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  3. Kriegs-und Opfergräberfürsorge

Kriegs- und Opfergräberfürsorge

Sterbliche Überreste beigesetzt

Am 1. Dezember 2025 fand an der Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der „Kindereuthanasie“ der Wiener Anstalt „Am Spiegelgrund“ statt. Drei Tage zuvor waren rund 550 histologische Schnitte (Gewebeproben) von Opfern beigesetzt worden.

Symbolische Beisetzung einer Urne mit Vizekanzler Andreas Babler und Innenminister Gerhard Karner
Symbolische Beisetzung einer Urne mit Vizekanzler Andreas Babler und Innenminister Gerhard Karner
© Karl Schober

Nachdem das Gedenkjahr 2025 mit der Übernahme der größten Kriegsgräberanlage des Zweiten Weltkriegs (Gruppe 97) am Wiener Zentralfriedhof in die Obhut des Bundesministeriums für Inneres (BMI) eingeläutet worden war, fand dieses Jahr auf Wiens größtem Friedhof seinen Abschluss. So wurde am 1. Dezember 2025 an der Gruppe 40 eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der „Kindereuthanasie“ der Wiener Anstalt „Am Spiegelgrund“ abgehalten.
Drei Tage zuvor fand die Beisetzung von rund 550 histologischen Schnitten (Gewebeproben) von Opfern unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die menschlichen Präparate wurden bei Bestandsaufnahmen bzw. einem Forschungsprojekt zur angeblichen Hirnforschung im Nationalsozialismus an der Medizinischen Universität Wien und in der pathologisch-anatomischen Sammlung des Naturhistorischen Museums entdeckt.
Parallel dazu wurde auf einem der Gedenksteine der Grabstätte der Opfer des Spiegelgrundes der Name eines dort ermordeten Mädchens, Irma Dirry, ergänzt. Bis dahin war fälschlicherweise der Name ihres Vaters Franz Dirry geschrieben. Darum nahmen bei der Beisetzung stellvertretend für alle Opfer der „Kindereuthanasie“ Hinterbliebene und Angehörige von Irma Dirry teil.
Die Organisation der würdigen Bestattung, der Namenskorrektur sowie der Gedenkveranstaltung oblag der im BMI für die Kriegs- und Opfergräberfürsorge zuständigen Abteilung für historische Angelegenheiten unter der Leitung von Stephan Mlczoch, die im Rahmen einer interministeriellen Kooperation als zentrale Koordinierungsstelle fungierte und Forschungsergebnisse für eine zeitgemäße Erinnerungskultur bündelte und aufbereitete.

