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Alpin- und Flugpolizei ziehen Bilanz
Die Bilanz der Alpin-Saison 2024/25: Über 10.000 Einsätze, davon etwa 600 mit Unterstützung der Flugpolizei, und 238 Todesopfer. Abgesehen von Unfällen auf Österreichs Skipisten bleiben schlechte Vorbereitung, mangelhafte Ausrüstung und Selbstüberschätzung die Hauptursachen.
Die Alpinpolizei Österreichs blickt auf eine intensive Saison zurück. Seit 1. November 2024 mussten die 29 Einsatzgruppen 10.200 Einsätze bewältigen – ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zur Vorsaison. Unterstützt wurden sie dabei von der Bergrettung und weiteren freiwilligen Einsatzorganisationen. Es waren 238 Todesopfer zu beklagen, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr.
Polizeiliche Unterstützung aus der Luft
Neben den alpinen Einsatzgruppen am Boden leistete auch die Flugpolizei unverzichtbare Arbeit. Mit knapp 600 Einsatzflügen wurde die Alpinpolizei im Jahr 2024 unterstützt. Mehr als die Hälfte der Flüge (386) betrafen Einsätze zur Bergung von unverletzten Personen, in 184 Fällen mussten den Geretteten die Kosten für den Einsatz in Rechnung gestellt werden. Die Pflicht zum Kostenersatz entsteht, wenn ein Einsatz zumindest grob fahrlässig verursacht wird; die Sicherheitsgebühren-Verordnung sieht als Kostenersatz 53 Euro pro Flugminute des Hubschraubers und 17 Euro pro angefangener halben Stunde für jeden eingesetzten Bediensteten vor.
Ursachen für alpine Notlagen
Die häufigsten Gründe für Notfälle im alpinen Raum bei den Sommerdisziplinen bleiben mangelhafte Vorbereitung, unzureichende Ausrüstung und Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten. Zudem führen unvorhersehbare Wetterumschwünge regelmäßig zu gefährlichen Situationen. Bereits im Spätsommer können in hochalpinen Lagen winterliche Bedingungen herrschen, die eine entsprechende Ausrüstung und Erfahrung erfordern. Sneakers haben im Gebirge nichts verloren – festes Schuhwerk, wärmende Kleidung sowie Notfallausrüstung sind unverzichtbar.
Eigenverantwortung und Prävention
Ein zentrales Anliegen der Polizei bleibt die Sensibilisierung der Bergsportlerinnen und -sportler:
• Körperliche Vorbereitung: Entsprechendes Training vor der Tour.
• Tourenplanung: Schwierigkeit, Dauer und Wetterlage berücksichtigen.
• Grenzen kennen: Selbstüberschätzung vermeiden und bei der geplanten Strecke bleiben.
• Informationsweitergabe: Angehörige oder Unterkunftgeber vorab über Route und Zeitplan informieren.
Im Notfall gilt: sofort den Notruf wählen (Euronotruf 112 oder 140) und mit allen Mitteln auf sich aufmerksam machen. Auffällige Kleidung, Lichtsignale oder akustische Rufe können lebensrettend sein.
Fazit
Die Saison 2024/25 verdeutlicht einmal mehr: Sicherheit am Berg beginnt bei der eigenen Verantwortung. Gute Vorbereitung, richtige Ausrüstung und realistische Selbsteinschätzung sind die besten Maßnahmen, um Unfälle und Notfälle zu vermeiden.