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  2. Ausgabe 3-4/2026
  3. Kriminalitätsbekämpfung

Kriminalitätsbekämpfung

Schlag gegen Bankomatsprenger

Zwischen Ende 2024 und November 2025 verübten international agierende Tätergruppen Angriffe auf Geldausgabeautomaten und verursachten erhebliche Sachschäden. Angehörigen der Arbeitsgemeinschaft (AG) Bankomat ist es gelungen, Täter und Hintermänner auszuforschen und festzunehmen.

Täter sprengten drei Bankomaten in einer Bankfiliale in der Vorgartenstraße in Wien. Polizeikräfte trafen wenige Minuten später am Tatort ein und ertappten Verdächtige auf der Flucht
Täter sprengten drei Bankomaten in einer Bankfiliale in der Vorgartenstraße in Wien. Polizeikräfte trafen wenige Minuten später am Tatort ein und ertappten Verdächtige auf der Flucht
© LPD Wien

In den frühen Morgenstunden des 21. Jänner 2025 sprengten fünf Täter einen Bankomaten in einer Bankfiliale im Kaufpark Alterlaa in Wien-Liesing. Glasscheiben umliegender Geschäfte barsten im Umkreis von 20 Metern, Deckenverkleidungen stürzten herab, Trümmer und Kabel lagen großflächig verteilt. Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnparks wurden von den zwei Explosionen gegen 4 Uhr früh aus dem Schlaf gerissen.
Die Täter flüchteten mit Motorrollern, die später in einem nahegelegenen Park sichergestellt wurden. Der Tatort musste weiträumig abgesperrt werden, was Auswirkungen auf den angrenzenden Wohnkomplex und eine benachbarte Schule hatte.
Am 6. April 2025 gegen 4 Uhr früh sprengte in Wien-Leopoldstadt ein vierköpfiges Täterteam drei Geldausgabeautomaten in einer Bankfiliale in der Vorgartenstraße. Aufgrund von Überwachungsmaßnahmen trafen Polizeikräfte wenige Minuten später am Tatort ein und überraschten Verdächtige auf der Flucht. Bei dem Zugriff kam es zur Schussabgabe seitens der Polizei. Drei weitere Täter konnten flüchten. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. So kam es schließlich im November und Dezember zu Zugriffen mit Festnahmen in den Niederlanden und auf Malta.
29 Einbrüche in Geldausgabeautomaten mittels Sprengung wurden 2025 verübt, in 14 Fällen blieb es beim Versuch und die Täter mussten ohne Beute flüchten. Die Sprengungen hatten enorme Sachschäden zur Folge und eine Gefährdung von Unbeteiligten konnte nicht ausgeschlossen werden. Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Taten einer Gruppe zugeordnet werden konnten, die vorrangig im Raum Wien, aber auch in der Steiermark, Salzburg, Niederösterreich und Oberösterreich unterwegs waren und deren Mitglieder mit Motorrollern, später auch mit PS-starken Fahrzeugen von den Tatorten flüchteten. Nach weiteren Erhebungen stand fest, dass es sich um Täter aus den Niederlanden mit marokkanischen Wurzeln handelte, die bereits in anderen europäischen Ländern unterwegs gewesen waren und ihren Aktionsradius auf Österreich ausgeweitet hatten.

AG Bankomat.

Das Netzwerk der Täter war groß: Es handelte sich um zumindest vier eigenständige Gruppen, die zeitweise untereinander kooperierten und zum Teil einen gemeinsamen Logistiker in Wien hatten. Am 1. März 2025 wurde im Bundeskriminalamt die Arbeitsgemeinschaft (AG) Bankomat eingerichtet. Die AG Bankomat ist eine strategische und operative Drehscheibe. Ermittlerinnen und Ermittler aus mehreren Landeskriminalämtern – darunter Wien, Niederösterreich, Steiermark, Oberösterreich und Salzburg – arbeiteten mit Kolleginnen und Kollegen des Büros im Bundeskriminalamt (BK) zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität zusammen. Die operative Koordination erfolgt zentral über das BK in engem Austausch mit internationalen Partnern und dem Bankensektor. Unterstützt wurde die AG vom EKO Cobra, von Observationsteams und Einsatzgruppen.
Ein Schwerpunkt lag auf der Zusammenführung operativer Erkenntnisse, der Analyse von Tatmustern sowie der Koordination internationaler Maßnahmen. „Die schnelle Einrichtung der AG war dringend nötig, denn das Gegenüber war professionell aufgestellt“, berichtet Niko Reith, operativer Leiter der AG Bankomat. „Für eine erfolgreiche Sprengung eines Bankomaten braucht man Know-how, damit das Geld darin nicht zerstört wird. Diese Fähigkeit wird rasch erlernt, indem die Täter teilweise Ausbildungsstätten in den Niederlanden besuchen. Dort können die Sprengungen mit unterschiedlichsten Bankomattypen trainiert werden. Auf Rennstrecken werden die Fluchtfahrzeuge getestet oder Geschwindigkeitsbegrenzer manipuliert.“

Die Sprengungen der Bankomaten hatten enorme Sachschäden zur Folge und waren eine Gefahr für Unbeteiligte
Die Sprengungen der Bankomaten hatten enorme Sachschäden zur Folge und waren eine Gefahr für Unbeteiligte
© LPD Wien

Professionalisierung der Tatmuster.

