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  2. Ausgabe 5-6/2025
  3. Jugendprävention

Jugendprävention

Zuhören und aufklären

Jugendkontaktbeamtinnen und -beamte des Stadtpolizeikommandos Linz wollen mit ihrer Arbeit Jugendliche davor bewahren, in die Kriminalität abzugleiten.

Die Jugendkontakt-Beamtinnen und -Beamten agieren in Kontakt- und Kommunikationsstreifen
Die Jugendkontakt-Beamtinnen und -Beamten agieren in Kontakt- und Kommunikationsstreifen
© Michael Dietrich
Die Jugendkontakt-Beamtinnen und -Beamten agieren in Kontakt- und Kommunikationsstreifen
In einem Jukob-Kommunikationsseminar wurde vermittelt, wie man Jugendliche besser erreicht und Konflikte effektiver löst © Michael Dietrich

Ich habe eigentlich nur Stress gehabt – mit der Schule, mit meinen Eltern, mit mir selbst. Aber die Polizistin hat mir zugehört. Einfach nur zugehört.“ Ein 16-Jähriger blickt zurück auf ein Gespräch, das ihm sehr geholfen hat. Kein Verhör, keine Anzeige, keine Sanktion, sondern ein Gespräch mit einer Jugendkontaktbeamtin in Zivil, auf Augenhöhe, mit echtem Interesse. Solche Momente sind es, die den Alltag der Jugendkontaktbeamten-(Jukob)-Gruppe des Stadtpolizeikommandos Linz prägen. Die Jukob-Mitglieder wurden 2024 mit dem zweiten Platz bei der Verleihung des KSÖ-Sicherheitspreises ausgezeichnet.
Gegründet im Jahr 2009, ist die Jukob-Gruppe heute ein fest etablierter Bestandteil des Stadtpolizeikommandos Linz. Unter der Leitung von Bezirksinspektorin Alexandra Grafeneder setzen 14 Beamtinnen und Beamte neben ihrem uniformierten Streifendienst ein klares Zeichen für moderne und innovative Polizeiarbeit: präsent, vernetzt, vorbeugend.
„Die Jugendkontaktbeamtinnen und -beamten sind starke Brückenbauer zur jungen Generation. Sie begegnen Jugendlichen auf Augenhöhe – ganz gleich, ob sich diese in einer schwierigen Phase befinden, Orientierung brauchen oder einfach das Gespräch mit uns suchen. Die Jukobs hören zu, nehmen wahr und greifen dort ein, wo es notwendig ist – ohne zu stigmatisieren“, sagt Landespolizeidirektor Andreas Pilsl. Die Jukob-Gruppe ist organisatorisch im Kriminalreferat des Stadtpolizeikommandos Linz angesiedelt und agiert über Dienststellengrenzen hinweg. Ihr Auftrag: Jugendkriminalität vorzubeugen.

Fakten schaffen Vertrauen.

Alexandra Grafeneder: „Jugendlichen mangelt es oft an Perspektiven und Strukturen.“
Alexandra Grafeneder: „Jugendlichen mangelt es oft an Perspektiven und Strukturen.“ © Michael Dietrich

Die Stärke der Jukob-Gruppe liegt in der Kombination aus Szenekenntnis, kriminalpolizeilicher Erfahrung und jugendspezifischer Kommunikationskompetenz. Dabei werden den Jukobs von Verantwortlichen der Landespolizeidirektion Oberösterreich passgenaue Fortbildungen bereitgestellt, etwa zur Weiterentwicklung kommunikativer Kompetenzen im Umgang mit Jugendlichen.
In Gesprächen mit Jugendlichen, manchmal mit sogenannten Mehrfach- und Intensivtätern, wird nicht belehrt, sondern erklärt. Es wird zugehört und die Situation der Jugendlichen kann oft nachvollzogen werden. Doch Verständnis bedeutet nicht Einverständnis: Wenn es notwendig ist, zeigen die Jukobs Kante – mit verbindlicher Nähe, aber unmissverständlich in der Sache. Es geht auch um Normverdeutlichung: Was ist richtig, was falsch? Welche Konsequenzen folgen? Welche Handlungsalternativen gibt es?
„Es ist unser Ziel, Jugendlichen Wege aus der Delinquenz zu zeigen – und sie dabei zu unterstützen, diese auch zu gehen“, erklärt Alexandra Grafeneder. Das geschieht nicht vom Schreibtisch aus, sondern im Kontakt: an Hotspots, in Jugendzentren, bei Veranstaltungen, bei Streifengängen in Zivil. Die Probleme von Jugendlichen sind laut Grafeneder oft Perspektivlosigkeit und fehlende Strukturen.

