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  3. Interview

Interview

„Polizeidienst macht Sinn“

Mit 1. September 2024 trat die Juristin Uta Bachmann, bisherige Leiterin des Vorarlberger Landesamts Staatsschutz und Extremismusbekämpfung, die Nachfolge des bisherigen Landespolizeidirektors Hans-Peter Ludescher an. Sie ist nach Michaela Kohlweiß in Kärnten nun die zweite Frau an der Spitze einer LPD.

Uta Bachmann: „Gute Mitarbeiterführung und ein engagiertes Team sind entscheidend für den Erfolg.“
Uta Bachmann: „Gute Mitarbeiterführung und ein engagiertes Team sind entscheidend für den Erfolg.“ © BMI/Gerd Pachauer

Wie sind Sie zum Polizeiberuf gekommen und was war Ihre Motivation für diese Berufswahl?
Polizistin zu werden, war tatsächlich schon seit meiner Kindheit mein Traum. Ich kann nicht einmal genau sagen, weshalb, denn niemand in meiner Familie oder meinem Freundeskreis war Polizist. Deshalb waren auch alle überrascht, als ich diesen Berufswunsch äußerte. Vor der Matura habe ich kurz überlegt, ob ich vielleicht etwas anderes machen soll, da ich auch eine gute Mathematikerin war, aber der Wunsch, Polizistin zu werden, war einfach stärker.
Ein Nachbar, der Gendarm war und Jus studierte, hat mich dann ermutigt, zuerst ein Jus-Studium zu machen. Diesem Rat bin ich gefolgt, habe zuerst studiert und anschließend die Gendarmerieschule absolviert. Das war damals außergewöhnlich, aber ich habe diesen Schritt nie bereut. Die Kombination aus rechtlichem Wissen und der praktischen Polizeiarbeit war für mich perfekt. Der Polizeiberuf war nicht immer leicht, vor allem am Anfang, aber ich wusste stets: Das ist genau das Richtige für mich.

Wie war Ihr Weg von der Kriminalpolizei bis hin zur Leitung der Landespolizeidirektion?
Wenn ich zurückblicke, hatte jede Station meiner Karriere ihre eigenen Herausforderungen. Zu Beginn meiner Laufbahn war es sicherlich der Wechsel von der Theorie des Jus-Studiums in die Praxis des Polizeialltags. Es war ein harter, aber wertvoller Lernprozess, den Beruf von der Pike auf zu lernen – vom Streifendienst bis zu den Ermittlungen in der Kriminaldienstgruppe.
Das „Zusammensetzen der Mosaiksteinchen“ bei den Ermittlungen als Kriminalbeamtin hat mir immer besonders Spaß gemacht. Aber dann ist mein Wechsel in die damalige Sicherheitsdirektion – wir hatten in Vorarlberg als einziges Bundesland keine Bundespolizeidirektion – doch recht schnell gegangen. Eines Tages erhielt ich einen Anruf vom damaligen Sicherheitsdirektor Elmar Marent. Mein erster Gedanke war: „Was habe ich angestellt?“ Aber er holte mich direkt von der Kriminalpolizei in die Behörde.
Besonders geprägt hat mich sicherlich auch meine Zeit im Verfassungs- und Staatsschutz. Dort habe ich gelernt, wie wichtig gute Mitarbeiterführung und wie entscheidend ein engagiertes Team für den Erfolg ist. Eine weitere Herausforderung war die erste Übernahme einer Führungsposition – das war neu für mich und ein großer Schritt. Als Frau in Führungspositionen musste ich manchmal auch mit Vorurteilen umgehen. Aber ich hatte das Glück, immer großartige Chefs zu haben, die mich förderten. Diese Unterstützung hat mir sehr geholfen und mich auch inspiriert, später selbst Kolleginnen und Kollegen zu fördern.

Innenminister Gerhard Karner überreicht Uta Bachmann das Dekret zur Bestellung zur Leiterin der Landespolizeidirektion Vorarlberg
Innenminister Gerhard Karner überreicht Uta Bachmann das Dekret zur Bestellung zur Leiterin der Landespolizeidirektion Vorarlberg © BMI/Tobias Bosina

Sie waren lange Zeit neben Ihren beruflichen Aufgaben Gleichbehandlungsbeauftragte. Wie sehen Sie die Entwicklung der Frauen in der Polizei?
Als ich bei der Gendarmerie anfing, waren Frauen in diesem Beruf noch eine absolute Minderheit. Es war eine besondere Zeit und es hat mich motiviert, an einer Veränderung mitzuarbeiten. Ich wollte dazu beitragen, dass mehr Frauen diesen Beruf ergreifen und dass sie sich auch zutrauen, Führungspositionen anzustreben.

Heute bin ich stolz darauf, dass wir in Vorarlberg so große Fortschritte gemacht haben. Wir haben mittlerweile fast 50 Prozent Frauenanteil unter den Polizeischülerinnen und Polizeischülern, auch in Führungspositionen holen wir auf. Kürzlich konnten wir zwei Offizierinnen ausmustern. Unter den Top-Führungskräften verrichten derzeit vier Offizierinnen und zwei Akademikerinnen ihren Dienst und es gibt inzwischen drei Kommandantinnen von Polizeiinspektionen in Vorarlberg. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Meine Botschaft an junge Polizistinnen ist, mutig zu sein und ihre Fähigkeiten zu zeigen. Frauen sind genauso stark und kompetent wie Männer und sie bringen oft andere, aber genauso wertvolle Ansätze in den Beruf ein.

