GEMEINSAM.SICHER gegen Betrug
Betrugsmaschen erkennen
Pilotprojekt „Achtung Betrug“: Aufklärung und Sensibilisierung über gängige Betrugsarten
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Im Pilotprojekt „Achtung Betrug“ – einer Initiative der Oesterreichischen Nationalbank und des Bundesministeriums für Inneres – wurde über Finanzbetrug aufgeklärt.
Die Digitalisierung, aber auch Entwicklungen digitaler Bedrohungen schreiten voran, was vor allem für Menschen älterer Generationen Herausforderungen mit sich bringen kann. Zu jenen zählt die ständige Gefahr, Opfer von Betrug zu werden. Oft verwenden Kriminelle listige Methoden (auch mit dem Einsatz von KI), um Opfer um ihr Geld zu bringen.
Um diesen Herausforderungen und Gefahren entgegenzuwirken, startete GEMEINSAM.SICHER mit unserer Polizei in Kooperation mit der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) das Pilotprojekt „Achtung Betrug!“, das im Rahmen der Initiative „Sicher Bezahlen“ entstand.
Chefinspektorin Stefanie Jäger klärte über Betrugsarten auf und gab Tipps
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Als Pilotmaßnahme wurde das Projekt erstmals an zwei verschiedenen Schauplätzen in Wien umgesetzt. Ersterer war die AHS Heustadlgasse, an der am 23. Juni 2025 Vertreterinnen und Vertreter des BMI und der OeNB Vorträge zu den Themen Kriminalprävention und barrierefreier Kommunikation hielten. Die Schülerinnen und Schüler der AHS lernten den Sicherheitsbeauftragten der Polizei („Grätzlpolizisten“) kennen und wurden mit zentralen Themen des Projekts, zu denen mögliche Arten von Betrug zählen, vertraut gemacht. Anschließend brachten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Menschenrechtsabteilung des BMI den Schülerinnen und Schülern Methoden der barrierefreien Kommunikation näher. Am darauffolgenden Tag sollten die Schülerinnen und Schüler die erlernten Inhalte an Seniorinnen und Senioren vermitteln.
Zusammentreffen zweier Generationen.
Am 24. Juni 2025 verlagerte sich der Schauplatz in die Seniorenwohngruppe Sonnwendviertel im 10. Wiener Bezirk. Bei Gesprächen konnten die Schülerinnen und Schüler und die Bewohnerinnen und Bewohner einander kennenlernen und sich über persönliche Erfahrungen mit Betrug austauschen. Nach Präventions-Vorträgen der OeNB und der Polizei folgte eine Gruppenarbeit, bei der die Teilnehmenden Lösungskonzepte zum Umgang mit verschiedenen Betrugsformen ausarbeiteten, die am zweiten Projekttag von den AHS-Schülerinnen und -Schülern präsentiert wurden.
Betrug.
Austausch zwischen jungen und älteren Menschen im Seniorenwohnheim
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Zu den häufigsten Arten von Betrug zählen der Enkel-/Neffen-Trick, falsche Polizisten, Liebesschwindel („Love-Scam“), Phishing oder Kreditkartenbetrug. Betrügerinnen und Betrüger bringen ihre Opfer in Situationen, in denen sie gezwungen sind, unter Druck Entscheidungen zu treffen. Dabei wird meist eine Notsituation vorgespielt, in der es darum geht, vermeintlichen Familienmitgliedern, Polizeibeamten oder Partnerinnen und Partner möglichst schnell Geld zukommen zu lassen.
Die Initiative soll in der Bevölkerung Bewusstsein über Finanzbetrug schaffen und diese über mögliche Anzeichen und Vorsichtsmaßnahmen bei Betrugsfällen aufklären. Im Rahmen des Projekts sollen die Schülerinnen und Schüler sowie Pensionistinnen und Pensionisten Wissen über Finanzbetrug erhalten und dieses als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren an ihre Familien- und Freundeskreise weitervermitteln. Neben der Betrugsprävention waren die richtige Anwendung von barrierefreier Kommunikation sowie Vertrauensbildung zur Polizei Kernpunkte dieses Projekts.
Marina Perkovic
Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 11-12/2025
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