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  2. Ausgabe 7-8/2025
  3. Kriminalitätsbekämpfung

Kriminalitätsbekämpfung

Schlepperbande zerschlagen

Eine internationale Schlepperbande brachte Tausende Menschen über die Balkanroute nach Europa – das Geld floss über geheime Zahlungsnetzwerke. Die Ermittlungen offenbarten, welche Rolle Hawala-Büros in der kriminellen Logistik spielen.

Ende einer Schlepperfahrt in Bruck an der Leitha:
Ende einer Schlepperfahrt in Bruck an der Leitha:
© Polizei

Kriminalbeamten des Bezirkspolizeikommandos Urfahr-Umgebung (Oberösterreich) gelang es, in der Operation „Kobane“ mit Kolleginnen und Kollegen des Bundeskriminalamts (BK) Wien und der Landeskriminalämter Wien und Steiermark eine internationale Schlepperbande auszuforschen. Unterstützt wurden sie von Kolleginnen und Kollegen der deutschen Bundespolizei am Flughafen München sowie von Polizeibehörden in mehreren europäischen Ländern.
Ausgangspunkt war ein Aufgriff im Oktober 2023: Eine Kriminaldienst-Streife stoppte in der Nähe von Walding in Oberösterreich einen irakischen Fahrer aus Schweden, der 17 Menschen – darunter zwölf Kinder – illegal nach Deutschland bringen wollte. Zeitgleich griff die deutsche Bundespolizei ein weiteres Fahrzeug im bayerischen Grenzgebiet mit drei Geschleppten auf. Was nach einer einzelnen Schleusung aussah, entpuppte sich als Spitze eines europaweiten Netzwerks.

Organisiertes Netzwerk.

Die Ermittlungen offenbarten ein professionell organisiertes, arbeitsteiliges System mit Strukturen und hoher krimineller Energie. Die illegal transportierten Menschen – häufig Frauen und Kinder – waren während des Transports mit oft technisch desolaten und teils nicht zugelassenen Fahrzeugen erheblich gefährdet.
Im Laufe der Ermittlungen wurden 20 Mobiltelefone, mehrere Terabyte Daten und Zehntausende Chatnachrichten sichergestellt und ausgewertet. Diese Auswertungen und grenzübergreifende Ermittlungen ergaben, dass die Organisation – bestehend aus mindestens 30 Mitgliedern überwiegend syrischer Herkunft – für rund 2.000 Schleusungen zwischen Frühjahr und November 2023 verantwortlich war. Angehörige der Schlepperorganisation, die mit den Behörden kooperieren wollten, wurden bedroht, gefoltert und schwer misshandelt. Die Einnahmen des Netzwerks werden auf vier Millionen Euro geschätzt.
Wien war das logistische Zentrum, wo unter anderem Schleuserfahrer aus Schweden und Dänemark, Koordinatoren, Wohnungsvermittler für „Bunkerwohnungen“, ein Fuhrparkverwalter sowie sieben Hawaladare (Geldauszahler) agierten. Im Landesgericht Passau wurde der Haupttäter im November 2024 zu fünfeinhalb Jahren Haft, in Wien drei weitere Täter zu unbedingten Haftstrafen verurteilt.

Hawala-Büros – Millionentransfer ohne offizielle Spuren.

Sichergestelltes Geld im Fahrzeug der beiden festgenommenen Täter der Schlepperorganisation Kobane, die für die Organisation die „Hawala“-Geldtransaktionen durchführten
Sichergestelltes Geld im Fahrzeug der beiden festgenommenen Täter der Schlepperorganisation Kobane, die für die Organisation die „Hawala“-Geldtransaktionen durchführten
© Polizei

Bei den Ermittlungen rund um die Operation wurde deutlich, welche Rolle parallele Finanzstrukturen innerhalb des Schleppersystem spielen. Mindestens fünf Schattenfinanzzentren wurden in Wien und der Steiermark identifiziert. Sie agierten im Verborgenen – getarnt als Restaurants, Gewerbebetriebe oder private Haushalte.
„Hawala“ ist ein arabischer Begriff für „Überweisung“ und beschreibt ein auf Vertrauen basierendes System zur Geldübermittlung, das ohne Banken, Konten oder offizielle Nachweise funktioniert: Ein Schleuser zahlt Bargeld in Wien ein, ein Code wird vergeben, und der Empfänger kann das Geld in Syrien, der Türkei oder anderswo anonym beheben. Die Verrechnung erfolgt abseits jeglicher Aufsicht – entweder durch weitere Einzahlungen, Gegengeschäfte oder Bargeldtransporte mittels Kuriere.

Erhebliches Dunkelfeld.

Für die Strafverfolgungsbehörden stellen Hawala-Büros eine Herausforderung dar. Angezeigt werden Hawaladare wegen Geldwäsche. Für eine Verurteilung muss nachgewiesen werden, dass der oder die Betroffene wusste, oder zumindest ernsthaft damit gerechnet hat, dass das Geld aus einer Straftat stammt und er es im Auftrag Krimineller weiterleitet. Das gestaltet sich in den Ermittlungen oft schwierig.
Informelle Zahlungs- und Überweisungssysteme bergen im Hinblick auf Geldwäsche ein Risiko, sind jedoch auch in anderen Kriminalitätsbereichen wie etwa Schlepperei oder Suchtmittelhandel gegeben. In polizeilichen Ermittlungen – beispielsweise bei Hausdurchsuchungen – erhält die Kriminalpolizei oft Hinweise auf Hawala-Tätigkeiten . Angesichts der intransparenten Struktur dieser Systeme ist von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen.

Erste Verurteilungen in Österreich.

Insgesamt wurden sieben „Hawaladare“ ausgeforscht. Drei von ihnen befinden sich in Untersuchungshaft. Am 30. April 2025 wurden zwei syrische Mittäter am Landesgericht Graz rechtskräftig verurteilt – wegen ihrer zentralen Rolle bei den Geldtransfers für das Schleppersystem. Acht Monate der zweijährigen Strafe müssen sie unbedingt verbüßen. Es sind die ersten Urteile in Österreich im Zusammenhang mit kriminellen Hawala-Geldtransfers.

Markus Kefer


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 7-8/2025

 Druckversion des Artikels (pdf, 170 kB) 

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