Porträt
Erfolgreiche Skicrosserin
Sonja Gigler zählt zu den vielversprechendsten Skicrosserinnen Österreichs. Sie meldete sich nach zweijähriger Verletzungspause im Dezember 2025 eindrucksvoll in den Rennbetrieb zurück. Ihr nächstes großes Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina.
Skicrosserin Sonja Gigler will sich für die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien qualifizieren © GEPA Pictures/Matic Klansek
Als Jugendliche war sie eine erfolgreiche Kunstturnerin. Das Bewegungstalent gewann zwei Staatsmeistertitel. Schon mit fünf Jahren übte sich Sonja Gigler in der artistischen Gymnastik.
„Das kommt mir heute noch in meinem Sport zu Gute“, sagt die Vorarlbergerin, die in Hard am Bodensee aufgewachsen ist und jetzt am Arlberg lebt. Die Schule besuchte die 24-Jährige im Bregenzerwald. Ihre Karriere im alpinen Skisport begann mit dem alpinen Skilauf. Der alpine Skilauf wurde ihr langsam zu eintönig und den großen Sprung in den ÖSV-Kader schaffte sie auch nicht. Dafür lebt sie sich im Skicross so richtig aus. Heute ist Sonja Gigler eine der erfolgreichsten Skicrosserinnen des Landes. Die ehemalige Kunstturnerin holte sich 2023 in Veysonnaz den Junioren-Weltmeisterschaftstitel. Im Teambewerb bei der WM in Georgien kam Gigler hingegen schwer zu Sturz und erlitt dabei einen Kreuzbandriss sowie Riss des Außenmeniskus. 2024 schlug das Schicksal erneut zu. Sonja Gigler riss sich beim Comebackrennen erneut das Kreuzband. Die Polizeispitzensportlerin, die für den SC Arlberg startet, stand im Weltcup bereits mehrmals auf dem Podest. Staatsmeisterschaften hat Sonja Gigler zweimal gewonnen.
Polizei.
Sonja Gigler ist seit Mai 2024 Mitglied des Polizeispitzensportkaders des Innenministeriums. Die Absolventin des Skigymnasiums Stams befindet sich derzeit in der Polizeigrundausbildung in Graz, gemeinsam mit der nordischen Kombiniererin Lisa-Marie Hirner und der Langläuferin Teresa Stadlober. „Polizistin werden zu können ist eine tolle Sache. Ein cooler Job“, sagt Gigler. Ihr ganz großer Traum ist die Teilnahme an den kommenden olympischen Spielen in Italien. Die Qualifikation dafür hält die Skicrosserin für machbar. Auch mit Unterstützung des Innenministeriums will sie dieses Ziel erreichen. Einen genauen Plan, der nach Mailand und Cortina führen soll, hat sie schon im Kopf. Dank ihrer Willensstärke nimmt man ihr das auch ab. Sonja Gigler orientiert sich an den Besten. Wie beispielsweise an der Schwedin Sandra Näslund, der zweimaligen Weltmeisterin und Olympiasiegerin 2022, sie hat über 30 Einzelsiege. Eine absolute Ausnahmeathletin.
Olympia.
Für Sonja Gigler zählt jetzt der Olympia-Countdown. Die Spiele sollen vom 6. bis 22. Februar 2026 steigen. Die Qualifikation – ein Top-10-Ergebnis oder zweimal ein Platz unter den Top 16 – hält sie für absolut realistisch. Es wären die dritten Winterspiele in Italien. Nach über zweijähriger Rennpause kehrte sie im Dezember 2025 in die Skirennsaison zurück. Beim FIS Rennen am Pitztaler Gletscher fuhr sie auf Anhieb Qualibestzeit.
W. W.
Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 1-2/2026
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