Aufarbeitung eines dunklen Kapitels der österreichischen Zeitgeschichte. Vizekanzler Andreas Babler und Innenminister Gerhard Karner nahmen gemeinsam mit einer eigens aus den USA angereisten Angehörigen an der symbolischen Beisetzung einer Urne teil. An der Gedenkveranstaltung beteiligten sich Vertreterinnen und Vertreter der Medizinischen Universität Wien, des Naturhistorischen Museums Wien, des Nationalfonds sowie des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes. Insgesamt waren 70 Gäs­te anwesend, darunter Repräsentanten der Stadt Wien, der Friedhöfe Wien GmbH, der IKG Wien und weiterer Institutionen.
„Heute gedenken wir den rund 800 Kindern und Jugendlichen, denen zwischen 1940 und 1945 auf dem Wiener Spiegelgrund auf grausame Weise das Leben genommen wurde. Ihre Schicksale blieben viel zu lange anonym, ihre persönliche Geschichte blieb lange unerzählt. Die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der österreichischen Zeitgeschichte ist eine notwendige und große Verantwortung“, sagte der für die Kriegs- und Opfergräber zuständige Innenminister.
„Was am Spiegelgrund passiert ist, ist für uns unvorstellbar und dennoch geschehen. Es ist unsere Pflicht an die Gräuel zu erinnern und den Opfern zu gedenken. Kinder wurden ihren Familien entrissen. Es waren Kinder, denen man tödliche Dosen Medikamente einflößte und deren gemarterten Körper als Forschungsobjekte missbraucht wurden, weil ihre Erscheinung, ihr tatsächlicher oder zugeschriebener Geisteszustand nicht der Norm einer menschenverachtenden Ideologie entsprach“, sagte Vizekanzler Andreas Babler, dessen Ministerium die Forschungsarbeit zur Identifikation einiger der beigesetzten Opfer veranlasst hatte.
Vizekanzler Andreas Babler und Innenminister Gerhard Karner dankten dem Naturhistorischen Museum und der Medizinischen Universität Wien, der Kommission für Provenienzforschung im Kulturministerium, dem Nationalfonds und dem DÖW sowie der die Veranstaltung ausrichtenden Abteilung für historische Angelegenheiten im BMI für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Die Anstalt „Am Spiegelgrund“ war neben Brandenburg/Görden die zweite der im Deutschen Reich eingerichteten Tötungsanstalten der Kindereuthanasie und gemessen an der Zahl der Opfer auch eine der größten. Der Gründung der Wiener städtischen Fürsorgeanstalt „Am Spiegelgrund“ im Juli 1940 ging die Ermordungen eines beträchtlichen Teiles der Patientinnen und Patienten der damaligen Heil- und Pflegeanstalt „Am Steinhof“ im Rahmen der „Aktion T4“ voraus. Die meisten von ihnen wurde in eine nicht näher genannte Anstalt gebracht und ermordet. Diese konnte später als Schloss Hartheim in Alkoven bei Linz identifiziert werden.
Zu Beginn bestand die Einrichtung aus neun Pavillons im westlichen Teil des Anstaltsgeländes, bevor im Herbst 1942 zwei dieser Pavillons als eine eigene Institution „zur Aufnahme der Fälle des Reichsausschusses zur wissenschaftlichen Erfassung von erb- und anlagebedingten schweren Leiden sowie von debilen, bildungsunfähigen Minderjährigen“ von der Jugendfürsorgeanstalt getrennt wurden.
Offiziell war der Pavillon 17 für die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen bestimmt, während im Pavillon 15 Säuglinge und Kleinkinder untergebracht wurden. Die Säuglingsabteilung, war Schauplatz der Euthanasiemorde. Hier starb die überwiegende Mehrheit der 789 dokumentierten Todesopfer, Kinder wie Jugendliche.
Trotz umfangreicher Recherchen ist es bis heute nicht gelungen, die Zahl der Kinder und Jugendlichen festzustellen, die zwischen 1940 und 1945 am Spiegelgrund festgehalten wurden. Mit ziemlicher Sicherheit vollständig dokumentiert sind nur die Toten. Im Totenbuch der „Kinderfachabteilung“ sind 789 Namen vermerkt.
Es ist heute unmöglich festzustellen, wie viele Kinder tatsächlich ermordet wurden, wie viele an Vernachlässigung zugrunde gingen und wie viele auch bei bestmöglicher Behandlung keine großen Überlebenschancen gehabt hätten.

Rück- und Ausblick.

Bereits 2002 und 2012 wurden Opfer an der Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof in einer eigens errichteten Grabstätte beigesetzt. Durch die im Bundesministerium für Kunst und Kultur ressortierten Kommission für Provenienzforschung unter der Leitung von Pia Schölnberger konnten weitere Präparate in den Beständen der pathologischen-anatomischen Sammlung im „Narrenturm“ ausfindig gemacht werden, die zu den bereits bestatteten Opfern der „Kinder­euthanasie“ zuordenbar waren. Andere Opfer wurden von der Medizinischen Universität Wien im Zuge eines von Herwig Czech geleiteten Forschungsprojekts zur angeblichen Hirnforschung im Nationalsozialismus aufgefunden und identifiziert. Die menschlichen Überreste wurden schließlich durch die Abteilung für historische Angelegenheiten des BMI durch die Friedhöfe Wien GmbH würdig bestattet. Im Sinne der staatsvertraglichen und bundesgesetzlichen Verpflichtungen werden die Gräber dieser Opfer des verbrecherischen NS-Regimes im Rahmen der Kriegs- und Opfergräberfürsorge dauerhaft erhalten und gepflegt.

Neben den Opfern des Spiegelgrundes konnten in den Beständen des Naturhistorischen Museums Wien weitere pathologisch-anatomische Präparate identifiziert werden, die im Sinne der Kriegsgräberfürsorgegesetze von 1948 als Kriegsopfer zu bezeichnen sind. Nachdem etwaige bereits bestehende Grablagen sowie mögliche Angehörige ermittelt werden konnten, wird auch ihnen die letzte Ruhe zuteil. Ihre Gräber sind als Teil der österreichischen Erinnerungslandschaft dauernd und würdig zu erhalten.

Markus Fochler


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 3-4/2026

 Druckversion des Artikels (PDF, 276 kB)

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