Bereitschaftseinheit Wien
Rasch verfügbare Kräfte
Seit 2012 unterstützt die Bereitschaftseinheit Wien den Regeldienst bei Schwerpunktaktionen, besonderen Einsatzlagen und im Sicherheits- und Ordnungsdienst. Rund 200 Polizistinnen und Polizisten stehen dafür zur Verfügung.
Innenminister Gerhard Karner mit Polizisten der Bereitschaftseinheit Wien. Die Einheit umfasst 200 Exekutivbedienstete und trägt den Funkrufnamen „Tosca“
© Jürgen Makowecz
Seit ihrer Gründung am 1. November 2012 ist die Bereitschaftseinheit (BE) ein fester Bestandteil der Wiener Polizei. Sie unterstützt den Regeldienst insbesondere bei Schwerpunktaktionen, im Kleinen und Großen Sicherheits- und Ordnungsdienst sowie bei besonderen Einsatzlagen. An polizeilichen Hotspots sorgt sie für verstärkte Präsenz und kann bei plötzlich auftretenden Lagen rasch zusätzliche Kräfte bereitstellen.
„Mit der Bereitschaftseinheit haben wir eine starke und flexible Einheit, die rund um die Uhr zur Verfügung steht und dort zum Einsatz kommt, wo rasch zusätzliche Polizeikräfte gebraucht werden“, sagte Innenminister Gerhard Karner.
200 Bedienstete. Die BE Wien ist als Fachbereich der Einsatzabteilung der Landespolizeidirektion Wien eingerichtet und trägt den Funkrufnamen „Tosca“. Ihre acht Züge sind in zwei Kompanien gegliedert. Von insgesamt 200 Exekutivbediensteten gehören 120 zum Stammpersonal, weitere 80 versehen im Rahmen eines sechsmonatigen Turnus Dienst in der Einheit.
Einsatzbilanz. 2025 führte die Bereitschaftseinheit 940 Festnahmen und 29.234 Identitätsfeststellungen durch. Hinzu kamen 5.749 Verwaltungsanzeigen, 1.789 Organmandate sowie 642 Anzeigen wegen Verbrechen und Vergehen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 574 Festnahmen, 12.602 Identitätsfeststellungen und 3.646 Verwaltungsanzeigen verzeichnet.
Bei ihrer Gründung bestand die BE Wien aus rund 100 Bediensteten. Zu den Schwerpunkten gehörten Überwachungs- und Streifendienste in öffentlichen Verkehrsmitteln und an polizeilichen Hotspots. Seit 2019 wurde die Einheit schrittweise für den Großen Sicherheits- und Ordnungsdienst ausgebildet und damit auch für größere Demonstrationen und andere ordnungsdienstliche Einsatzlagen eingesetzt. Auch die Ausstattung wurde weiterentwickelt: 2018 wurde der Taser X2 eingeführt, 2020 folgten Bodycams und speziell ausgebildete Beweissicherungsteams.
Bundesweites Modell. Im Herbst 2021 wurde das Konzept der Bereitschaftseinheit auf die Bundesländer ausgeweitet. Damit stehen der Polizei österreichweit rasch verfügbare Kräfte für Schwerpunktaktionen, besondere Lagen sowie Einsätze im Sicherheits- und Ordnungsdienst zur Verfügung.
Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 9-10/2026
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