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Asylpolizisten werden in Zukunft für Grenzschutz eingesetzt
Umfangreiche Maßnahmen führten in den vergangenen Jahren zu einem erfolgreichen Kampf gegen illegale Migration und die Schleppermafia. Aus diesem Grund wird die Asylregistrierungsstelle Schattendorf Ende Dezember 2025 ihre Tore schließen.
In den vergangenen beiden Jahren wurde die illegale Migration in Österreich konsequent gegen null gedrängt. Anlässlich des österreichischen Schengenvetos zum Beitritt Bulgariens und Rumäniens wurde auf Ebene der Europäischen Union eine Vielzahl an Maßnahmen ergriffen, um die Außengrenzen zu schützen und mehr in technische Infrastruktur und Personal zu investieren.
Österreichische Maßnahmen zum Grenzschutz wirken
Österreich hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen zum Grenzschutz gesetzt – beispielsweise die Operation Fox an der Grenze zu Ungarn. Zusätzlich werden verschiedene Staaten am Westbalkan von der österreichischen Polizei unterstützt.
Diese Maßnahmen wirken. Einerseits werden für eine Schleppung über den Balkan mittlerweile statt 1.000 Euro bereits 9.000 Euro verlangt. Außerdem konnte die Zahl drastisch reduziert werden: In der Kalenderwoche 46 im Jahr 2022 gab es noch mehr als 1.900 Aufgriffe, in der Kalenderwoche 46 dieses Jahres waren es lediglich 34 Aufgriffe.
Schließung der Asylregistrierungsdienststelle Schattendorf
Auf Grund der veränderten Lage kann die Asylregistrierungsdienststelle Schattendorf geschlossen werden. Die Dienststelle wurde 2016 errichtet und umfasst aktuell 23 Polizistinnen und Polizisten. Mit der Schließung der Dienststelle Ende Dezember 2025 werden die Exekutivbediensteten nun vorwiegend für den Grenzschutz eingesetzt – die Polizeiinspektion in Schattendorf bleibt von den Strukturmaßnahmen unbetroffen.
Innenminister Gerhard Karner betonte: "Wir sparen bei Asyl und investieren in die Sicherheit. Die illegale Migration wurde in den vergangenen beiden Jahren massiv zurückgedrängt. Das schafft die Möglichkeit, zusätzliche Polizistinnen und Polizisten stärker für den Grenzschutz und für Kontrollen einzusetzen, mit dem klaren Ziel, illegale Migration gegen null zu drängen. Wir werden und müssen die Bevölkerung weiter entlasten."
Nach dem Abbau der Grenzinfrastruktur in Nickelsdorf ist dies ein weiterer Schritt, der durch die massive Reduktion der illegalen Migration möglich wird. Ebenso konnten die Grundversorgungseinrichtungen in den vergangenen 18 Monaten reduziert werden (von 30 auf acht Einrichtungen). Im Burgenland konnten die Grundversorgungseinrichtungen des Bundes komplett geschlossen werden.