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  2. Ausgabe 7-8/2025
  3. Spanien

Spanien

Unfallerhebung und Rettung

Die Guardia Civil de Montaña, ein militärisch organisierter Wachkörper, ist für den polizeilichen Alpindienst wie Bergung, Rettung und Unfallerhebung im alpinen Gelände zuständig.

Die Angehörigen der Guardia Civil de Montaña werden in Bergen, in Höhlen und an schwer zugänglichen Orten eingesetzt
Die Angehörigen der Guardia Civil de Montaña werden in Bergen, in Höhlen und an schwer zugänglichen Orten eingesetzt
© Fernando Rivero
Die Angehörigen der Guardia Civil de Montaña werden in Bergen, in Höhlen und an schwer zugänglichen Orten eingesetzt
Zwischen den österreichischen (rote Jacken) und spanischen Alpinpolizisten besteht eine langjährige Kooperation
© BMI/Alpinpolizei

Spanien ist ein gebirgiges Land mit vielen Gebirgsmassiven: Im Nordosten bilden die Pyrenäen mit ihrem Gipfel, dem Pico de Aneto (3.404 m), die Landesgrenze zu Frankreich und zu Andorra. Der höchste Berg des spanischen Festlands ist der 40 Kilometer nördlich des Mittelmeeres gelegene Mulhacén (3.482 m) in der Sierra Nevada. Diese ist ein Teil des Andalusischen Faltengebirges im Süden Spaniens.

Guardia Civil de Montaña.

Kommt es in einem dieser Gebirge zu einem Unfall, ist zumeist die Guardia Civil de Montaña im Einsatz, so auch im Jänner 2025: In den Pyrenäen kam es im Skiort Astùn zu einem Sesselliftunfall, bei dem 80 Skifahrer aus bis zu 15 Metern Höhe mitsamt Sessel auf den Boden geschleudert wurden. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt. Die Guardia Civil de Montaña setzte ihre alpinen Rettungs- und Interventionseinheiten und ihre grün-weißen Hubschrauber ein. Innert zweieinhalb Stunden wurden alle Skifahrer in Zusammenarbeit mit anderen Rettungskräften gerettet.

Die Guardia Civil als größtes spanisches Polizeikorps untersteht mit 85.000 Beamten in der Stellung als Berufssoldaten zugleich dem Innen- und dem Verteidigungsministerium. Sie schützt die Demokratie und die Verfassung, erfüllt im Falle eines Krieges sowie bei Auslandsmissionen eine militärpolizeiliche Funktion und nimmt vielfältige Aufgaben wahr. Dazu gehören die Autobahnpolizei, die Drogenbekämpfung, die Terrorismusbekämpfung, der Grenzschutz, die Küstenwache und die Polizeipräsenz – besonders auf dem Land. Mit der Guardia Civil de Montaña stellt sie eigene alpine Rettungs- und Interventionseinheiten („Grupos de Rescate e Intervención en Montaña“: GREIM).

Unfallerhebung und Rettung im Gebirge.

Guardia Civil de Montaña: Höhlenretter und Lawinensuchhund
Guardia Civil de Montaña: Höhlenretter und Lawinensuchhund
© Fernando Rivero

Die Angehörigen der Guardia Civil de Montaña werden in Berggebieten, in Höhlen und an schwer zugänglichen Orten eingesetzt – und überall dort, wo widrige Wetterbedingungen technische Mittel erfordern. Sie untersuchen Unfälle, schützen die Umwelt, suchen und retten Personen.
Capitàn Fernando Rivero Diaz, Offizier des Servicio de Montaña de la Guardia Civil, präzisiert: „Wir retten oft Menschen, die einen Unfall in den Bergen hatten. Wir prüfen, ob Dritte für den Unfall verantwortlich sind. Gelegentlich beauftragt uns die Justizbehörde, eine Leiche aus einem schwer zugänglichen Ort zu bergen. Dies ist für die Beweissicherung und den Polizeibericht unerlässlich.“
Die Einsatzkräfte der Guardia Civil de Montaña waren auch schon im Ausland im Einsatz: „Im April 2015 haben wir in Marokko die Leichen zweier Spanier geborgen, die im Atlasgebirge ums Leben gekommen waren. Und im Mai 2015 unterstützten wir die nepalesische Regierung nach einem Erdbeben bei Rettungen und Bergungen. Zwölf unserer Einsatzkräfte haben nach einem Lawinenabgang vermisste spanische Staatsangehörige im Langtang-Tal gesucht“, sagt Capitàn Diaz.
Die Guardia Civil de Montaña verfügt über 300 Rettungskräfte, die in Bergrettung und in erweiterter Erster Hilfe ausgebildet sind. 260 der Einsatzkräfte werden in den GREIM-Einheiten eingesetzt, während 40 Gardisten in der Fortbildung oder Verwaltung tätig sind. Ihre Kenntnisse in erweiterter Erster Hilfe werden alle sechs Monate trainiert. In einigen Einsatzgebieten wird örtliches medizinisches Personal – wie Ärzte und Krankenschwestern – in die Rettungsteams integriert. Außerdem verfügt der Flugdienst der Guardia Civil über Airbus-Hubschrauber (EC135 und H135).

