Aktuelles
Asylbereich: Stark zurückgedrängte illegale Migration ermöglicht Abbau des Grenzmanagements
Kärtner Regierungsspitze und Innenminister tauschten sich zu Kärntner Sicherheitsfragen aus. Infrastruktur im Grenzmanagement Thörl-Maglern wird reduziert. Flugeinsatzstelle Klagenfurt sowie Einsatztrainingszentrum werden umgesetzt.
Am Rande der großen Polizei-Ausmusterung im Bildungszentrum Krumpendorf, bei der über 180 Polizistinnen und Polizisten neu in den Dienst der Kärntner Sicherheit gestellt und 28 neue Dienstführende Beamtinnen und Beamte in ihre neuen Funktionen ernannt wurden, fanden Gespräche zwischen Innenminister Gerhard Karner, Landeshauptmann Daniel Fellner und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber zu Kärntner Sicherheitsthemen statt.
Ein konkretes Ergebnis dieser Gespräche ist der gemeinsame Beschluss, die provisorisch aufgestellten Zelte in Thörl-Maglern abzubauen. Das ist möglich, weil die in den vergangenen Jahren gesetzten Maßnahmen zur Bekämpfung der illegalen Migration und der organisierten Schlepperkriminalität nachhaltig Wirkung zeigen.
Asylanträge stark rückläufig
Seit Jahresbeginn gab es in Kärnten nur rund mehr 90 Asylanträge. Dieser Rückgang hat sich auch im ersten Halbjahr 2026 stetig fortgesetzt.
"Die illegale Migration konnte zuletzt massiv zurückgedrängt werden. Das ermöglicht deutliche Einsparungen im Asylbereich", so Innenminister Gerhard Karner, der dem Land Kärnten für die gute Zusammenarbeit dankt.
Auch Kärntens Landeshauptmann Daniel Fellner begrüßt die Maßnahme: "Die Zelte und die provisorische Infrastruktur waren in Zeiten notwendig, als viele Flüchtige über die Grenze nach Kärnten kamen. Die Situation hat sich Schritt für Schritt entspannt, weshalb wir in diesem Bereich erhebliche Einsparungen treffen können".
Umsetzung wichtiger Infrastrukturprojekte
Ebenfalls Gesprächsthema war die Umsetzung der 2025 unterzeichneten Sicherheitsvereinbarung für Kärnten, insbesondere die Neuerrichtung der Flugeinsatzstelle (FESt) am Gelände des Flughafens Klagenfurt sowie die Einrichtung eines Einsatztrainingszentrums. Der Innenminister bestätigte, dass das Ministerium an beiden Projekten intensiv arbeite.
"Es ist wichtig, dass wir hier schnell ins Tun kommen", hofft Landeshauptmann Fellner auf eine zügige Umsetzung. Landeshauptmann-Stellvertreter Gruber setzt sich ebenfalls für eine rasche Umsetzung beider Projekte ein: "Ich bedanke mich beim Minister für die Bereitschaft, diese beiden für Kärnten wichtigen Projekte trotz Sparkurs auf Bundesebene in Angriff zu nehmen", so der Landeshauptmannstellvertreter, der mit dem Innenminister auch vereinbarte, dass geprüft wird, ob die Umsetzung des Einsatztrainingszentrums ebenfalls am Flughafen-Gelände möglich wäre, um Synergieeffekte zu nutzen.
Besprochen wurde auch der aktuelle Stand des flächendeckenden Ausbaus des Digitalfunks für die Kärntner Einsatzorganisationen. Hier laufen derzeit die finalen Verhandlungen mit dem Bieterkonsortium im Rahmen der Ausschreibung – das Projekt ist auf einem sehr guten Weg.
Personelle Stärkung der Kärntner Polizei wird fortgesetzt
Auch der geplante Polizeizuwachs für die Kärntner Polizei war Thema. Der Innenminister informierte, dass es für die September-Aufnahme schon über 420 Bewerberinnen und Bewerber gibt. Eine Bewerbung ist aber für spätere Aufnahmetermine nach wie vor möglich – denn es bleibt das Ziel, die hauptsächlich pensionsbedingten Abgänge bei der Polizei zumindest 1:1 nachzubesetzen. In Kärnten kann der Personalstand derzeit sogar aufgestockt werden.