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Bundespolizeidirektor im Arbeitsgespräch mit Kommandanten der Schweizergarde
Im Mittelpunkt des Arbeitsgesprächs zwischen Bundespolizeidirektor Michael Takács und dem Kommandanten der Schweizergarde standen die Absicherung von Großveranstaltungen, die Einsatzplanung und das Recruiting.
Bundespolizeidirektor Michael Takács traf am 11. November 2025 im Rahmen einer Dienstreise nach Rom den Kommandanten der Päpstlichen Schweizergarde, Christoph Graf, zu einem Arbeitsgespräch im Vatikan. Im Mittelpunkt standen die sicherheitspolizeilichen Anforderungen des Heiligen Jahres 2025 – insbesondere die Absicherung von Großveranstaltungen wie der wöchentlichen Generalaudienz mit bis zu 60.000 Teilnehmenden sowie Fragen der Einsatzplanung und des Recruitings.
Seitens der Schweizergarde wurde über personelle und organisatorische Herausforderungen im Zuge der außergewöhnlich hohen Pilgerinnen- und Pilgerzahlen berichtet und Einblick in die operative Umsetzung ihrer Schutzaufgaben gegeben. Weitere Themen waren Ausbildungsstandards, logistische Abläufe und die Traditionspflege innerhalb des Korps.
Bundespolizeidirektor Takács betonte: "Die Schweizergarde verbindet traditionsreiche Aufgaben mit modernen sicherheitspolizeilichen Anforderungen. Der Austausch liefert wertvolle Einblicke in die Planung von Großlagen, in Fragen des Recruitings und in den Umgang mit gelebter Tradition. Internationale Zusammenarbeit ist dabei ein wesentliches Element zeitgemäßer Polizeiarbeit."
Die Schweizergarde
Die Hauptaufgaben der Schweizergarde umfassen den Schutz des Papstes, die Bewachung zentraler Zugänge zum Vatikanstaat sowie Ordnungs- und Ehrendienste bei offiziellen Anlässen. Die 1506 gegründete Garde gilt als älteste ununterbrochen bestehende Militärformation der Welt. Ihre historische Bewährungsprobe erlebte sie 1527 beim "Sacco di Roma", als 147 Gardisten im Einsatz fielen, um Papst Clemens VII. in Sicherheit zu bringen. Dieses Ereignis prägt bis heute die historische Rolle und Wahrnehmung der Garde.
Auch Österreich blickt auf eine historische Verbindung zurück: Von 1745 bis 1767 bestand in Wien eine eigene Schweizergarde, die in der Hofburg und später in Schönbrunn Wachdienste versah und als repräsentatives Elitekorps des Kaiserhofs galt.