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Aktuelles

Zehn Tage gegen Phishing: Gemeinsam gegen Internetbetrug

Mit Zehn Tage gegen Phishing starten das Bundesministerium für Inneres, Banken, Post, A1 und Watchlist Internet erneut eine gemeinsame Aufklärungsoffensive.

Phishing-Attacken sind das Einfallstor für viele kriminelle Machenschaften im Internet. Die Methoden werden immer raffinierter und die Schadenssummen immer höher. Aus diesem Grund starten heute zum zweiten Mal die Schwerpunkttage #10TageGegenPhishing, getragen von einem starken Bündnis aus Bundesministerium für Inneres (Bundeskriminalamt), Österreichischer Post AG, A1 Telekom Austria, den österreichischen Banken, Watchlist Internet sowie der PSA Payment Services Austria GmbH.

Zehn Tage lang stehen Phishing-Fallen, neue Maschen der Täterinnen und Täter sowie Tipps zum Schutz im Fokus. Verstärkung erhalten die Aktionstage mit Fortsetzung der Awarenesskampagne "Phishen Impossible!", die die Inhalte auf unterhaltsame Art vermittelt und einprägsam macht.

"Phishing betrifft, unabhängig von Alter, Bildungsgrad oder digitaler Erfahrung, die gesamte Bevölkerung und verursacht jährlich Schäden in Millionenhöhe. Ziel der Kampagne ist, die Bevölkerung zu sensibilisieren und sie dadurch zu schützen", erklärte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf.

Enge Kooperation im Kampf gegen Cybercrime

Bereits im vergangenen Jahr wurde bei der Auftaktsveranstaltung der Kampagne im Innenministerium die Bedeutung von enger Kooperation im Kampf gegen Phishing hervorgehoben. Die Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsbehörden, Banken, Telekommunikationsanbietern und weiteren Partnern zeigte Wirkung: 2024 konnte im Bereich der Internet-Kriminalität ein deutlicher Rückgang um 6,8 Prozent im Vergleich zu 2023 erzielt werden, mit einer Aufklärungsquote von 31,7 Prozent.

"Cybercrime ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Wir begegnen ihr mit klarer Strategie, moderner Ermittlungsarbeit und starker Prävention. Die Plattform gegen Phishing ist ein Beispiel dafür, wie Zusammenarbeit Sicherheit schafft. Unsere Kampagne zeigt, dass wir Prävention als langfristige, strategische Aufgabe verstehen", erklärte der Direktor des Bundeskriminalamts, Andreas Holzer.

Schwerpunkte der neuen Kampagne

Die Zusammenarbeit wird mit der zweiten Auflage von "Zehn Tage gegen Phishing" intensiviert. Im Fokus stehen besonders verbreitete Formen des Phishing-Betrugs wie Telefonbetrug, Treuepunktbetrug, Identitätsdiebstahl per E-Mail oder die Paketdienst-Masche. Jeder Tag der Kampagne stellt eine weit verbreitete Falle in den Mittelpunkt – repräsentiert mit Videospots sowie Social-Media-Aktivitäten, die eine breites Bewusstsein schaffen sollen.

Stimmen aus der Privatwirtschaft

Franz Rudorfer, Geschäftsführer der WKÖ-Bundessparte Bank und Versicherung, hebt hervor: "Für Österreichs Banken hat IT- und Cyber-Security höchste Priorität. Wirksamer Schutz erfordert enge Zusammenarbeit über Branchengrenzen hinweg. Die Plattform von Expertinnen und Experten gegen Phishing ermöglicht den so wichtigen Austausch und stärkt zugleich das Bewusstsein dafür in der Bevölkerung. Ziel ist, Phishing und anderen Cyberbedrohungen stets einen Schritt voraus zu sein, zum bestmöglichen Schutz der Kundinnen und Kunden."

"Aufmerksamkeit und Basiswissen über aktuelle Fallen sind ein entscheidender Schutz vor Internetbetrug. Dazu leisten wir mit der Watchlist Internet seit mehr als zehn Jahren mit aktuellen Warnmeldungen einen Beitrag. Ich freue mich, dass sich mittlerweile so viele Akteure der Prävention dem Internetbetrug verschrieben haben", betonte Bernhard Jungwirth, Geschäftsführer des Österreichischen Instituts für angewandte Telekommunikation.

