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  2. Ausgabe 3-4/2026
  3. Einbruchprävention

Einbruchprävention

Gelegenheit macht Diebe

Eine Täterbefragung ergab, welche Objekte Einbrecher anziehen oder abschrecken. Die Kriminellen nutzen Schwachstellen und Gelegenheiten und bevorzugen unzureichend gesicherte Altbauten.

Täterbefragungsstudie: Einbrecher bevorzugen als Beute Schmuck, Bargeld, Sammlermünzen und kleine Elektronikgeräte
Täterbefragungsstudie: Einbrecher bevorzugen als Beute Schmuck, Bargeld, Sammlermünzen und kleine Elektronikgeräte
© Werner Sabitzer

Jeden Tag werden in Österreich im Durchschnitt 176 Einbrüche angezeigt, davon 19 in Wohnungen und Wohnhäuser. Viele Wohnräume sind unzureichend gesichert.
Welche Wohnungen wählen Einbrecher für ihre Beutezüge aus? Wovon lassen sie sich abschrecken? Wie denken die Einbrecher? Antworten auf diese Fragen liefert eine Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) und des Instituts für Konfliktforschung. Für die Täterstudie wurden von November 2024 bis Jänner 2025 in sieben Justizanstalten insgesamt 35 Einbrecherinnen und Einbrecher interviewt. Zudem wurden Gerichtsakten analysiert und Kriminalisten befragt.
Die befragten Straftäter nahmen freiwillig teil; die Daten wurden anonymisiert. „Um tiefere Einblicke in die Denkweise der Täter zu erhalten, haben wir bewusst auf standardisierte Fragen verzichtet und individuelle Gespräche geführt“, erläuterte der Kriminalsoziologe Dr. Günter Stummvoll, Projektleiter am Institut für Konfliktforschung, bei der Vorstellung der Studie am 21. Oktober 2025 in Wien. „Zu den Herausforderungen einer solchen Mission gehört es, einerseits Zugang zu den Tätern zu bekommen und andererseits muss man diese auch dazu bringen, möglichst viele Details von ihren Strategien und Taten zu erzählen“, betonte Stummvoll.
„Einbrecher suchen ihre Objekte nach Schwachstellen und Gelegenheiten aus. Wer sein Heim gut sichert, hat daher gute Chancen, dass er erst gar nicht ins Visier von Einbrechern gerät“, sagte Dr. Armin Kaltenegger, KFV-Chefjurist und Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KFV.

Drei Tätergruppen.

Präsentation der Täterbefragungsstudie: Kriminalsoziologe Günter Stummvoll (Institut für Konfliktforschung), Armin Kaltenegger (KFV)
Präsentation der Täterbefragungsstudie: Kriminalsoziologe Günter Stummvoll (Institut für Konfliktforschung), Armin Kaltenegger (KFV)
© KFV

Bei den Befragungen haben sich drei Tätergruppen herauskristallisiert: professionelle Täter, Gelegenheitstäter, die sich in finanzieller Notlage befinden, sowie Milieutäter.
Die meisten Einbrecher bevorzugen Gebäude mit geringem mechanischem Widerstand, vor allem Altbauten mit veralteten Schließsystemen, doppelflügeligen Türen oder ungesicherten Fenstern. Gut gesicherte Häuser werden meistens gemieden. Einbrüche erfolgen oft am Vormittag, wenn viele Wohnungen leer stehen. Oft prüfen die Täter das durch Klingeln oder Klopfen.
Zu den Taktiken der professionellen Täter gehören beispielsweise die Beobachtung des Zielobjekts über Tage hinweg und das Testen von Alarmanlagen durch Fake-Versuche. Spuren werden mit Frischhaltefolie oder Reinigungssprays vermieden. Die Kriminellen nutzen unter anderem YouTube-Tutorials zum Schlösserknacken.
Zur bevorzugten Beute zählen Bargeld, Schmuck und kleine Elektronikgeräte – Dinge, die sich leicht transportieren und schnell weiterverkaufen lassen. Sperrige Gegenstände wie Fernseher oder Möbel bleiben meist zurück. Auch wertvolle Objekte werden oft liegen gelassen, wenn sie schwer verwertbar sind oder ein zu hohes Entdeckungsrisiko bergen.
Für die Tatausführung verwenden Einbrecher Schraubenzieher über Bolzenschneider bis hin zu Hebelwerkzeugen zum Öffnen von Tresoren und anderen Behältnissen. Viele Täter haben „Postschlüssel“ zum Öffnen von Haustüren oder wenden andere Nachsperrmethoden ohne sichtbare Spuren an.

Sieben Lektionen.

Aus den Erkenntnissen der Täterbefragung hat das Studienteam sieben Lektionen mit Präventionsempfehlungen zusammengefasst:

Lektion 1: Gekippte Fenster und offene Türen wirken wie eine Einladung: Viele Einbrüche passieren nicht in der Nacht, sondern am Tag – während man arbeitet, einkaufen geht oder aus anderen Gründen nicht zu Hause ist. Ein gekipptes Fenster etwa ist für Einbrecher ein „Geschenk“. Einbrecher kommen so in die Wohnräume, ohne was kaputt zu machen. Daher:

  • Fenster und Balkontüren auch bei kurzer Abwesenheit schließen.
  • Das Türschloss immer zweimal absperren – auch bei kurzen Besorgungen.
  • Kellerräume und Garagen stets versperren.

