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Zeitgeschichte

Auf den Spuren des NS-Regimes

Polizeischülerinnen und -schüler besuchten im Rahmen des Menschenrechte-Unterrichts am 23. März 2022 NS-Gedenkstätten und Schauplätze in Tirol.

Gedenkstättenbesuche: Polizeischülerinnen und -schüler beim Christoph-Probst-Denkmal vor der Alten Universität in Innsbruck. Der Medizinstudent Probst wurde als Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ 1943 in München hingerichtet.
Gedenkstättenbesuche: Polizeischülerinnen und -schüler beim Christoph-Probst-Denkmal vor der Alten Universität in Innsbruck. Der Medizinstudent Probst wurde als Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ 1943 in München hingerichtet.
© BZS Tirol

Die Idee stammt von Chefinspektor Hubert Juen, BA, hauptamtlicher Lehrer im Bildungszentrum der Sicherheitsexekutive (BZS) in Absam. Juen, Mitglied des Fachzirkels Exekutivgeschichte und Mitwirkender am Forschungsprojekt des Innenministeriums „Die Polizei in Österreich: Brüche und Kontinuitäten 1938-1945“, hat diese Form der Gedenkstätten-Exkursion 2019 ins Leben gerufen.
Unterstützung erhielt Hubert Juen vom Schulleiter des BZS Absam, Oberst Dr. Peter Kern, MA, und den Verantwortlichen der Sicherheitsakademie sowie mittlerweile von weiteren Fachzirkel-Mitgliedern. Gruppeninspektor Peter Hellensteiner etwa, der ebenfalls Mitglied des Fachzirkels ist, bringt seine Expertise seit Herbst 2021 ein.

Der Besuch von Gedenkstätten

Der Besuch von Gedenkstätten, wie beispielsweise Mauthausen, ist schon lange Bestandteil der polizeilichen Grundausbildung. Mit der neuen Form des Gedenkstätten-Besuchs will soll der lokale Bezug im Vordergrund stehen. Dabei werden den Grundausbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmern Ereignisse aus der Vergangenheit in ihrem unmittelbaren Umfeld nähergebracht.
Das Interesse an dieser Veranstaltung ist nicht nur unter dem Polizeinachwuchs groß, sondern auch bei Interessierten der Geschichte. Dies zeigt die Teilnahme von Mitgliedern des Fachzirkels Exekutivgeschichte und Vertreterinnen und Vertretern der LPD Tirol. Der erste Teil der Exkursion beginnt in Innsbruck, der zweite findet am Areal des Landeskrankenhauses Hall statt. Oliver Seifert, Historiker am Landeskrankenhaus Hall, führt dabei über das Klinikgelände: Sein zweistündiger Vortrag zum Thema „Euthanasie während der NS-Zeit“ wird verbunden mit den Erläuterungen zu der im Jahr 2020 eingeweihten Gedenkstätte für die 360 Opfer der „Aktion T4“.

Erste Exkursion.

I

Gedenkstättenbesuch: Ehemalige Gestapo-Zentrale in der Herrengasse in Innsbruck.
Gedenkstättenbesuch: Ehemalige Gestapo-Zentrale in der Herrengasse in Innsbruck.
© BZS Tirol

m Frühjahr 2020 fand die erste Exkursion in Innsbruck statt – damals war die Gedenkstätte in Hall noch nicht fertiggestellt: Einen Teil davon hat Josef Windischer abgedeckt, der bestens über die Stadt Innsbruck informiert ist, und dabei nicht nur historische Fakten präsentiert, sondern diese mit persönlichen Erfahrungen verknüpft. „Jahrelang habe ich mit Studierenden, Schülerinnen und Schülern sowie interessierten Personen Rundgänge durch Innsbruck unternommen, um den Blick für die Orte der Not bzw. der sozialen Brennpunkte zu schärfen, manchmal auch mit Polizeischülerinnen und -schülern“, sagt Windischer. Als er die Anfrage von Juen erhielt, ob er eine Exkursion zu den Themenbereichen „Gedenkstättenbesuch und Innsbruck während der Zeit des Nationalsozialismus“ für Teilnehmerinnen und Teilnehmer der polizeilichen Grundausbildung mitgestalten könnte, sagte er gleich zu.

Spurensuche.