Vernetzt denken, gemeinsam handeln.

Ein zentraler Aspekt der Arbeit ist die enge Kooperation mit Schulen, Streetworkern, Jugendvereinen, der Kinder- und Jugendhilfe, der Staatsanwaltschaft und vielen anderen Institutionen. Nur so kann es gelingen, ein umfassendes Lagebild zur Jugendkriminalität zu erstellen und passgenaue Maßnahmen zu setzen.
Brigadier Klaus Hübner, Stadtpolizeikommandant von Linz, ist es ein Anliegen, den Jugendkontaktbeamtinnen und -beamten möglichst viel Handlungsspielraum zu geben – abseits der oft engen Rahmenbedingungen des Streifendienstes und doch eingebettet in die Linie des Stadtpolizeikommandos. „Ihr zusätzliches Engagement und ihre hohe Einsatzbereitschaft ermöglichen ein Projekt, das in der Bevölkerung nachhaltige Wirkung entfaltet“, sagt Hübner.
Die Jugendkontakt-Beamtinnen und -Beamten sind in Zivil unterwegs und agieren in Kontakt- und Kommunikationsstreifen. Sie suchen das Gespräch mit Jugendlichen, zeigen Präsenz, greifen auf Szenekenntnisse zurück und werden zu Vertrauenspersonen. Es gelingt ihnen oft, Konflikte zu beenden, bevor sie eskalieren. Dabei stehen vier Aufgabenbereiche im Zentrum: Vernetzung, Information, Prävention und Ermittlung.

Jugendkontaktbeamtinnen und- beamte sind neben dem regulären Polizeidienst im Einsatz
Jugendkontaktbeamtinnen und- beamte sind neben dem regulären Polizeidienst im Einsatz © Michael Dietrich

Die Präsenz der Jukobs sowie ihre ausgeprägten Szenekenntnisse zeigen Wirkung: Einige Jugendliche ändern nach Gesprächen mit den Jukob-Beamtinnen und -Beamten ihr Verhalten. Der Polizei wird mit Respekt und Offenheit begegnet. Schulen und soziale Einrichtungen schätzen die Expertise der Gruppe, die ihnen hilft, Jugendliche in schwierigen Lebenslagen richtig weiterzuvermitteln. Auch innerhalb der Polizei profitieren Dienststellen vom Wissen der Jukobs: Sie liefern Lagebilder, beraten bei konkreten Fällen, unterstützen bei Ermittlungen und forschen Täter aus. Die Arbeit der Jukob-Gruppe lebt vom persönlichen Einsatz. Es gibt keine Standardschablone für den Umgang mit Jugendlichen. Das verlangt Fingerspitzengefühl und eine hohe soziale Kompetenz. „Sie spüren, ob du ehrlich bist. Und sie merken, ob du nur deinen Auftrag erfüllst oder echt interessiert bist, und was bewegen willst“, sagt Alexandra Grafeneder. Die Tätigkeit als Jugendkontaktbeamter ist eine zusätzliche Verantwortung, die neben dem regulären Polizeidienst wahrgenommen wird. Das zeigt: Die Mitglieder dieser Gruppe bringen nicht nur zusätzliche Energie mit, sondern auch Herzblut. Jukob-Tage sind bewusst reserviert für Streifen, Gespräche, Vernetzung und Analysen. Auch im Nachtdienst ist die Gruppe unterwegs, etwa bei Veranstaltungen oder an Brennpunkten.
Die Jukob-Gruppe zeigt, wie moderne Polizeiarbeit aussehen kann: menschlich, vernetzt, analytisch und gleichzeitig empathisch. Sie steht für eine Polizei, die nicht nur kontrolliert, sondern begleitet, nicht nur einschreitet, sondern präventiv wirkt. In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis wichtiger denn je sind, setzt die Jukob-Gruppe ein starkes Zeichen. Für eine Jugend, die Chancen und offene Ohren verdient und gleichzeitig klare Ansagen und Grenzen braucht.

Alexander Riedler


​Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 5-6/2025

 Druckversion des Artikels (pdf, 373 kB)

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