Grenzkontrollen
Bekämpfung der Schleppermafia – massive Reduktion der illegalen Migration geht konsequent weiter
Der Grenzschutz wird mit angepassten operativ-taktischen Maßnahmen fortgesetzt. Die Aufgriffe im Burgenland sind auf einem Tiefstand.
Der erweiterte Grenzschutz und die Grenzraumkontrollen werden um weitere sechs Monate verlängert. Die entsprechende Verordnung für die Grenzen zu Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien tritt mit Ablauf des 15. September 2026 in Kraft.
Das konsequente Vorgehen gegen illegale Migration erfordert ein umfassendes Maßnahmenpaket. Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei der Schutz des österreichischen Grenzraums. Die österreichische Bundespolizei hat daher bereits im Dezember 2025 ihr Konzept zur Grenzraumsicherung weiterentwickelt und einen breiten, flexiblen Kontrollgürtel etabliert. Im Mittelpunkt steht seither nicht mehr ausschließlich die stationäre Kontrolle einzelner Grenzübergänge. Stattdessen ermöglicht ein flexibler Grenzraumschutz, Kontrollen gezielt dort durchzuführen, wo sie aufgrund der aktuellen Lage erforderlich sind.
"Durch den europäischen Asylpakt wird der Schutz der EU-Außengrenzen weiterentwickelt. Darüber hinaus sind derzeit aber auch noch zusätzliche Maßnahmen an den österreichischen Grenzen notwendig. Unser Grenzschutz wurde dafür neu aufgestellt. Wir setzen damit auf einen breiten, flexiblen und wirkungsvollen Grenzraumschutz. Das Ziel dabei ist nach wie vor: Schlepper und Kriminelle aus dem Verkehr ziehen und Pendler so wenig wie möglich belasten", betonte Innenminister Gerhard Karner.
"Mit einem modernen Grenzraumschutz entlasten wir Pendler und Betriebe und spielen Ressourcen frei, die wir dort einsetzen können, wo sie für die Sicherheit unseres Landes am dringendsten gebraucht werden. Gleichzeitig gehen wir noch konsequenter gegen Schlepperei und illegale Grenzübertritte vor – national, aber vor allem europäisch. Um Österreich gemeinsam mit unseren europäischen Partnern langfristig sicher zu machen, setzen wir uns im Rahmen des Asylpakts und der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik auch weiterhin vehement für einen starken europäischen Grenzschutz ein", ergänzte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger.
"Die Verlängerung der Grenzraumkontrollen für weitere sechs Monate ist ein wichtiger Schritt, um weiterhin ordnend gegen die irreguläre Migration vorzugehen. Wichtig dabei ist, dass alle Maßnahmen zielgerichtet, rechtsstaatlich und ohne Generalverdacht ablaufen", sagte Staatssekretär Jörg Leichtfried.
Die aktuellen Aufgriffszahlen in der burgenländischen Grenzregion bestätigen den eingeschlagenen Weg: In der vergangenen Woche wurden lediglich zwei Menschen nach einem illegalen Grenzübertritt aufgegriffen. Der letzte Asylantrag nach einem Aufgriff im Burgenland wurde am 9. Juli 2026 gestellt.
Auch das österreichische Bundesheer unterstützt den Grenzraumschutz weiterhin im Rahmen des Assistenzeinsatzes.
Grenzkontrollen in Europa
Österreich ist mit seinen Maßnahmen nicht allein. Neben Österreich führen derzeit auch Deutschland, die Niederlande, Frankreich, Norwegen, Schweden, Dänemark, Italien, Polen und Spanien Kontrollen an ihren Binnengrenzen im Schengenraum durch. Damit kontrolliert mehr als ein Drittel der EU-Mitgliedstaaten derzeit zumindest an Teilen ihre Binnengrenzen. Die Maßnahmen an den österreichischen Grenzen werden eng mit den jeweiligen Nachbarstaaten abgestimmt.