Natascha Kantauer-Gansch, Vorstandsmitglied und CCO der A1 Telekom Austria AG, fügte hinzu: "Phishing ist eine reale Bedrohung für alle Altersgruppen – deshalb engagieren wir uns bei A1 für digitale Aufklärung und Sicherheit. Unsere Teilnahme an der Kampagne 'Zehn Tage gegen Phishing' ist ein weiterer Schritt, um Bewusstsein zu schaffen und Menschen zu befähigen, sich sicher im digitalen Raum zu bewegen. Mit der A1-Seniorenakademie unterstützen wir seit über 13 Jahren die Generation 60+ dabei, digitale Kompetenzen zu erlernen und selbstbewusst online zu agieren. Gleichzeitig helfen wir mit dem A1 digital.campus jungen Menschen, Erziehungsberechtigten und Lehrenden durch kreative Workshops in den Bereichen Programmierung, Robotik und Medienkompetenz. Und für all jene, die sich in keinem unserer Kurse wiederfinden, haben wir unter www.A1.net/sicherheitsportal die aktuellsten Bedrohungen zusammengefasst und leisten so einen aktiven Beitrag zur digitalen Bildung und Sicherheit – für Jung und Alt."

Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Post AG, Walter Oblin, sagte: "Die Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden steht für uns an oberster Stelle. Als zentrale Akteurin im digitalen Alltag und Marktführerin im Paketbereich sind wir uns der Verantwortung bewusst, das Bewusstsein für die Gefahren von Phishing zu schärfen und unsere Kundinnen und Kunden bestmöglich zu schützen. Wir empfehlen daher, die Online-Services der Post ausschließlich über unsere offiziellen Kanäle – nämlich die Post-App und post.at – zu nutzen. Im Zweifel lohnt sich immer ein Check der Sendungsnummer in der Post-Sendungsverfolgung. Gemeinsam mit unseren Partnerinnen und Partnern aus Behörden, Banken und der IT-Branche setzen wir alles daran, kriminellen Machenschaften entschlossen entgegenzutreten."

"Die Plattform gegen Phishing hat sich in den vergangenen zwei Jahren zu einem starken Netzwerk entwickelt. Das gemeinsame Engagement von Banken, Sicherheitsbehörden und immer weiteren Partnern zeigt, wie wirksam Zusammenarbeit im Kampf gegen Online-Betrug sein kann", ergänzte David Ostah, Geschäftsführer der PSA Payment Services Austria GmbH, und betonte: "Mit der Fortsetzung unserer Awareness-Kampagne 'Phishen Impossible' setzen wir bewusst auf Information statt Abschreckung. Jede und jeder kann von einem Phishing-Angriff betroffen sein. Umso wichtiger ist eine Sensibilisierung ohne Angstmache. Wir möchten Menschen mit Humor und Realitätsnähe erreichen und so nachhaltig Bewusstsein für die Wirkungsweise von Betrugsmaschen schaffen. Als Zahlungsdienstleister wickelt die PSA jährlich rund dreieinhalb Milliarden Transaktionen ab – Prävention und Sicherheit gehören damit zu unseren zentralen Aufgaben und sind Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung."

Tipps der Kriminalprävention

Phishing bedeutet das Abfischen sensibler Daten wie Passwörter, Bank- oder Kreditkartendaten über gefälschte Webseiten, E-Mails, SMS oder Telefonanrufe. Die Folge sind oft Schäden im fünf- bis sechsstelligen Bereich, die sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen treffen können. Das Bundeskriminalamt empfiehlt daher:
• Folgen Sie keinen Links in E-Mails oder SMS, die zur Eingabe persönlicher Daten auffordern.
• Geben Sie niemals Passwörter, TANs oder Ausweiskopien an unbekannte Absenderinnen und Absender weiter.
• Nutzen Sie ausschließlich offizielle Apps und Webseiten von Banken, Post oder Dienstleistern.
• Bei Verdacht kontaktieren Sie sofort Ihre Bank, den angeblichen Absender oder die Polizei.
Weitere Informationen, aktuelle Phishing-Beispiele sowie ein Meldeformular für neue Betrugsmaschen finden Sie auf der Watchlist Internet (www.watchlist-internet.at). Alle Inhalte und Informationen zur Awareness-Kampagne "Phishen Impossible" finden Sie unter: www.phishen-impossible.at/.

Mit Zehn Tage gegen Phishing starten das BMI, Banken, Post, A1 und Watchlist Internet eine Aufklärungsoffensive.
Foto: ©  BMI/Gerd Pachauer

Artikel Nr: 29552 vom Freitag, 10. Oktober 2025, 14:10 Uhr
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