Die GREIM sind an den wichtigsten spanischen Gebirgsketten stationiert. Dazu zählen neben den Gebirgen in Festland-Spanien der Teide-Vulkan auf den Kanarischen Inseln und das Tramontaña-Gebirge auf Mallorca. Können aufgrund meteorologischer Bedingungen keine Hubschrauber eingesetzt werden, so rücken bodengebundene Einsatzkräfte dank ihrer Ortskenntnis rasch zum Einsatzort aus. Dabei ist das spanische Staatsgebiet in vier Berggebiete mit jeweils fünf bis acht GREIM-Einheiten unterteilt.

Sprengstoff für Höhlendurchgänge.

Alle GREIM-Spezialisten sind als Höhlenretter ausgebildet. Entwickeln sich Einsätze über mehrere Tage, werden Spezialisten aus ganz Spanien in ein Gebiet zusammengezogen. Bei komplexen Einsatzlagen arbeitet die Guardia Civil de Montaña mit Höhlenforschungsverbänden zusammen. Capitán Fernando Rivero Diaz ergänzt eine Besonderheit: „15 Fachkräfte sind im Umgang mit Sprengstoffen geschult, um kontrollierte Sprengungen in unterirdischen Hohlräumen durchzuführen. Nach der Sprengung eines Zugangs können beispielsweise immobilisierte Patienten auf Tragen durch enge Passagen transportiert werden.“

Die Ertzaintza und die Mossos d'Esquadra.

Neben der Guardia Civil de Montaña sind in den autonomen Regionen Baskenland und Katalonien zwei Polizeikörper mit Bergrettungsgruppen aktiv: die baskische Polizei „Ertzaintza“ und die katalonische Polizei „Mossos d'Esquadra“. Feuerwehren und ehrenamtliche Organisationen unterstützen in den Bergen.

Rettungseinsatz der alpinen Rettungs- und Interventionseinheit der Guardia Civil de Montaña mit Unterstützung eines Hubschraubers der Guardia Civil
Rettungseinsatz der alpinen Rettungs- und Interventionseinheit der Guardia Civil de Montaña mit Unterstützung eines Hubschraubers der Guardia Civil
© Fernando Rivero

Kooperation auf drei Kontinenten.

Die Guardia Civil de Montaña kooperiert international seit dem Jahr 1968 mit Frankreich und seit den 1980er-Jahren mit Italien und Argentinien. Derzeit bestehen Kontakte mit Andorra, Peru, Ecuador, Mexiko, Chile, Marokko, Deutschland und Österreich.
Vom 20. bis zum 26. Oktober 2024 war eine Delegation der österreichischen Alpinpolizei unter der Leitung von Oberst Hans Ebner im Ausbildungszentrum der spanischen Guardia Civil de Montaña in Jaca. Dort, auf der Südseite der Pyrenäen, besuchte die Delegation Übungen an den imposanten Konglomerat-Felsen in Riglos und Rodellar und nahm einer Steilwandbergung mit Hubschrauberunterstützung aus einer etwa 300 m hohen Felswand teil. Hans Ebner berichtet: „Alle Beamten müssen klare definierte Übungsabläufe und Vorgaben nach Abschluss ihrer neunmonatigen Grundausbildung jährlich wiederholen.“ Beeindruckend sei das Erscheinungsbild der Einheit mit ihrer einheitlichen Ausrüstung.
Vom 28. Jänner bis zum 3. Februar 2025 nahmen vier Kollegen der spanischen Guardia Civil de Montaña mit zwei Kollegen der rumänischen Jandarmeria Montaña beim Lawinenfachkurs der österreichischen Polizeibergführer-Ausbildung in Hintertux/Tirol teil. Die Gruppe wurde vom dortigen Liftbetreiber zu einem Lawinenabgang mit Verschütteten am Hintertuxer Gletscher alarmiert.

Vom Meer umgeben.

Ist Schnee gleich Schnee und sind die spanischen Gebirge den Alpen ähnlich? Nicht unbedingt, denn schon jedes spanische Gebirgsmassiv unterscheidet sich in Gestein und Form. Dazu kommt ein Einflussfaktor, der in den Alpen fast keine Rolle spielt. Capitán Fernando Rivero berichtet: „Unser Einsatzgebiet ist vom Meer umgeben. Das beeinflusst das Wetter und die Art des Schnees der einzelnen Gebirgsketten.“

Benedikt Haufs


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 7-8/2025

 Druckversion des Artikels (pdf, 748 kB) 

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