Fortbildung
Cyber Crime Investigation: Neuer Lehrgang in Kooperation mit der FH Wiener Neustadt
Im Sommersemester 2026 startet der neue FH-Lehrgang "Cyber Crime Investigation" an der Fachhochschule Wiener Neustadt (FHWN). Der Lehrgang soll unter anderem die Ermittlungskompetenz bei computerunterstützten Straftaten stärken.
Zwischen dem Bundesministerium für Inneres (BMI) und der FHWN besteht seit 2006 eine enge Kooperation in der akademischen Ausbildung von Führungskräften. Auf Basis dieser langjährigen Kooperation startet im Sommersemester 2026 der FH-Lehrgang "Cyber Crime Investigation". Ziel ist die Professionalisierung der Ermittlungskompetenz bei computerunterstützten Straftaten, Angriffen auf die IKT-Sicherheit sowie die Stärkung der Zusammenarbeit beteiligter Akteure, insbesondere zwischen Polizei, Justiz, Finanz und privaten Unternehmen.
Kick-off an der FH Wiener Neustadt
Eine Kick-off-Veranstaltung mit allen an der Entwicklung des Lehrgangs involvierten Expertinnen und Experten, Vortragenden und Stakeholdern fand am 15. Jänner 2026 an der Fachhochschule Wiener Neustadt statt. Gruppenleiterin Eva Gollubits bedankte sich bei der Geschäftsführerin der FH Wiener Neustadt, Violeta Kalicanin, sowie beim Leiter der Fakultät Sicherheit, Michael Fischer. Der neu gestaltete Lehrgang zeige "den Stellenwert praxisorientierter Aus- und Fortbildungen auf dem aktuellsten Stand von Wissenschaft und Forschung."
Gerade im Bereich Cybercrime haben sich die Delikte in den vergangenen zehn Jahren mehr als versechsfacht. "Mit dieser neuen Ausbildung in Kooperation mit der FH Wiener Neustadt bietet das Innenministerium seinen Expertinnen bzw. Experten in diesem Bereich eine profunde Möglichkeit zur weiteren Professionalisierung und zum akademischen Austausch und sichert seine Kompetenzen zur Bekämpfung von Cyberkriminalität."
Näheres zum Lehrgang "Cyber Crime Investigation"
Der Lehrgang basiert auf zwei zentralen Modulen: "Core" und "Cyber". Im Modul "Core" werden rechtliche Rahmenbedingungen im digitalen Raum behandelt und technisches Wissen im Bereich der digitalen Kommunikation, IT-Infrastruktur, Systementwicklung, Datenanalyse und Kryptografie vermittelt. Das Modul "Cyber" widmet sich digitalen Bedrohungen und vermittelt Kenntnisse und Kompetenzen zur Absicherung von IT-Systemen und Netzwerken. Darüber hinaus werden die Teilnehmenden zu Informationssicherheitsstrategien geschult.
Der berufsbegleitende Lehrgang umfasst 60 ECTS (European Credit Transfer and Accumulation System), bietet 20 Studienplätze und ermöglicht Personen ohne einschlägige Hochschulreife, aber mit entsprechender Berufserfahrung, Zugang zu einer qualifizierten akademischen Weiterbildung. Der erfolgreiche Abschluss führt zur Bezeichnung "akademisch geprüfte Cybercrime-Expertin" bzw. "akademisch geprüfter Cybercrime-Experte".