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Mord in Ottakring: International gesuchter Verdächtiger in der Türkei festgenommen
Durch die enge Zusammenarbeit der Verbindungsbeamten des Bundesministeriums für Inneres (BMI) in Istanbul und Ankara, der Dokumentenberater des BMI und des Landeskriminalamts Wien mit der türkischen Migrationsbehörde PMM konnte am 8. April 2026 ein wegen Mordes und versuchten Mordes gesuchter österreichischer Staatsbürger nach Wien ausgeliefert und festgenommen werden.
"Ein international gesuchter Mordverdächtiger konnte in der Türkei ausgeforscht und festgenommen werden. Dieser Erfolg ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit zwischen österreichischen Verbindungsbeamten, Dokumentenexperten und dem Landeskriminalamt Wien. Unser Dank gilt diesem großartigen Ermittler-Netzwerk, dessen konsequentes Vorgehen die Sicherheit der Bevölkerung erhöht", sagte Innenminister Gerhard Karner.
"Die Festnahme des Tatverdächtigen ist ein bedeutender Ermittlungserfolg und das Ergebnis der engagierten, professionellen und internationalen Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte", sagte Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl.
Zum Vorfall in Ottakring
Auslöser für die Ermittlungen und die schließliche Ausforschung des 34-jährigen Mordverdächtigen im Ausland war ein Vorfall in einem Restaurant in Wien-Ottakring, der sich am 6. November 2025 ereignet hatte. An diesem Abend soll der Mann im Zuge eines Streites mit einer Faustfeuerwaffe mehrmals auf zwei Kontrahenten geschossen haben, wobei eine Person getötet und eine weitere schwer verletzt worden war. Anschließend flüchteten der mutmaßliche Schütze sowie sein Begleiter (35). Während sich der 35-jährige Mittäter tags darauf der Polizei stellte, war der namentlich bekannte mutmaßliche Schütze untergetaucht.
Es folgten monatelange, akribische Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien, die die Ermittler schließlich in die Türkei führten. Durch die bewährte Zusammenarbeit mit den örtlichen Verbindungsbeamten des BMI konnte der Aufenthaltsort des 34-Jährigen ausgemittelt werden. Türkische Sicherheitskräfte vollzogen letztlich die Festnahme des Mordverdächtigen am Flughafen in Istanbul am 31. Jänner 2026. Vor wenigen Tagen, am 8. April 2026, wurde der Tatverdächtige nach Österreich überstellt und an Bedienstete des Landeskriminalamts Wien übergeben.
Verbindungsbeamte und Dokumentenexperten – Augen und Ohren des BMI im Ausland
Seit über zwanzig Jahren fördert das BMI den Einsatz von Verbindungsbeamtinnen und Verbindungsbeamten im Ausland und unterstreicht dadurch den hohen Mehrwert, den die internationale Arbeit für die Sicherheit Österreichs erbringt. Die Verbindungsbeamtinnen und -beamten des BMI haben sich dabei in den vergangenen Jahren von ursprünglichen Polizeiattachés zu Generalistinnen und Generalisten entwickelt, die als Bindeglied zwischen österreichischen und ausländischen Sicherheits- und Partnerbehörden vielfältig im Einsatz sind. Derzeit übermitteln 23 Verbindungsbeamte und sieben Verbindungsbeamtinnen von vier Kontinenten der Erde fundierte Einschätzungen sicherheitspolitisch relevanter Entwicklungen nach Österreich.
Die Dokumentenberaterinnen und -berater bilden den ersten Filter bei der Bekämpfung illegaler Migration. Durch den Einsatz der Dokumentenberaterinnen und -berater in Drittstaaten wird die Grenzüberwachung und Grenzkontrolle der Schengen-Staaten wesentlich unterstützt. Passagiere, die illegal in einen der Schengen-Staaten zu reisen versuchen, können bereits im Drittstaat überprüft und an der Einreise gehindert werden. Dabei soll frühzeitig verhindert werden, dass die illegalen Immigranten Österreich bzw. die EU erreichen und im gesamten europäischen Raum untertauchen und somit nur mit wesentlich höherem Aufwand und geringeren Erfolgschancen aufgegriffen werden können. Derzeit sind zehn österreichische Dokumentenberaterinnen und -berater im Ausland im Einsatz.