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Arbeitstreffen mit slowakischem Innenminister Matúš Šutaj-Eštok in Kittsee
Am 24. November 2025 traf Innenminister Gerhard Karner seinen slowakischen Amtskollegen Matúš Šutaj-Eštok an der österreichisch-slowakischen Grenze in Kittsee.
Das Arbeitsgespräch am 24. November in Kittsee im Burgenland fand im dortigen Polizeikooperationszentrums statt, das 2003 zwischen Österreich und der Slowakei eingerichtet wurde. Kittsee liegt im Dreiländereck zwischen Österreich, der Slowakei und Ungarn und ist polizeilich eine wichtige Informationsdrehscheibe durch das Polizeikooperationszentrum.
"Die Entwicklungen der letzten Jahre erfordern eine Anpassung der Strategie, aber vor allem auch der taktischen Maßnahmen" sagte Innenminister Gerhard Karner im Rahmen des Arbeitstreffens. "Neben den bisherigen punktuellen Kontrollen an der Grenze wird es in Zukunft auch verstärkt Kontrollen im Grenzraum geben. Gemeinsam mit den slowakischen Kollegen, sowohl auch auf österreichischer Seite, aber auch bereits im Vorfeld der Grenze in der Slowakei."
Weiterentwicklung des Grenzschutzkonzepts im Fokus der Gespräche
In den vergangenen beiden Jahren konnte die illegale Migration an den österreichischen Grenzen massiv reduziert werden – mit dem klaren Ziel: illegale Migration gegen Null zu drängen. Insbesondere an der burgenländisch-ungarischen Grenze zeigt sich dies durch nachstehende Zahlen:
• Die Schleppermafia meidet nunmehr Österreich und seine Grenzen. Waren es im Oktober 2022 noch knapp 15.000 Aufgriffe an der Grenze im Burgenland, sind im gesamten Oktober 2025 nur mehr rund 180 illegale Fremde aufgegriffen worden.
• Lediglich ein Viertel der im Burgenland in diesem Jahr aufgegriffenen Personen (etwa 2.700 seit Jahresbeginn) stellte einen Asylantrag. Die übrigen wurden zum Verlassen des Bundesgebietes verhalten.
• Der massive Rückgang zeigte sich auch in den Kalenderwochen 46: In der KW 46 2022 mehr als 1.900 Aufgriffe, in der KW 46 2025 nur 34 Aufgriffe.
Die Zahl der Aufgriffe in den vergangenen beiden Jahren zeigt klar: Die Schlepperrouten konnten auch im Osten Österreichs verdrängt werden, vor allem an die sogenannte Balkan-Küstenroute. Maßnahmen wie die Operation Fox auf ungarischem Staatsgebiet sind Teil eines Maßnahmenbündels, das in einem neuen Grenzschutzkonzept weiterentwickelt werden wird.
Aktuell finden seit mehr als zwei Jahren Grenzkontrollen zur Slowakei statt (Verlängerung erfolgte vorerst bis zum Ablauf des 15. Dezember 2025). Insbesondere wurden diese Grenzkontrollen eingeführt, um Ausweichbewegungen der Schleppermafia aus Ungarn über slowakisches und schließlich auf österreichisches Staatsgebiet zu verhindern. Diese Maßnahmen waren in den vergangenen beiden Jahren erfolgreich: Die illegale Migration an der österreichisch-slowakischen Grenze ist mittlerweile nahe Null.
Innenminister Gerhard Karner hat daher den Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit mit der Weitentwicklung des taktischen Einsatzkonzepts für den Grenzschutz beauftragt. Dabei sollen auch länderübergreifende koordinierte Kontrollmaßnahmen mit der Slowakei berücksichtigt werden. Das neue Grenzschutzkonzept wird in den nächsten Wochen erarbeitet und vorgestellt.