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  2. Ausgabe 3-4/2025
  3. Georgien

Georgien

Alpinausbildung im Kaukasus

Fünf österreichische Alpinpolizisten übten im Herbst 2024 gemeinsam mit georgischen Einsatzkräften im Kaukasus. Drei von ihnen bestiegen anschließend den Kasbek (5.054 m), den dritthöchsten Berg Georgiens.

Österreichische Alpinpolizisten schulen georgische Polizisten auf der Piste in Unfallkunde und Unfallerhebung. Für die Rettung im Gelände ist das Emergency-Management-Service zuständig, der ebenfalls dem Innenministerium unterstellt ist
Österreichische Alpinpolizisten schulen georgische Polizisten auf der Piste in Unfallkunde und Unfallerhebung. Für die Rettung im Gelände ist das Emergency-Management-Service zuständig, der ebenfalls dem Innenministerium unterstellt ist
© BMI/Alpinpolizei

Georgien (3,7 Millionen Einwohner) befindet sich in einer geografisch und strategisch einzigartigen Lage: Mit dem Großen Kaukasus im Norden und dem Kleinen Kaukasus im Süden ist das Land in zwei Himmelsrichtungen von Hochgebirgen eingerahmt. In Ost-West-Richtung liegt es im gebirgigen Korridor zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer. Beide Korridore stellen Transitachsen von geopolitischer Bedeutung dar, so auch die Pipelines, die im Osten ins Nachbarland Aserbaidschan führen, und die Bahnlinie.

Georgien wurde im Dezember 2023 EU-Beitrittskandidat, doch die Europäische Union stoppte die Verhandlungen im Juni 2024. Zuletzt kam es wieder zu innenpolitischen Konflikten über die außenpolitische Orientierung des Kaukasuslandes. An der Grenze zu Russland liegt der mit 5.201 Metern höchste Berg Georgiens, der Schchara.

Schwierige Voraussetzungen für die Polizei.

Trotz dieser Rahmenbedingungen und des hochalpinen Geländes unterhält Georgien keine eigene Alpinpolizei. Für Einsätze im Gebirge ist die Polizei verantwortlich, die dem georgischen Innenministerium untergeordnet ist. Sie erfüllt in der Überwachung der Skigebiete in Gudauri (2.196 Meter), in Bakuriani (1.700 Meter) sowie in der Region Svanetien klassische Polizeiaufgaben. Bisher haben die dort eingesetzten Polizisten keine alpine Zusatzausbildung absolviert. Sie tragen lediglich eine Alpinuniform mit der Kennzeichnung „Police“.

Für die Rettung im Gelände ist ausschließlich der Emergency-Management-Service (EMS) zuständig, der ebenfalls dem Innenministerium unterstellt und an den Standorten Stephansminda, Gudauri, Svanetien sowie der Hauptstadt Tiflis stationiert ist.
Ausgebildet werden die EMS-Rettungskräfte im Ausbildungszentrum in Tiflis. Im Gegensatz zur georgischen Polizei verfügen die EMS-Rettungskräfte über alpine Fähigkeiten der technischen Rettung, die sie sich in Eigenregie sowie in Kooperationen mit anderen Staaten erarbeitet haben.

Als Transportmittel stehen den Einsatzkräften für Rettungszwecke zwar die Hubschrauber des Militärs zur Verfügung, doch diese sind schwer anzufordern und wenig einsetzbar. Daher arbeiten die EMS-Rettungskräfte vorwiegend bodengebunden. Während der letzten Jahre wurden die Militär-Hubschrauber allerdings vereinzelt zu Rettungsaktionen angefordert und auch zur Windenrettung eingesetzt. Bei einer Rettungsaktion in Gudauri stürzte 2022 ein Hubschrauber ab.

Solidarität unter Gebirglern.

Alpinausbildung in Gudauri: Die georgische Polizei ist auch für Einsätze im Gebirge verantwortlich. Know-how erhalten sie von Kollegen der österreichischen Alpinpolizei
Alpinausbildung in Gudauri: Die georgische Polizei ist auch für Einsätze im Gebirge verantwortlich. Know-how erhalten sie von Kollegen der österreichischen Alpinpolizei
© BMI/Alpinpolizei

Um alpine Fähigkeiten der Polizei aufzubauen und die technischen Rettungsmaßnahmen der EMS-Einsatzkräfte zu verbessern, sind das österreichische und das georgische Innenministerium kürzlich eine Kooperation eingegangen. Vom 21. September bis zum 1. Oktober 2024 trainierten fünf Beamte der österreichischen Alpinpolizei einige EMS-Einsatzkräfte im Nordosten Georgiens im Rahmen einer Basisausbildung in Fels und Eis. Ausbildungssprache war Englisch, unterstützt von einem deutsch-georgischen Übersetzer.

