Inklusion
Förderung der Inklusion
Im November 2024 wurde bei der Landespolizeidirektion Kärnten ein Projekt abgeschlossen, das Verbesserungen für Menschen mit Behinderungen bringen wird. Im Projekt wurden Empfehlungen für das Bundesministerium für Inneres entwickelt.
Die Mitglieder des Pilotprojektes der Landespolizeidirektion Kärnten erhielten Dank- und Anerkennungsdekrete, die ihnen von Johanna Eteme und Marius Gausterer vom Bundesministerium für Inneres überreicht wurden © Landespolizeidirektion Kärnten/Dexl
Mit einem Bekenntnis zu Inklusion und Barrierefreiheit hat die Landespolizeidirektion (LPD) Kärnten über Auftrag des Innenministeriums das Pilotprojekt „WIR.BEHINDERN.NICHT-GEMEINSAM.INKLUSION“ ins Leben gerufen. Ziel war es, dass Menschen mit Behinderungen das Gefühl und das Vertrauen bekommen, bei der Polizei Hilfe, Schutz, Respekt und Wertschätzung zu erhalten. Im Projekt wurden Maßnahmen und Empfehlungen für das Bundesministerium für Inneres (BMI) entwickelt. Die Maßnahmenpakete erstrecken sich von der Sensibilisierung über die Einrichtung von Inklusionsbeauftragten bis zur Einführung von Gebärdensprachausbildungen.
„Wir möchten das Vertrauen stärken und zeigen, dass die Polizei eine Organisation ist, deren Angebot für Hilfe, Schutz, Respekt und Wertschätzung für jeden Menschen gilt“, sagte die Projektleiterin Landespolizeidirektorin Michaela Kohlweiß bei Projektabschluss.
Von Seiten des Bundesministeriums für Inneres nahmen daran die Projektauftraggeber Brigadier Marius Gausterer in Vertretung des Bundespolizeidirektors General Michael Takács sowie Johanna Eteme, Leiterin der Menschenrechtsabteilung im BMI, teil. Projektkoordinator Oberst Wolfgang Gabrutsch zeigte sich zuversichtlich, dass das Projekt einen Beitrag zur Schaffung einer inklusiven Gesellschaft leisten wird. „Der Mensch steht gerade auch bei der polizeilichen Aufgabenerfüllung im Mittelpunkt“, betonte Gabrutsch.
„WIR.BEHINDERN.NICHT-GEMEINSAM.INKLUSION“.
Umgesetzt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit externen Partnern wie dem österreichischen Behindertenrat, dem Gehörlosenverband, dem österreichischen Schwerhörigenbund, dem Forum besser hören, dem österreichischen Zivilinvalidenverband, der Caritas, der Anwaltschaft für Menschen mit Behinderung, dem Blinden- und Sehbehindertenverband, der Arbeitsgemeinschaft zur Begleitung von Menschen mit Assistenzbedarf, dem Beratungs- und Sehbehindertenverband Kärnten, dem Projekt Autism Friendly Austria, der Arbeitsvereinigung der Sozialhilfe Kärntens, sowie der Diakonie de La Toxur.
Bereits während der Projektphase wurden einige der 52 erarbeiteten Maßnahmen und Empfehlungen in der Landespolizeidirektion Kärnten umgesetzt, wie etwa die Ausbildung von 16 Polizeibediensteten zu Inklusionsbeauftragten bei der Landesverwaltungsakademie, die Absolvierung einer Gebärdensprachgrundschulung an der Alpe-Adria-Universität Klagenfurt und die Anpassung von technischen und baulichen Barrierefreiheitsmaßnahmen bei einigen Polizeidienststellen.
Zertifikate.
Bei der Projektabschlussveranstaltung erhielten die Inklusionsbeauftragten ihre Zertifikate von Landesrätin Beate Prettner. Die Maßnahmen und Empfehlungen sollen in den Fachabteilungen bearbeitet werden, damit sich diese für Menschen mit Behinderung in allen Polizeiinspektionen in Österreich auswirken.
W. G.
Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 1-2/2025
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