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  2. Ausgabe 3-4/2025
  3. Integrität im Sport

Integrität im Sport

Gemeinsam gegen Wettbetrug

Das Büro Integrity in Sports Unit des Bundeskriminalamtes kämpft seit 2010 gegen Doping, Match­fixing und Arzneimittelkriminalität. In Kooperation mit dem Verein Play Fair Code wird gegen Wettbetrug vorgegangen.

Das Ziel des Vereins „Play Fair Code“ und seiner Partner ist es, saubere und manipulationsfreie Wettbewerbe zu gewährleisten
Das Ziel des Vereins „Play Fair Code“ und seiner Partner ist es, saubere und manipulationsfreie Wettbewerbe zu gewährleisten
© Daniel Reinhardt/DPA/picturdesk.com

Die Manipulation von Sportwettkämpfen und Wettbetrug sind globale Herausforderungen, die das Vertrauen in den Sport untergraben und kriminelle Netzwerke profitieren lassen. In Österreich wird dieser Bedrohung mit einem mehrdimensionalen Ansatz entgegengetreten. Das Büro 3.1.6 (Integrity in Sports Unit) des Bundeskriminalamts (BK) leitet seit 2010 Ermittlungen in den Bereichen Doping, Matchfixing und Arzneimittelkriminalität. Doch neben Repression braucht es auch Prävention, weshalb das BK 2012 eine Kooperation mit dem Verein zur Wahrung der Integrität im Sport (VWIS) einging. Der Verein wurde auf Initiative des seinerzeitigen Sportministeriums, des Österreichischen Fußballbundes (ÖFB) und der Österreichischen Fußballbundesliga gegründet, und tritt nach außen auch mit dem Namen Play Fair Code auf.

Manipulierte Fußball- und Tennismatches.

2021 ging ein anonymer Hinweis aus Fernost im Büro Integrity in Sports Unit ein, das von Chefinspektor Franz Schwarzenbacher seit seiner Gründung geleitet wird, und brachte das zehnköpfige Team auf die Spur einer international agierenden Tätergruppierung in Österreich, Ungarn, Tschechien und Slowenien, die Fußball- und Tennismatches manipulierten und am internationalen Wettmarkt entsprechende Wetten platzierten. In Zusammenarbeit mit dem Sportdienstleiter Sportradar wurden Ermittlungen eingeleitet. Im ersten Anlauf konnten der Tätergruppe bis November 2021 insgesamt 15 manipulierte Fußballspiele aus dem ÖFB-Cup und der Regionalliga-Ost mit einer Schadenssumme von mehr als 400.000 Euro nachgewiesen werden. Im November erfolgte der Zugriff, bei dem sieben Spieler sowie Mittelsmänner festgenommen und zahlreiche Hausdurchsuchungen durchgeführt wurden. Der Auftraggeber – ein ehemaliger Profifußballspieler aus Slowenien – konnte aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Bulgarien festgenommen und nach Österreich ausgeliefert werden. Im ersten Gerichtsverfahren durch das Landesgericht Graz wurden 13 von 15 Angeklagten erstinstanzlich, zum Teil bereits rechtskräftig, verurteilt. Aufgrund der noch andauernden internationalen Ermittlungen im Rahmen eines Joint Investigation Teams (JIT) konnte das gesamte Netzwerk aufgedeckt werden. Das nachgewiesene Transaktionsvolumen der organisierten Tätergruppe beträgt mehr als 450 Millionen Euro. Allein in Österreich waren und sind rund 60 manipulationsverdächtige Spiele Gegenstand von Ermittlungen. Weitere Gerichtsverfahren sind in Vorbereitung. Im Rahmen der Ermittlungen konnten auch Querverbindungen zu einem großen Manipulationsfall in der österreichischen Basketball Bundesliga hergestellt werden. Hier sollen zwischen 2017 und 2020 mindestens 16 Matches manipuliert worden sein.

Vorreiter gegen Spielmanipulation.

Play Fair Code - Integrity Wins (Logo)
© Play Fair Code, Andrea Schütz

„Österreich zählt zu den Vorreitern gegen Spielmanipulation“, erklärt Franz Schwarzenbacher. „Wir arbeiten nicht nur national mit verschiedenen Kooperationspartnern, wie Play Fair Code, Sportradar oder der Nationalen Anti-Doping Agentur Austria (NADA) zusammen, sondern können auch bei internationalen Ermittlungen auf ein gut funktionierendes Netzwerk sowie auf Europol und Interpol zählen.“ Durch die internationale Vernetzung der Tätergruppen erweisen sich Ermittlungen als sehr zeit- und ressourcenintensiv.
Da oft rechtliche Rahmenbedingungen hinsichtlich des technischen und digitalen Fortschritts unserer Zeit erst angepasst werden müssen, strebt Play Fair Code die Ratifizierung der Europaratskonvention gegen Spielmanipulation weiter an. „Dieser rechtliche Katalog unterstützt die gängige Praxis des internationalen Informationsaustausches unter den Ermittlungsbehörden in Match-Fixing-Fällen“, sagt Vereinspräsident Präsident Friedrich Stickler.

Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt.

Der Verein ist eine Einrichtung, die in ganz Europa geschätzt wird. Durch die 2012 eingerichtete Kooperation mit der Polizei unter der Leitung von BK-Direktor General Mag. Andreas Holzer, MA einem Förderer und Unterstützer von Play Fair Code seit Beginn, wurden mehrere Spielmanipulationen aufgeklärt. Darüber hinaus wurden gemeinsame Projekte und Schulungen für Polizistinnen und Polizisten entwickelt. Im letzten Jahr wurde eine zweitägige Veranstaltung gemeinsam mit dem Innenministerium abgehalten.
„Es geht um die Sensibilisierung und um die Bereitstellung von Informationen und Fachwissen über Matchfixing und Wettbetrug für eine Strafverfolgung. Den Teilnehmenden werden aus der gemeinsamen Expertise Wissen und Hintergrundinformationen für Ermittlungsarbeit vermittelt“, erklärt Geschäftsführer Moritzer. Das sei wichtig, um die Polizistinnen und Polizisten zu sensibilisieren, damit der Sachverhalt dem Bundeskriminalamt schnell übermittelt wird.
Auch 2024 wurden im kriminalpolizeilichen Aus- und Fortbildungskatalog Seminare abgehalten. Dabei hatten rund 50 Beamtinnen und Beamte die Möglichkeit, sich bei der kriminalpolizeilichen Fortbildung in das Thema Matchfixing einzuarbeiten. Neben der Polizei ist für die Strafverfolgung die Einbeziehung von Richterinnen und Richtern sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälten entscheidend.
In Kooperation mit der „Vereinigung der österreichischen Richterinnen und Richter“ wurde im Oktober 2024 ein Wissenstransfer abgehalten, um diese Zielgruppe zu sensibilisieren und das Bewusstsein für Integrität im Sport zu vermitteln. Denn nur damit können richtige Entscheidungen getroffen werden. „Die Aufklärungsarbeit ist noch nicht abgeschlossen und die Kooperation mit Exekutive und Justiz ist eminent wichtig. Wir sind europaweit in der privilegierten Situation, dass uns einerseits die Führung des Bundeskriminalamts unterstützt und die Ermittlungsarbeit auf höchstem Niveau erfolgt. Darauf gilt es weiter aufzubauen“, sagt Moritzer.

Prävention von Wettbetrug.

VWIS-Geschäftsführer Severin Moritzer, Vereinspräsident Friedrich Stickler
VWIS-Geschäftsführer Severin Moritzer, Vereinspräsident Friedrich Stickler
© Andrea Schütz

Ziel ist es, gemeinsam mit den österreichischen Sportfachverbänden, den Athleten, Trainern und Vereinsverantwortlichen saubere und manipulationsfreie Wettbewerbe zu garantieren. Seit Beginn arbeitet der Verein Hand in Hand mit den Verbänden und dem BK. Der Schwerpunkt liegt auf Schulungen, Aufklärung und Prävention. „Prävention ist die Säule des Vereins“, erläutert Präsident Friedrich Stickler. Man steht im direkten Austausch mit Sportlern, Funktionären, Trainern und Schiedsrichtern. 2024 wurden mehr als 130 Schulungen mit über 3.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Nachwuchsakademien, bei Schiedsrichtern, in sämtlichen ÖFB-Nachwuchsteams und der zweiten Frauenbundesliga sowie in der Damenhandballliga abgehalten. Mittlerweile sind 24 österreichische Sportinstitutionen und Wettanbieter Mitglieder des Vereins. „No Manipulation!“ lautet das Motto des Play Fair Code.

Meldestelle.

Die Institution versteht sich auch als Anlaufstelle, um Spielmanipulationen oder -absprachen zu melden. „Wir haben uns über die Jahre eine Vertrauensbasis zu Athletinnen und Athleten, Funktionären und Schiedsrichtern aufgebaut. Daher kontaktieren sie uns, wenn jemand den Verdacht einer Manipulation hegt“, berichtet Geschäftsführer Severin Moritzer. Diese Meldungen werden als Aktenvermerk an den Integrity-Officer des jeweiligen Verbandes und an das BK weitergeleitet, das in weiterer Folge Ermittlungen aufnimmt.
Doch auch das Bundeskriminalamt verfügt über eine eigene Meldestelle, die mit Interpol sowie Sportverbänden wie Fédération Internationale de Football Association (FIFA), Union of European Football Associations (UEFA) und ÖFB zusammenarbeitet. Hier können Verdachtsfälle anonym gemeldet werden: wettbetrug@bmi.gv.at.

R. T./W. W.


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 3-4/2025

 Druckversion des Artikels (pdf, 392 kB)

 

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