Lektion 2: Einbrecher nutzen Alltagsschwächen aus: Einsehbare Kellerabteile oder herumliegendes Werkzeug sind verlockend. Daher:

  • Werkzeuge und Leitern nie im Freien stehen lassen.
  • Fahrräder immer an festen Gegenständen sichern – auch im Keller.
  • Kellerabteile blickdicht und versperrt halten.

Lektion 3: Manche Täter gehen sehr strukturiert vor. Einige Täter spionieren potenzielle Opfer auch aus und entscheiden erst dann, ob sie zugreifen. Daher:

  • Bei Abwesenheit Licht mit Zeitschaltuhren steuern – und nicht immer die gleichen Zimmer beleuchten.
  • Den Briefkasten täglich leeren und im Urlaub durch eine Vertrauensperson leeren lassen.
  • Vorhänge tagsüber nicht dauerhaft geschlossen halten – das deutet daraufhin, dass das Haus nicht bewohnt sein könnte.
  • Kein Bargeld zu Hause lagern, Wertsachen schwer auffindbar verwahren.

Lektion 4: Sozialer Zusammenhalt wirkt abschreckend. Einbrecher meiden Gegenden, in denen Menschen sich gegenseitig gut kennen und aufmerksam sind. Daher:

  • Kontakt zu Nachbarn pflegen.
  • Auffällige Personen höflich, aber direkt ansprechen: „Suchen Sie jemanden?“
  • Im Haus auf verdächtige Geräusche achten – im Zweifel nachsehen oder Hilfe holen.

Lektion 5: Täter schrecken nicht immer vor bewohnten Häusern zurück. Daher:

  • Alarmanlagen an Außentüren und -fenstern auch aktivieren, wenn man zu Hause ist.
  • Regelmäßige Wartung und Funktionsprüfung von Alarmanlagen und Bewegungsmeldern.
  • Videotürklingel anbringen und dunkle Bereiche mit Bewegungsmeldern ausleuchten.
  • Auch in Mehrparteienhäusern nicht einfach die Tür öffnen, wenn es läutet, sondern über die Gegensprechanlage Kontakt aufnehmen.

Lektion 6: Einbrecher nicht attackieren. Sie werden selten gewalttätig, außer sie fühlen sich bedroht. Daher:

  • Täter nicht stellen – sondern Fluchtwege freilassen.
  • Wichtige Merkmale einprägen: Aussehen, Sprache, Kleidung, Fluchtrichtung, Tatzeit.
  • Bei aufgebrochener Wohnungstür nicht eintreten – sondern die Polizei verständigen.

Lektion 7: Vorsicht bei Insiderwissen und Gewohnheiten. Auch Personen mit Zugang zum Haus – etwa Reinigungskräfte – können unbeabsichtigt Informationen weitergeben. Daher:

  • Reinigungspersonal möglichst nur über persönliche Empfehlung beauftragen – nicht über Aushänge oder Inserate.
  • Schlüssel nicht vor der Haus- oder Wohnungstür verstecken (zum Beispiel unter der Fußmatte oder im Blumentopf).
  • Über längere Abwesenheiten nur enge Vertrauenspersonen informieren.

Frühere Täterbefragungen.

Das KFV hat bereits 2007 und 2018 Täterbefragungen in Justizanstalten durchgeführt – in Kooperation mit dem Bundeskriminalamt. Die Erkenntnisse ähnelten jenen der jüngsten KFV-Studie: Einbrecher gehen den Weg des geringsten Widerstands und nutzen Gelegenheiten, etwa Wohnungen und Wohnhäuser, deren Türen oder Fenster leicht zu öffnen sind. Die Taten erfolgen in der Regel in Abwesenheit der Opfer. Wohnräume sind oft unzureichend geschützt.
Die aufwendigste Studie stammt von Dr. Klaus Krainz, der 1988 als Assistent am Institut für Strafrecht an der Karl-Franzens-Universität Graz für eine Einbruchspräventionsstudie mit zwölf Diplomanden 111 Häftlinge in der Justizanstalt Graz-Karlau befragte. Krainz unterschied zwischen Plantätern und Spontantätern. Bei der Wahl eines Einbruchsobjekts und der Entscheidung einzubrechen, waren drei Faktoren ausschlaggebend – die zu erwartende Beute, die erkennbaren Einbruchsmöglichkeiten und das einzugehende Risiko.
75 Prozent der Täter ließen sich bei Wohnungseinbrüchen von einer Alarmanlage vom geplanten Einbruch abhalten. Bei Geschäftseinbrüchen waren es 79 Prozent der Plantäter, die ihr Vorhaben wegen einer Alarmanlage abbrachen. 61 Prozent ließen sich durch Videokameras im Geschäftsbereich abschrecken, bei einbruchhemmenden Türen waren es 55 Prozent. Bei Wohnhäusern haben Hunde eine abschreckende Wirkung, zumindest bei Spontantätern. Mehr als 50 Prozent der Befragten gaben an, sie würden nie in ein Haus oder in eine Wohnung eindringen, wo sich ein Hund befindet.

Werner Sabitzer


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 3-4/2026

 Druckversion des Artikels (PDF, 635 kB)

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