Porträt
Österreichs bester Kombinierer
Johannes Lamparter zählt zu den erfolgreichsten Athleten in der Nordischen Kombination. Der Tiroler ist seit Mai 2024 Mitglied im Polizeispitzensportkader des Bundesministeriums für Inneres.
Polizeispitzensportler Johannes Lamparter hat in der Nordischen Kombination fast schon alles gewonnen
© GEPA pictures/David Geierberger
Johannes Lamparter ist als Spitzensportler ein Frühstarter. Der Polizist, Mitglied im Spitzensportkader des Innenministeriums, hat in der Nordischen Kombination mit erst 23 Jahren fast schon alles gewonnen, was begehrenswert ist. Er gewann einen Weltmeistertitel 2021, war Weltcup-Gesamtsieger in der Saison 2022/23 und nahm bei den olympischen Spielen 2022 in Peking teil. Seinen ersten Weltcup-Triumph in der Nordischen Kombination feierte er mit dem zweiten Platz 2018 in der Ramsau; in Ruka (Finnland) hält er mit 147,5 Metern den Schanzenrekord.
Johannes Lamparter ist Absolvent des Skigymnasiums in Stams. Er absolvierte seine ersten Sprünge im Alter von sechs Jahren, sammelte erste Medaillen bei Junioren-Weltmeisterschaften. Er stammt aus Hall in Tirol, ist Mitglied des Nordic-Teams Absam. Lamparter wurde 2021 als „Aufsteiger des Jahres“ ausgezeichnet, bekam 2021 den „Audi Generation Award“ verliehen sowie die „Goldene Teekanne Ski Nordisch Herren“ 2022. Der Polizist, der sich noch in Ausbildung befindet, war leidenschaftlicher Gewichtheber für den Kraftsportverein Rum in Tirol. Das Training lockert Österreichs bester Kombinierer mit Gewichtheben auf. Seine Schwester Anna ist Gewichtheberin.
Johannes Lamparter wurde durch seinen Cousin zum Skispringen gebracht. Trainer war der ehemalige Spitzenskispringer Andreas Felder. Langlaufen zählte für Lamparter von klein auf zur täglichen Bewegung. Er arbeitet mit einem Mentaltrainer zusammen. „Die Erwartungen werden immer größer.“ Auf einen Ernährungsberater verzichtet er: „Das schaffe ich alleine.“ Sein sportliches Vorbild als Sportler ist für ihn der Tennisspieler Roger Federer.
Weiterere Höhepunkte für den Polizisten waren jeweils der zweite Platz beim Seefeld-Triple am 31. Jänner 2025 und in Otepää am 7. Februar 2025. Bei der WM in Trondheim (Norwegen) sicherte er sich mit dem Mixed-Team der Kombinierer am 28. Februar 2025 die Bronzemedaille. Johannes Lamparter hat gelernt mit Druck umzugehen. Seinen Traum von Olympiagold hat der 23-Jährige nicht aufgegeben. Rückschläge hat er bislang fast alle weggesteckt – sei es eine Blinddarm-Operation, Knieprobleme oder Pfeiffersches Drüsenfieber. Nichts konnten ihn stoppen.
Polizei.
Seit dem 1. Mai 2024 ist Lamparter Mitglied im Polizeispitzensportkader des Bundesministeriums für Inneres. Der Tiroler absolviert seine Ausbildung im Bildungszentrum der Sicherheitsakademie in Graz und verbindet damit seine sportliche Karriere mit einer beruflichen Laufbahn bei der Polizei. „Eine ganz tolle Sache“, sagt er. „Eine ideale Absicherung für uns Sportler.“
W. W.
Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 3-4/2025
Druckversion des Artikels (pdf, 184 kB)