Innenministerium
Klärung des Saliera-Diebstahls jährt sich zum 20. Mal
Derzeit kann im BMI-Museum am Schottenring eine Sonderausstellung zur Kulturgutfahndung besucht werden.
Im Mai 2003 wurde die Saliera – ein um 1540 vom Bildhauer und Goldschmied Benvenuto Cellini gefertigtes Salzfass aus der Spätrenaissance – bei einem Einbruchsdiebstahl über ein Baugerüst aus dem Kunsthistorischen Museum gestohlen. Der zu diesem Zeitpunkt unbekannte Täter forderte fünf Millionen Euro Lösegeld.
Fast drei Jahre lang ermittelte die Polizei mit einer eigens eingerichteten Sonderermittlungsgruppe unter der Leitung von Chefermittler Ernst Geiger auf Hochtouren und stand mit dem Erpresser in Kontakt. Die Ermittlungen führten schließlich am 21. Jänner 2006 zur Überführung des damals 50-jährigen Tatverdächtigen. Tags darauf konnte die Saliera, die in einer Metallkiste in einem Waldstück im niederösterreichischen Waldviertel vergraben worden war, geborgen und von der damaligen Innenministerin Liese Prokop an das Kunsthistorische Museum zurückgegeben werden.
Eröffnung der polizeihistorischen Schaufensterausstellung "KunstVerbrechen"
Anlässlich der Klärung des Saliera-Diebstahls, eines der international berühmtesten Kriminalfälle von Kunstdiebstahl, gibt es im "Museum des Inneren", das gerade in die neuen Räumlichkeiten am Schottenring 14 verlegt wird, eine Schaufensterausstellung mit dem Namen "KunstVerbrechen".
Die von der Abteilung für historische Angelegenheiten des BMI gestaltete Ausstellung beleuchtet die abenteuerliche Geschichte vom Diebstahl über die Ermittlungen bis zur Auffindung der Saliera und der Verurteilung des Täters. Zudem werden Verbrechen im Zusammenhang mit Kulturgut aufgezeigt. Außerdem gibt die frei zugängliche Schaufensterausstellung Einblicke in die Zusammenarbeit der Landeskriminalämter, des Bundeskriminalamts und Interpol. Auch das wichtige Thema der Prävention beim Ankauf von Kunstgegenständen wird thematisiert.
Zur Eröffnung der Schaufensterausstellung traf Innenminister Gerhard Karner den damaligen Saliera-Chefermittler Ernst Geiger und leitende Vertreter des Innenministeriums, des Bundeskriminalamts sowie der Kulturgutfahndung. Der Innenminister machte sich vor Ort selbst ein Bild über die Planungen für die neuen Museumsräumlichkeiten und die Klärung des aufsehenerregenden Saliera-Diebstahls, der sich kürzlich zum 20. Mal gejährt hat.