Innenministerium
10 Jahre GEMEINSAM.SICHER: Österreichs Community Policing feiert Jubiläum
GEMEINSAM.SICHER hat sich vom Projekt zum festen Bestandteil moderner Polizeiarbeit entwickelt. Die Polizei kooperiert mit 45 Unternehmen und Organisationen.
Zum zehnjährigen Bestehen der Initiative GEMEINSAM.SICHER fand am 10. September 2026 im Landesklinikum Mauer eine Fachtagung statt. Mit dabei waren Innenminister Gerhard Karner, Bundespolizeidirektor Michael Takács und zahlreiche Sicherheitspartner. Die Tagung zeigte: Der ständige Austausch mit der Bevölkerung und stabile Netzwerke sind das Fundament moderner Polizeiarbeit. Zum Abschluss unterzeichnete Innenminister Karner eine neue Sicherheitspartnerschaft mit der Österreichischen Rettungshundebrigade.
Community Policing als Grundhaltung der Polizei
Nach zehn Jahren GEMEINSAM.SICHER steht fest: Community Policing ist keine Zusatzaufgabe im Polizeialltag. Es ist eine Grundhaltung der Polizistinnen und Polizisten. Im direkten Austausch mit der Bevölkerung erkennen sie Anliegen früh, tauschen Informationen aus und knüpfen verlässliche Netzwerke. Dieser Dialog schafft Vertrauen. So lassen sich Probleme nachhaltiger lösen und wiederkehrende Einsätze werden weniger.
"GEMEINSAM.SICHER ist ein wichtiger und fester Bestandteil moderner Polizeiarbeit. Denn viele Anliegen und Probleme lassen sich durch einen vertrauensvollen Kontakt zwischen Polizei und der Bevölkerung lösen. Diese vorbeugende Arbeit unserer Polizei bringt damit auch ein Mehr an Sicherheit", betonte Innenminister Gerhard Karner.
Verlässliche Partner für mehr Sicherheit
Viele Sicherheitspartner wirkten an der Tagung mit. REWE und die Österreichische Nationalbank (OeNB) berichteten über die Erfolge ihrer langjährigen Zusammenarbeit mit der Polizei. Christian Korbel, ärztlicher Direktor des Landesklinikums Mauer, sprach über die Schnittstelle zwischen Gesundheitseinrichtungen, Gewaltschutz und Polizeiarbeit. Zu den verlässlichen Partnern von GEMEINSAM.SICHER zählen auch der Österreichische Apothekerverband, die ÖBB und die Österreichische Post AG.
"Auch in Zukunft wird sich GEMEINSAM.SICHER weiterentwickeln. Sicherheitspartnerschaften werden weiter ausgebaut und Netzwerke stabiler. Je selbstverständlicher Community Policing in der täglichen Polizeiarbeit verankert ist, desto stärker wird seine Wirkung spürbar", sagte Bundespolizeidirektor Michael Takács.
Neues Magazin "Nenn mich nicht Projekt"
Im Mittelpunkt der Fachtagung stand auch die Vorstellung des neuen GEMEINSAM.SICHER Magazins mit dem Titel "Nenn mich nicht Projekt". Es verdeutlicht die Etablierung von Community Policing als feste dritte Säule moderner Polizeiarbeit.
Die polizeilichen Grundaufgaben ruhen auf drei Säulen: Repression, Prävention und Community Policing. Die drei Säulen stützen einander gegenseitig. Moderne Polizeiarbeit entfaltet ihre Wirkung dort, wo alle drei Elemente ineinandergreifen und wirksam genutzt werden. Dieses ausbalancierte System schafft im Polizeialltag spürbare Freiräume.
Neue Sicherheitspartnerschaft mit der Österreichischen Rettungshundebrigade
Das Netzwerk von GEMEINSAM.SICHER wächst weiter: Innenminister Gerhard Karner unterzeichnete vor Ort eine Sicherheitspartnerschaft mit der Österreichischen Rettungshundebrigade. Bei Such- und Rettungseinsätzen zählt jede Minute. Die direkte Vernetzung ermöglicht im Notfall ein noch schnelleres und gezielteres Handeln.
"Die Rettungshundebrigade und die Polizei arbeiten bei Such- und Rettungseinsätzen seit Jahren eng zusammen. Mit dieser Partnerschaft heben wir die Kooperation auf eine neue Ebene: Schnelle Informationswege sorgen dafür, dass wir betroffenen Menschen im Ernstfall noch effektiver helfen können", sagte der Präsident der Österreichischen Rettungshundebrigade, René Schmid.