch bei der Öffentlichkeitsarbeit unumgänglich. Diese Aufgabe übernimmt die „L1-Koordination“. Sie ist der Single Point of Contact für die Öffentlichkeitsarbeit der Landespolizeidirektionen („Büro L1“) sowie zentrale Kommunikationsdrehscheibe für alle relevanten Themen, Ereignisse oder Eingaben zwischen den Stakeholdern auf LPD- sowie auf BMI-Ebene. Vorrangiges Ziel ist die Einheitlichkeit der Kommunikation, die bundesweite Abstimmung der dezentralisierten Öffentlichkeitsarbeit sowie die Servicierung aller Bedarfsträger durch schnelle, direkte und effiziente Kommunikationskanäle, vor allem bei besonderen Vorfällen.
„Die L1-Koordination ist die 24/7-Service- und Unterstützungsstelle für die Polizei in den Bundesländern und mittlerweile ein zentraler Bestandteil der Kommunikationsagenden des Innenressorts“, erklärt L1-Koordinator Paul Eidenberger.
Die regulären Tätigkeiten sind sehr breit gefächert, umfassen aber exemplarisch:
Das proaktive Anbieten von themenbezogenen Inhalten für die Außenkommunikation der Landespolizeidirektionen, welche einer bundesweiten Abstimmung aufgrund von Überregionalität bedürfen.

  • Die konkrete Unterstützung bei polizeilichen Lagen durch kommunikationsspezifische Expertise und je nach Anlass auch Vor-Ort-Unterstützung (z. B. Terror, Amok, aber bspw. auch Elementarereignisse etc.) sowie Entscheidungsfindung über die Frage „One Voice“, Taktik und Strategie bei komplexen Kommunikationslagen (klassische Krisenkommunikation).
  • Die Weiterentwicklung des „Handwerks“ Öffentlichkeitsarbeit und das Zurverfügungstellen von einschlägigen Materialien zur fortlaufenden Weiterentwicklung und Professionalisierung der hohen Standards der Öffentlichkeitsarbeit des Hauses.

Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 11-12/2025

 Druckversion des Artikels (pdf, 1,3 MB)

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