Uta Bachmann: „Wir haben in Vorarlberg zwar keine Großstadt, aber eine enorm hohe Bevölkerungsdichte im Rheintal und gleichzeitig auch abgelegene Gebirgsregionen. Das macht die polizeiliche Arbeit sehr vielseitig.“
Uta Bachmann: „Wir haben in Vorarlberg zwar keine Großstadt, aber eine enorm hohe Bevölkerungsdichte im Rheintal und gleichzeitig auch abgelegene Gebirgsregionen. Das macht die polizeiliche Arbeit sehr vielseitig.“ © BMI/Gerd Pachauer

Vorarlberg hat durch seine geografische Lage und Struktur besondere Anforderungen an die Polizei. Welche Herausforderungen stehen im Fokus?
Vorarlberg ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Wir haben zwar keine Großstadt, aber eine enorm hohe Bevölkerungsdichte im Rheintal und gleichzeitig auch abgelegene Gebirgsregionen. Das macht die polizeiliche Arbeit sehr vielseitig. Dazu kommt die Lage im Vierländereck, die eine enge internationale Polizeizusammenarbeit mit Liechtenstein, der Schweiz und Deutschland notwendig macht. Auch Italien und Frankreich sind geografisch nicht weit entfernt. Diese Nähe bringt viele Vorteile, aber auch Herausforderungen, vor allem in der Kriminalitätsbekämpfung – Kriminalität kennt keine Grenzen. Gleichzeitig sind wir ein Hochtechnologie- und Hochpreisland, was den Wettbewerb um Nachwuchs mit der Privatwirtschaft intensiviert.
Der Polizeiberuf muss attraktiv bleiben und das erfordert gezielte Maßnahmen. Wir haben in den letzten Jahren eine Werbelinie für Recruiting in Vorarlberg entwickelt, die gut angenommen wurde, wie man an der Auslastung der Polizeischule sieht. Es ist ermutigend, dass unsere Polizeischule derzeit gut gefüllt ist. Als große Chance für die Polizei sehe ich auch die Digitalisierung und den Einsatz von künstlicher Intelligenz für die Verringerung der Verwaltungstätigkeit, um effizienter arbeiten zu können und vor allem den Fokus auf die eigentliche Polizeiarbeit zu legen.

Was möchten Sie jungen Polizistinnen und Polizisten mit auf den Weg geben und welche Vorstellung haben Sie für die Zukunft der Polizei?
Meine Botschaft an junge Kolleginnen und Kollegen lautet: Seid mutig und steht zu euren Stärken. Vergesst nie, dass der Polizeidienst wirklich Sinn macht – wir schützen Menschen, helfen Opfern und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Bevölkerung. Es ist ein Beruf mit einer großen Verantwortung, aber auch mit vielen positiven Aspekten. Natürlich gibt es auch herausfordernde Tage, schwierige Aufgaben mit belastenden Situationen, aber die Sinnhaftigkeit unserer Arbeit sollte immer im Vordergrund stehen.
Meine Vorstellung für die Zukunft der Polizei ist eine moderne Organisation, die den Verwaltungsaufwand durch Digitalisierung und KI minimiert, sodass sich die Polizistinnen und Polizisten auf ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Gleichzeitig möchte ich, dass der Beruf weiterhin Menschen begeistert und motiviert – nicht nur hier in Vorarlberg, sondern in ganz Österreich. Es ist mir wichtig, dass wir die Sicherheit in unserer Region bewahren und das Vertrauen der Bevölkerung weiter stärken.

Interview: Michaela Jana Löff

Zur Person

Mag. Uta Bachmann absolvierte nach der Matura das Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck, das sie 1999 abschloss. Im selben Jahr trat sie in die Bundesgendarmerie ein und versah nach Abschluss der Grundausbildung 2001 Dienst im Gendarmerieposten Bregenz. 2005 kam sie zur Sicherheitsdirektion Vorarlberg, wo sie ab 2006 die Sicherheits- und Kriminalpolizeilichen Abteilung leitete. Von 2010 an leitete sie das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung in Vorarlberg, das 2024 in das Landesamt für Staatsschutz und Extremismusbekämpfung umgewandelt wurde.
Uta Bachmann absolvierte den Führungskräftelehrgang des BMI und nahm am International Visitor Leadership Program in den USA teil, in dem es um die Bekämpfung internationaler Kriminalität geht. 2021 schloss sie den Masterstudiengang Public Management an der FH Campus Wien ab. Neben ihrer beruflichen Tätigkeit engagierte sich Bachmann über viele Jahre als Gleichbehandlungsbeauftragte für Tirol und Vorarlberg und als stellvertretende Disziplinaranwältin.


Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 1-2/2025

 Druckversion des Artikels (pdf, 385 kB)

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