Am 23. März 2022 fand erneut eine Exkursion in Innsbruck und Hall statt, wobei sich ein Grundausbildungslehrgang auf die Spuren des Nationalsozialismus über folgende Stationen begab: Landestheater und Rennweg – Herrengasse 1, ehemalige Gestapo-Zentrale – Domplatz 9, Bischofssitz – Maria-Theresien-Straße, Gedenktafel Diana Budisavljević, geb. Obexer – Altes Landhaus, Gedenktafel Prof. Franz Mair – Müllerstraße, ehemaliger Wohnort von Herrn Windischer und dem Gestapo-Opfer Robert Moser – Westfriedhof, Denkmal der Burschenschaft Suevia und Jüdischer Friedhof – Alte Universität, Christoph-Probst-Denkmal.

Alte Universität, Christoph-Probst-Denkmal.

Das 1926 zur Erinnerung an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Innsbrucker Studenten errichtete Monument hat nach 1945 wiederholt Anlass zu Diskussionen und Interventionen gegeben. 1984 wurde am Steinsockel des Monuments eine Bronzetafel zur Erinnerung an den aus Murnau am Staffelsee stammenden und in Innsbruck inskribierten Medizinstudenten Christoph Probst angebracht. Probst wurde als Mitglied der antifaschistischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ am 22. Februar 1943 in München hingerichtet.

Die historischen Inhalte

Chefinspektor Hubert Juen, BZS Tirol.
Chefinspektor Hubert Juen, BZS Tirol.
© Privat

Die historischen Inhalte der Exkursion stammen zum Großteil von Hubert Juen, der diese anhand von Fachliteratur aufbereitet. Den Grundausbildungsteilnehmerinnen und -teilnehmern werden diese im Rahmen der Vorbereitung zum Gedenkstättenbesuch erläutert. Es werden im Unterricht auch jene Orte besprochen, die aus zeitlichen Gründen nicht in der Route enthalten sind, wie z. B. der Eduard-Wallnöfer-Platz vor dem Tiroler Landhaus mit dem Befreiungsdenkmal und dem Pogrom-Mahnmal sowie das Arbeitserziehungslager Reichenau.Die Route ist so konzipiert, dass weniger bekannte und eher unscheinbare Stätten, hinter denen sich oft viel Tragisches wie Bedeutendes verbirgt, vorgestellt werden. Die Inhalte und Stationen waren bislang gleich, werden allerdings um weitere Inhalte ergänzt, wie beispielsweise die Information betreffend die in der Gestapo-Zentrale inhaftierten Polizisten: Im Gebäude Herrengasse 1 befand sich vom 11. Mai 1939 bis Mai 1945 die Zentrale der Gestapo für den Verwaltungsbereich Tirol-Vorarlberg. Außerdem war in diesem Gebäude der Sicherheitsdienst des Reichsführer-SS untergebracht. Das Gebäude war mit einem Gefängnistrakt in der Herzog-Otto-Straße verbunden, wo Festgenommene in Verhörpausen untergebracht wurden. Eine Gedenktafel erinnert – stellvertretend für alle Opfer der Gestapo – an den Radiohändler Robert Moser, der hier im April 1945 zu Tode gefoltert wurde. Die Innsbrucker Gestapo galt als besonders brutal, die Folter-Methoden wurden durch Überlebende vielfach bezeugt.
Für gewöhnlich nehmen 25 Personen an einer Exkursion teil. Der Gedenkstättenbesuch ist Teil des Unterrichtsgegenstands „Menschrechte“. Bisher gibt es keine vergleichbaren Veranstaltungen, die sich dem Gedenkstättenbesuch auf lokaler Ebene widmen und diesen Besuch durch weitere Themenfelder ergänzen.

Weiterentwicklung.

Im Forschungsprojekt des Innenministeriums mit dem Titel „Die Polizei in Österreich: Brüche und Kontinuitäten 1938-1945“ wird die Rolle der Polizei in der NS-Zeit untersucht, wobei der Umgang mit dem Nationalsozialismus in Polizei und Gendarmerie in den frühen Jahren der Zweiten Republik analysiert wird. Zu einem späteren Zeitpunkt werden Inhalte des BMI-Projektes in die Vorbereitungsmodule zum Gedenkstättenbesuch mitaufgenommen und durch das Ausbildungsmodul „Antisemitismus“ ergänzt. Die nächste Exkursion ist für den 14. Juni 2022 angedacht.

Nicole Felicitas Antal


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 5-6/2022

Druckversion des Artikels (PDF 989 kB)

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