Die Angriffe folgten einem Muster: gewaltsames Eindringen in Foyers, Aufzwängen der Geräte, Platzierung von Sprengladungen und Kabelfernzündung außerhalb der Filiale. Die Täter waren maskiert, handelten arbeitsteilig und blitzschnell – die Angriffe dauerten wenige Minuten. Neben leistungsstarken Fluchtfahrzeugen waren Motorroller in Verwendung, die gebraucht gekauft worden waren. Die Fluchtwege mit den Rollern waren stets so geplant, dass sie von verfolgenden Polizeistreifen nicht befahren werden konnten. „Diese Taktiken der Täter hat die Verfolgung und Fahndungsarbeit der Polizei ungemein erschwert“, erklärt Reith.
Das Vorgehen der Täter stellte eine Gefahr für Unbeteiligte dar, etwa für Passantinnen und Passanten oder Gebäude. Von der Staatsanwaltschaft wird auch zum Einbruchsdiebstahl die vorsätzliche Gefährdung durch Sprengmittel angezeigt – mit einer Strafdrohung von einem bis zehn Jahren Haft. Wie hoch die Gefahr für Anrainerinnen und Anrainer war, zeigte sich am 21. Jänner 2025 in Wien-Liesing:

Zweiphasiger Zugriff.

Das Vorgehen der AG Bankomat erfolgte in zwei abgestimmten Phasen im November und Dezember 2025. In der ersten Phase am 12. November wurde in den Niederlanden die Festnahme eines 36-Jährigen und zwei Hausdurchsuchungen vollzogen. Ein weiterer Beschuldigter entzog sich dem Zugriff und wurde international zur Fahndung ausgeschrieben. Sichergestellt wurden fast 7.000 Euro Bargeld, Goldbarren im Wert von 22.000 Euro, Mobiltelefone, Datenträger sowie geringe Mengen Suchtgift. Die zweite Phase folgte am 2. Dezember: Zeitgleich kam es zu Zugriffen in mehreren niederländischen Orten in drei Provinzen und auf Malta – über das europäische Zielfahndungsnetzwerk ENFAST. Fünf niederländische Verdächtige im Alter zwischen 19 und 29 Jahren wurden festgenommen, zwei wurden zur internationalen Fahndung ausgeschrieben. Neben IT-Ausrüstung stellten die Ermittler mutmaßliche Täterbekleidung, Unterlagen mit Österreich-Bezug und pyrotechnische Gegenstände wie Blitzknallkörper sicher. Die AG Bankomat war bei den Zugriffen mit neun Beamten vertreten. Parallel gelang es Zielfahndern von ENFAST, den Aufenthaltsort eines weiteren Verdächtigen auszuforschen. Der 29-jährige nordmazedonische Verdächtige wurde nach Erwirken eines EU-Haftbefehls auf Malta festgenommen.
„Die AG Bankomat hat gezeigt, dass wir in der Lage sind, schnell, koordiniert und effektiv zu handeln – national wie international“, sagte der Direktor des Bundeskriminalamtes Andreas Holzer.

Ermittlungsbilanz.

Im Zusammenhang mit der Serie von Bankomatsprengungen wurden 48 Personen ausgeforscht und 29 Verdächtige festgenommen, 26 Hausdurchsuchungen vollzogen und 16 Motorroller, zwei Fluchtfahrzeuge, über 50 Mobiltelefone und mehr als 30 Datenträger, Täterbekleidung, Sprengstoffkomponenten, rund 40.000 Euro Bargeld sowie Suchtmittel sichergestellt. Der Sachschaden belief sich in Millionenhöhe. Nach den Festnahmen kam es nur noch vereinzelt zu Sprengungen, „die glücklicherweise oft beim Versuch bleiben“, erklärt Reith. „Hier vermuten wir auch Nachahmungstäter. Als Polizei bleiben wir aber wachsam und die AG Bankomat wird künftige Entwicklungen genau beobachten.“

Prävention.

In Zusammenarbeit zwischen den Sicherheitsbehörden und dem Bankensektor soll künftig ein Bündel an Maßnahmen umgesetzt werden, das neben Sensibilisierungen auch technische Maßnahmen beinhaltet. „Technische Sicherheitsmaßnahmen der Banken machen Österreich als Ziel von Bankomatsprengungen für die Täter unattraktiv“, erklärt der operative Leiter der AG Bankomat Niko Reith. „Wir bemerken bereits jetzt, dass diese Gruppierungen in nordöstliche Nachbarstaaten ausweichen.“

Maria Rennhofer-Elbe


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 3-4/2026

 Druckversion des Artikels (PDF, 643 kB)

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