Einbruchschutz und Objektsicherung
Partner in der Kriminalprävention
Das Kompetenzzentrum für Einbruchschutz und Objektsicherung setzt mit Qualitätsstandards und Information einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Kriminalprävention.
KEO-Führungsteam: Generalsekretär Nikolaus Immanuel
Köhler, Vizepräsident Christian Adamovic, Präsident Georg
Senft © KEO
Sicherheitspartner: KEO-Generalsekretär Nikolaus Immanuel
Köhler und der Wiener Polizeivizepräsident Dieter Csefan
© KEO
Wenn die Tür ins Schloss fällt und der Schlüssel in der Wohnung liegt, ist rasche Hilfe gefragt. Viele Betroffene wenden sich dann an den erstbesten Aufsperrdienst, den sie im Internet finden, oder an einen nahegelegenen Schlüsseldienst. Doch nicht immer entsprechen die angebotenen Leistungen den Erwartungen der Kunden. „Gerade in Notsituationen ist die Gefahr groß, an überteuerte oder unqualifizierte Dienstleister zu geraten“, sagt Nikolaus Immanuel Köhler, Generalsekretär des Kompetenzzentrums für Einbruchschutz und Objektsicherung (KEO). Die Aufklärung der Bevölkerung über Qualitätsstandards und seriöse Anbieter gehört daher zu den zentralen Aufgaben des Vereins. Gemeinsam mit der Förderung fachlicher Standards soll sie einen Beitrag zur Kriminalprävention leisten.
Die Idee für das heutige Kompetenzzentrum entstand im Arbeitskreis Sicherheit der österreichischen Schlossermeisterbetriebe. Nach der Gründung 1998 in Wien war das damalige „Kuratorium für Einbruchschutz und Objektsicherung“ für die Landesinnung der Metalltechniker tätig. Ziel war die Förderung von Qualitätsstandards sowie die fachliche Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Einbruchschutz. Für die praxisnahe Prüfung von Schlössern und Sicherheitseinrichtungen entwickelten die Gründungsmitglieder einen eigenen Prüfstand, der bis heute in der Meisterschmiede Marksteinergasse der Metalltechnik-Innung genutzt wird.
Kompetenzzentrum mit neuer Struktur.
Mit 1. Dezember 2025 übernahm Nikolaus Immanuel Köhler die Funktion des Generalsekretärs und begleitete die organisatorische Neuaufstellung des Vereins. Im Zuge der Ausgliederung aus der Wirtschaftskammer erfolgte auch die Umbenennung vom „Kuratorium für Einbruchschutz und Objektsicherung“ zum „Kompetenzzentrum für Einbruchschutz und Objektsicherung“ (KEO). Die neue Organisationsform stärkte die Eigenständigkeit des Vereins und schuf größere Unabhängigkeit in seiner fachlichen Arbeit. Als gemeinnütziger Verein finanziert sich das KEO ausschließlich über Mitgliedsbeiträge. Sämtliche Funktionen werden ehrenamtlich ausgeübt. Die Mittel fließen in Fachveranstaltungen, Aus- und Weiterbildungsangebote sowie Informationsmaßnahmen für Mitglieder und Öffentlichkeit. Darüber hinaus ist das KEO Kooperationspartner des Österreichischen Sicherheitstags und des Fachverbands Europäischer Sicherheits- und Schlüsselfachgeschäfte.
Zusammenarbeit mit der Polizei.
Der Schutz vor Einbrüchen ist ein zentrales Anliegen der kriminalpolizeilichen Prävention. Vor diesem Hintergrund arbeitet das KEO seit vielen Jahren mit der Kriminalprävention der Wiener Polizei zusammen. Experten des Vereins unterstützen Schulungen für Polizeibedienstete und bringen ihr Fachwissen bei sicherheitstechnischen Beratungen ein. Mit der Neuausrichtung des Vereins wurde diese Kooperation weiter intensiviert. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen der Sicherungstechnik, die Analyse typischer Schwachstellen von Gebäuden sowie Maßnahmen zur Verbesserung des mechanischen Einbruchschutzes. Gleichzeitig versteht sich das KEO als Plattform für den fachlichen Austausch zwischen Sicherheitsfachbetrieben, Behörden und Präventionsexperten.
Sicherheitstag
Schutz und Sicherheit
Fachvorträge, Podiumsdiskussionen und Aussteller aus den Bereichen Sicherheitstechnik, Überwachung, Zutrittskontrolle und Cybersecurity bilden die Schwerpunkte des Sicherheitstags 2026, der am 30. September 2026 im Palais Eschenbach in Wien stattfindet. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Themen wie Schutz vor digitalen Bedrohungen, Umgang mit Gefährdern, moderne Sicherheitsüberwachung, Zusammenarbeit zwischen Behörden und privaten Sicherheitsakteuren, Sicherheit an Österreichs Schulen.
www.sicherheitstag.com
Gütesiegel für Aufsperrdienste.
Das Gütesiegel „Aufsperrer“ steht für geprüfte Qualität und
seriöse Fachbetriebe © KEO
Ein weiterer Schwerpunkt des KEO ist die Qualitätssicherung im Bereich der Aufsperrdienste. Nach Angaben des Vereins geraten Verbraucherinnen und Verbraucher in Notsituationen immer wieder an Anbieter, die überhöhte Preise verrechnen oder Türöffnungen unsachgemäß durchführen. Um Orientierung zu bieten, führte das damalige Kuratorium bereits 2004 das „Gütesiegel Aufsperrer“ ein. Die registrierte Verbandsmarke wird nach festgelegten fachlichen und organisatorischen Kriterien vergeben.
Voraussetzung sind unter anderem der Nachweis entsprechender Fachkenntnisse, geeigneter Werkzeuge sowie die Absolvierung einer Fachprüfung. Darüber hinaus müssen die Betriebe definierte Qualitätsstandards erfüllen und jährlich Strafregisterbescheinigungen für Inhaber und Mitarbeiter vorlegen. Gütesiegel-Betriebe verpflichten sich zu möglichst beschädigungsarmen Türöffnungen sowie zu einer transparenten Preisgestaltung. Beschwerden werden vom Verein geprüft; bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen kann das Gütesiegel entzogen werden. Laut KEO führen derzeit weniger als zehn Prozent der österreichischen Aufsperrdienste das „Gütesiegel Aufsperrer“.
Aufsperrdienst und Schlüsseldienst.
Aufsperrdienste werden häufig mit klassischen Schlüsseldiensten gleichgesetzt. Tatsächlich handelt es sich jedoch um unterschiedliche Tätigkeiten. Während das Anfertigen von Schlüsselkopien ein freies Gewerbe ist, setzt die gewerbliche Türöffnung eine entsprechende fachliche Qualifikation und Gewerbeberechtigung voraus. Das KEO bietet in diesem Bereich Aus- und Weiterbildungen an und informiert über Qualitätskriterien bei der Auswahl eines Aufsperrdienstes. Darüber hinaus engagiert sich der Verein in der fachlichen Weiterbildung seiner Mitgliedsbetriebe und verfolgt aktuelle Entwicklungen in der Sicherungstechnik sowie in der Kriminalprävention.
Rosemarie Pexa
Aufsperrdienst
Darauf sollten Sie achten
- Kosten vorab telefonisch abklären.
- Misstrauisch sein bei Dumpingpreisen.
- Auf vollständige Kontaktdaten achten.
- Eine detaillierte Rechnung verlangen.
- Beschädigungsarme Öffnungsmethoden bevorzugen.
- Zertifizierte Fachbetriebe wählen.
Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 7-8/2026
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