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Wien

Zwischen Kult und Kriminalität

Favoriten ist weit über die Grenzen Wiens bekannt. Der zehnte Wiener Bezirk ist die Heimat von rund 220.000 Menschen. Er liegt in der Einwohnerzahl zwischen den Landeshauptstädten Graz und Linz.

Wien-Favoriten: In den besonders frequentierten Orten werden regelmäßig Streifen und Schwerpunktkontrollen durchgeführt
Wien-Favoriten: In den besonders frequentierten Orten werden regelmäßig Streifen und Schwerpunktkontrollen durchgeführt © Gerd Pachauer
Reumannplatz: Das Maßnahmenbündel mit mobiler Überwachung, Schutzzonen und Waffenverbot zeigt Wirkung
Reumannplatz: Das Maßnahmenbündel mit mobiler Überwachung, Schutzzonen und Waffenverbot zeigt Wirkung © Bernhard Elbe

Favoriten ist weit über die Grenzen Wiens bekannt. Der zehnte Wiener Bezirk ist die Heimat von rund 220.000 Menschen. Er liegt in der Einwohnerzahl zwischen den Landeshauptstädten Graz und Linz. Benannt ist Favoriten nach dem kaiserlichen Sommerschloss Favorita, in dem sich heute das Theresianum-Gymnasium in Wien-Wieden befindet. Vor 150 Jahren wurde der Bezirk in Wien eingemeindet, er war der erste, der außerhalb des Linienwalls – des heutigen Gürtels – lag. Ein Umstand, der den Bezirk nachhaltig prägte: Aufgrund der Verzehrsteuer verteuerten sich die Lebenserhaltungskosten innerhalb des Linienwalls. Das führte dazu, dass außerhalb Massenzinshäuser mit niedrigen Mieten entstanden, in denen sich Arbeiterinnen und Arbeiter niederließen. Parallel entwickelten sich die Industriestandorte in den Gebieten des heutigen Favoriten, Meidling und Simmering. Auch heute noch leben im 10. „Hieb“ – wie Arbeiterbezirke in Wien im Volksmund genannt wurden – hauptsächlich Menschen mit geringem Einkommen.
Und es sind viele Menschen: Favoriten mit seinen 220.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt zwischen den Landeshauptstädten Graz und Linz. Mehr als die Hälfte der Menschen, die in Favoriten leben, hat Migrationshintergrund. Das alles sind Faktoren, die die Arbeit der Polizistinnen und Polizisten im 10. Bezirk herausfordernd gestalten. „Wer sich nach der Polizeiausbildung für den Dienst in Favoriten entscheidet, ist in der Regel höchst motiviert“, erklärt Oberst Wolfgang Schererbauer, Stadtpolizeikommandant von Favoriten, der selbst im Bezirk aufgewachsen ist. „Es ist kein Geheimnis, dass das Arbeitsaufkommen in unserem Bezirk enorm hoch ist. Viele Kolleginnen und Kollegen geraten oft an ihre Grenzen. Es gibt nie einen Leerlauf, die Aufgaben sind breit gefächert und die Schlagzahl der Einsätze ist hoch – eine Amtshandlung löst in der Regel die nächste ab.“

Favoriten hat viele Facetten.

Polizeieinsatz nach dem Fund einer Leiche in einem Koffer auf der Quellenstraße in Wien-Favoriten
Polizeieinsatz nach dem Fund einer Leiche in einem Koffer auf der Quellenstraße in Wien-Favoriten
© APA / Max Slovencik