Die Initiative zur Ausbildung ging von der österreichischen Botschaft in Tiflis aus. Stefan Jungmann von der Flugeinsatzstelle Innsbruck berichtet: „Der in Tiflis stationierte österreichische Polizeiattaché Gerald Hörmann hatte den Verantwortlichen im georgischen Innenministerium eine Ausbildung und Kooperation vorgeschlagen, da sich der Bergtourismus während der letzten Jahre stark entwickelt hatte. Es gab bereits Unfälle und weitere sind geländebedingt zu erwarten. Vor zehn Jahren starb beispielsweise ein österreichischer Bergführer am Kasbek und wurde von Rettungskräften geborgen. Solche Rettungen oder Bergungen, auch ausländischer Touristen, führen mitunter zu Kooperationen. Außer der Zusammenarbeit im Alpinwesen gibt es weitere zwischen dem georgischen und dem österreichischen Innenministerium.“
Martin Loitlesberger, alpiner Ausbildungsleiter im Bundesministerium für Inneres (BMI), ergänzt die Ausbildungsinhalte: „Den georgischen Einsatzkräften wurden nicht nur moderne Sicherungsgeräte und standardisierte Verfahren für eine planmäßige Rettung vorgestellt, sondern es wurden auch behelfsmäßige Rettungstechniken mit leichter Ausrüstung und wenig Material für schnelle Hilfe in großer Höhe geübt.“
Der Abschluss dieser Übung war eine Personenrettung aus einer stillstehenden Seilbahn im Skigebiet Gudauri. Beobachter der Übungen waren der österreichische Polizeiattaché Gerald Hörmann und zwei Vertreter des georgischen Innenministeriums.

Anspruchsvolle Bedingungen.

Das Arbeiten und Trainieren im Ausland forderte die österreichischen Alpinpolizisten aufgrund anderer Techniken und unterschiedlicher Herangehensweisen. Zwar schweißen das Kollegiale und das Zwischenmenschliche eng zusammen, doch Stefan Jungmann erläutert einen nicht zu vernachlässigenden Aspekt: „Einheimische EMS-Retter sind ausgesprochen motiviert und einsatzwillig, aber die Rahmenbedingungen sind andere. Es gibt deutlich weniger Vorschriften, etwa in der Materialpflege und -lagerung, oder wie oft das Material in den Einsatz kommen darf. In Georgien wird dies lockerer gesehen, da mangels Alternative mit veraltetem Gerät gearbeitet werden muss. Teilweise fehlen passende Rettungsgeräte in ausreichender Anzahl oder das Material wird nicht dort gelagert, wo es gebraucht wird.“

Die österreichische Alpinpolizei unterstützt die dortigen Kollegen mit Know-how, damit sie ausgereifte und erprobte Rettungstechniken übernehmen können. Bei der Einführung neuer Rettungstechniken gegenüber Bewährten sei Überzeugungsarbeit zu leisten.
„Für März 2025 planen wir ein weiteres Wintertraining. Wir werden beide Organisationen trainieren – die EMS-Rettungskräfte im Gelände und die Polzisten auf der Piste: Die EMS-Rettungskräfte schulen wir in Rettungsmöglichkeiten wie der Lawinenrettung, Ausbildung und Schitechnik. Die Polizei schulen wir auf der Piste in Unfallkunde und Unfallerhebung. Das Training findet wieder in Georgien statt, auch da das Training im eigenen Einsatzgebiet sinnvoller ist“, berichtet Jungmann.

Österreichische Alpinpolizisten am Gipfel des Kasbek (5.054 m)
Österreichische Alpinpolizisten am Gipfel des Kasbek (5.054 m)
© BMI/Alpinpolizei

Am Gipfel des Kasbek.

Nach der letzten Übung im September 2024 gelang drei österreichischen Polizeibergführern eine Herausforderung: Stefan Jungmann, Gerhard Mandl und Martin Loitlesberger bestiegen in zwei Tagen den Kasbek, den mit 5.054 Metern dritthöchsten Berg Georgiens. Sie bewältigen die selten begangene, schnee- und eisbedeckte Süd-Ost-Flanke, die mit ihrer bis zu 50 Grad steilen Ost-Flanke imponiert. Das waren bei besten Wetterbedingungen rund 3.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg sowie eine Wegstrecke von rund 30 Kilometern. Der Kasbek ist der Hausberg der Rettungsstation Stepanzminda, dem Ort der Ausbildung. Während der Sommermonate erklimmen ihn täglich bis zu 150 Bergsteiger aus der ganzen Welt.

Unterschied von Kaukasus und Alpen.

Die Berge des Kaukasus halten die Kälte aus dem Norden fern. Sie sind schnee- und wasserreich und weisen einen höchstalpinen Charakter mit Gletschern und Permafrost auf. Das georgische Kernland mit Tiflis als Hauptstadt hat äußerst warme Sommer. Stefan Jungmann ergänzt: „Der Kaukasus ist den Alpen ähnlich. Die Höhe der Berge mit über 5.000 Metern ist imponierend. Die gemeinsame Besteigung des 5.054 Meter hohen Kasbek über eine besonders schöne Route hat die Ausbildungszeit dort abgerundet und eine derartige Besteigung ist für einen Bergsteiger immer ein besonderer Höhepunkt.“

Benedikt Haufs


​Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 3-4/2025

 Druckversion des Artikels (pdf, 537 kB)

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