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Schwerpunktkontrollen im Kampf gegen Jugendkriminalität
Innenminister Gerhard Karner machte sich am Reumannplatz ein Bild von den Maßnahmen gegen Jugendkriminalität. Die Einsatzgruppe verzeichnete Erfolge mit Festnahmen und zahlreichen Anzeigen. Waffenverbotszonen und der Stopp des Familiennachzugs zeigen erste Wirkung.
Innenminister Gerhard Karner überzeugte sich am 15. Juli 2025 gemeinsam mit Landespolizeivizepräsident Franz Eigner und Gerhard Winkler, Leiter des Ermittlungsbereichs im Landeskriminalamt Wien, im Bereich des Wiener Reumannplatzes von den konkreten Maßnahmen gegen Jugendkriminalität. Seit Einrichtung der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Jugendkriminalität konnten bereits einige Erfolge erzielt werden. "Die Polizei wird weiter mit aller Konsequenz dagegenhalten, um die Sicherheit auch im städtischen Bereich zu verbessern. Messer und Waffen müssen aus dem Verkehr gezogen werden. Auftrag ist, Kinder zu schützen, Jugendliche zu erziehen und Gewalttäter zu bestrafen", betonte Innenminister Karner.
Zwei serbische Intensivtäter im Alter von 14 und 16 Jahren wurden ausgeforscht, die hunderte Straftaten – unter anderem Eigentumsdelikte – begangen hatten. Weiters konnten unlängst fünf syrische Personen im Alter von 16 bis 24 Jahren festgenommen werden, die innerhalb der Waffenverbotszone Reumannplatz einen Raub begangen und mehrere Personen mit Stichwaffen und Schlägen verletzt haben sollen.
Durch Schwerpunktkontrollen wurde der Druck stark erhöht: Österreichweit hat die Einsatzgruppe zur Bekämpfung von Jugendkriminalität 2.470 unter 18-jährige Tatverdächtigte angezeigt und 147 Jugendliche festgenommen.
Auswirkungen auf die Jugendkriminalität
Die Maßnahmen zeigen Wirkung: Österreichweit kann bei der Anzahl von Tatverdächtigen im Alter von 14 bis 21 Jahren im Vergleich vom ersten Halbjahr 2024 und dem ersten Halbjahr 2025 ein Rückgang von über fünf Prozent verzeichnet werden. In Wien hingegen ist jedoch ein Anstieg von fast zehn Prozent zu vermerken. Die größte Problemgruppe sind hierbei die unter 14-jährigen Syrer. In ganz Österreich konnten im ersten Halbjahr des Vorjahres 333 Tatverdächtigte dieser Personengruppe angezeigt werden, im ersten Halbjahr 2025 waren es 947. In Wien waren es im ersten Halbjahr 2024 187 Tatverdächtigte und im ersten Halbjahr 2025 707 Tatverdächtigte.
Waffenverbotszone zeigt Wirkung
Erfreulich ist, dass die Waffenverbotszone Innerfavoriten, die seit Ende März 2024 besteht, ebenfalls Wirkung zeigt. So wurden zwischen 30. März 2024 und Juni 2025 187 Waffen sichergestellt, davon 131 Messer.
Konkrete Maßnahmen im Kampf gegen Jugendkriminalität
Die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Jugendkriminalität wurde im März 2024 aufgrund einer erhöhten Anzahl an Straftaten im Bereich Jugendkriminalität eingerichtet. Zwischen 2020 und 2024 kam es zu einer Versiebenfachung der Tatverdächtigten bei unter 14-jährigen Syrern und zu einer Verfünffachung der Tatverdächtigten bei unter 14-jährigen Afghanen. Die Einsatzgruppe fokussiert sich auf den urbanen Bereich und es sind Ermittlerinnen und Ermittler aus verschiedenen Bereichen österreichweit tätig.
Schwerpunktaktionen der Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Jugendkriminalität werden weiter aufrechterhalten und zusätzlich an Orten, wo ein vermehrtes Aufkommen von Straftaten verzeichnet wird, verstärkt. Auch der Stopp des Familiennachzugs war ein wichtiger Schritt. Zwischen Mai und Juni des Vorjahres sind knapp 2.000 Personen nach Österreich gekommen, zwischen Mai und Juni 2025 waren es nur 130 Personen. "Ich bin überzeugt, dass die Maßnahme, den Familiennachzug zu stoppen, eine essenzielle ist. Wir erwarten uns dadurch mittelfristig und langfristig eine deutliche Reduzierung der Jugendkriminalität", ergänzte der Innenminister.