Der Bezirk reicht vom Wienerberg samt Naherholungsgebiet und Triester Straße über den Verteilerkreis mit der Generali Arena, den Laaer Berg mit dem Böhmischen Prater, dem Kurbad Oberlaa mit der Therme Wien bis hin zum Sonnwendviertel mit rund 5.500 neu geschaffenen Wohnungen samt Bildungscampus und Hautbahnhof. Die mediale Aufmerksamkeit richtet sich vorrangig auf den Bereich zwischen Kepler- und Reumannplatz. Hier hat sich eine Suchtgiftszene mit rivalisierenden, ethnisch unterschiedlichen Gruppen angesiedelt. Das Konfliktpotenzial ist hoch und es wird auch vor Gewalttätigkeiten nicht zurückgeschreckt. Aufgrund der Begleit- und Beschaffungskriminalität können Anrainer, Geschäftsleute und Kunden in Mitleidenschaft gezogen werden.
„Diese Hotspots sind sehr arbeitsintensiv, das Gegenüber ist oft gewaltbereit und das Einschreiten entsprechend gefährlich, weshalb wir in diesen Bereichen meist in Gruppenstärke auftreten. Wir versuchen, mit enormem Kontrolldruck und Schwerpunktaktionen die Kriminalität zurückzudrängen. Das Maßnahmenbündel mit mobiler Überwachung, Schutzzonen und Waffenverbot zeigt Wirkung und erleichtert uns unser Einschreiten. Wir brauchen aber mehr Polizistinnen und Polizisten für unsere Aufgaben im Bezirk“, betont Schererbauer. „Neben dem Kampf gegen die Drogenkriminalität und Jugendbanden, haben wir weitere Herausforderungen. Österreichweit haben wir im Bezirk die höchste Zahl an Betretungs- und Annäherungsverboten, das sind Amtshandlungen, die sehr zeitintensiv sind. Der Hauptbahnhof wird täglich von 130.000 Menschen frequentiert. Er ist nicht nur Bahnhof, sondern auch Einkaufszentrum und sorgt neben einer hohen Anzahl an Ladendieben für Anzeigen wegen Taschendiebstahls. „Reisende, die auf der Fahrt bestohlen worden sind, erstatten bei uns Anzeige. Die Ausstiegstelle gilt als Tatort, wenn der Diebstahl nicht beobachtet und auf einen Ort eingegrenzt werden kann. Die Zusammenarbeit mit den ÖBB funktioniert einwandfrei, Auskünfte und Beschwerden werden oft schon vom dortigen Sicherheitsdienst erledigt. Sobald es eine Gesetzesübertretung gibt oder Probleme nicht geklärt werden können, muss die Polizei vor Ort sein.“
Neben der Repression setzen die Beamtinnen und Beamten in Favoriten auf Prävention. 20.000 Schülerinnen und Schüler werden in Favoriten unterrichtet. „Ich treffe mich einmal im Jahr mit allen Direktorinnen und Direktoren und der Bezirksvertretung. Wir versuchen, so früh wie möglich festzustellen, wo der Schuh drückt und wie von wem mit welchen Maßnahmen entgegengesteuert werden kann“, berichtet Schererbauer. „Kennenlernen, Vernetzung und gegenseitiges Vertrauen sind notwendig für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Gemeinsam.Sicher-Grätzelpolizistinnen, und -polizisten sowie Präventionsbeamtinnen und -beamte leisten einen wertvollen Beitrag. Leider stoßen wir auch in diesen Bereichen an unsere personellen Grenzen, weil die meisten der Präventionsbediensteten auch PI-Ermittlerinnen und PI-Ermittler sind und Akten gerichtsfertig erledigen.“

Wie lebt es sich im 10. Bezirk?

Hauptbahnhof Wien-Favoriten: Im Einkaufszentrum auf dem Areal des Bahnhofs hat es die Polizei vor allem mit Laden- und Taschendiebstählen zu tun
Hauptbahnhof Wien-Favoriten: Im Einkaufszentrum auf dem Areal des Bahnhofs hat es die Polizei vor allem mit Laden- und Taschendiebstählen zu tun © Gerd Pachauer

„Ich wohne seit viereinhalb Jahren in Favoriten, direkt am Reumannplatz“, erzählt der 22-jährige Matthias, der aus Vorarlberg für sein Studium nach Wien gezogen ist. „Ich lebe gerne hier, das Angebot an Lokalen, Imbissstuben, Geschäften ist groß und günstig. Es ist immer etwas los und ich mag die unterschiedlichen Kulturen um mich herum.“ Matthias studiert und arbeitet in der Innenstadt. „Als ich nach Favoriten kam, hatte ich bereits eine Vorstellung, wie der Bezirk sein würde – er ist weit über die Bundeslandgrenzen hinaus ein Begriff. Die Erwartungen wurden erfüllt, ich finde es ist hier lauter, bunter, schmutziger als anderswo in Wien“, sagt Matthias. „Fühle ich mich sicher in Favoriten? Ich bemerke, dass ich mich anders verhalte, je nachdem ob ich im 1. oder im 10. Bezirk unterwegs bin. Ich habe schon viele Vorfälle vor meiner Haustüre beobachtet und bin entsprechend vorsichtig. Angst habe ich aber keine, denn es ist immer viel Polizeipräsenz am Platz, das fällt mir besonders positiv auf.“

319 Polizistinnen und Polizisten sind derzeit in Favoriten eingesetzt. Notwendigkeiten, wie mehr Kolleginnen und Kollegen und weniger Bürokratie sind hier dieselben, wie in der gesamten Polizei – nur auf geballtem Raum. „Ich bin froh über die Aufnahmeoffensive, die verbesserte Ausrüstung und die Vereinfachungen, die es bisher beim Verwaltungsaufwand gegeben hat“, sagt Schererbauer. „Dass neue Polizistinnen und Polizisten Favoriten meiden, stelle ich nicht fest. Wenn jemand frisch in den Bezirk kommt, frage ich nach den Beweggründen. Die neuen Kolleginnen und Kollegen berichten, dass sie sich für Favoriten melden, weil sie viel lernen und erleben wollen. Das ist hier auf jeden Fall möglich“, sagt Schererbauer. „Was neben dem Arbeitsaufwand ebenso groß ist, ist der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen. Wenn man ein mächtiges Gegenüber hat, muss man an einem Strang ziehen und das tun wir hier.“

Wolfgang Schererbauer: „Wer sich für den Dienst in Favoriten entscheidet, ist in der Regel höchst motiviert.“
Wolfgang Schererbauer: „Wer sich für den Dienst in Favoriten entscheidet, ist in der Regel höchst motiviert.“
© Bernhard Elbe

Maria Rennhofer-Elbe/Herbert Zwickl


​Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 5-6/2025

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