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  2. Ausgabe 5/6 2022
  3. Baustellendiebstahl

Baustellendiebstahl

Vom Bohrer bis zur Baumaschine    

Sachenfahndung: Bohrmaschinen, Presslufthammer oder andere elektronische Geräte haben eine Seriennummer, über die sie europaweit zur Fahndung ausgeschrieben werden können.
Sachenfahndung: Bohrmaschinen, Presslufthammer oder andere elektronische Geräte haben eine Seriennummer, über die sie europaweit zur Fahndung ausgeschrieben werden können.
© Kadmy/Stock.adobe.com

Der Bau-Boom, steigende Kosten sowie Rohstoffengpässe machen Baustellen oft zu Zielen für Diebe. Untersuchungen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit und des Bundeskriminalamts zeigen: 88 Prozent der Unternehmen wurden bereits Opfer von Baustellendiebstählen mit hohen Schadenssummen.

Eine neue Wohnhausanlage, ein Eigenheim oder ein neues Firmengebäude – alles startet mit einer Baustelle – und gerade diese geraten immer öfter in den Fokus von Kriminellen. Der aktuelle Bau-Boom sorgt nicht nur für steigende Kosten, sondern auch für Engpässe bestimmter Rohstoffe, was Kriminelle zunehmend anlockt. Um dieses Deliktsfeld näher zu beleuchten, führte das Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) im Juni 2021 gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt eine Untersuchung durch, befragte 150 Unternehmen in der Baubranche und besuchte 117 Baustellen. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar im Vergleich zu früher weniger Einbrüche verzeichnet wurden, die Schadenssummen aber gestiegen sind: 2013 lag die polizeilich erfasste Schadenssumme erstmals über 10 Millionen Euro und erreichte 2017 mit 18,7 Millionen ihren Höchststand, bewegte sich in den Folgejahren im Bereich der 17 Millionen Euro und sank 2020 auf 11,6 Millionen Euro, wobei die Daten aus 2020 aufgrund der Pandemie nicht repräsentativ sind. Wäh-rend große Baufirmen einen gewissen Schwund bereits einkalkulieren, können gestohlene Baumaterialien oder -maschinen für kleinere Bauunternehmen große wirtschaftliche Konsequenzen bedeuten, besonders dann, wenn die gestohlenen Geräte mangelhaft versichert waren oder auch ein Zeitverlust entsteht.

Die Ergebnisse der KFV-Befragung

Der Diebstahl von Baumaterialien oder Baumaschinen kann für kleinere Bau unternehmen große wirtschaftliche Konsequenzen bedeuten.
Der Diebstahl von Baumaterialien oder Baumaschinen kann für kleinere Bauunternehmen große wirtschaftliche Konsequenzen bedeuten.
© 5000/Stock.adobe.com

Die Ergebnisse der KFV-Befragung von 101 Baufirmen und 49 Baumaschinenverleiher beleuchten das Dunkelfeld und zeigen, dass rund 88 Prozent der Befragten bereits von einem Baustellendiebstahl betroffen waren. Bei zwei Drittel (69 Prozent) lag der letzte Diebstahl im Jahr 2020 oder 2021. Baumaschinenverleiher erleben etwa einmal pro Jahr einen Diebstahl, Baufirmen hingegen durchschnittlich zwei bis fünf pro Jahr. Auch wenn die Art der gestohlenen Güter variiert, zeigt sich allerdings eine Tendenz hin zu immer hochwertigeren Gütern, was auch die steigenden Schadenssummen trotz des Deliktrückgangs erklärt. Am häufigsten werden jedoch nach wie vor Kleingeräte wie Bohrmaschinen gestohlen, gefolgt von Kleinwerkzeugen, wie Hammer oder Schraubenzieher und Kupfer, etwa in Form von Kabeln oder Rohren.

Oftmals unzureichende Absicherung.

Wie auch der Wohnraum vor Einbrechern gesichert werden sollte, so müssen auch Baustellen auf Absicherungen achten, denn eine entsprechende Sicherung kann Dieben ihr Vorhaben erschweren. Im Sommer 2021 ließ das KFV österreichweit 117 Baustellen beobachten und auf ihre Absicherungen überprüfen. Am häufigsten (82) wurde das Schild „Betreten verboten“ als Sicherungsmaßnahme beobachtet, ein die Baustelle vollständig umschließender Bauzaun wurde nur etwa bei zwei Dritteln aller Baustellen (75) vorgefunden, wobei dieser oftmals auch Lücken aufwies. Kameras konnten nur auf acht Baustellen gesichtet werden, bei zwei Baustellen waren Bewegungssensoren mit Lichtfallen vorhanden und lediglich bei einer Baustelle war ein Security vor Ort. Es konnte zudem beobachtet werden, dass die Anzahl der Sicherungsmaßnahmen mit der Größe der Baustelle zunimmt: Bei kleinen Baustellen konnten im Durchschnitt 2,5 Sicherheitsmaßnahmen wahrgenommen werden, bei großen bereits durchschnittlich vier Maßnahmen.

Schwierigkeiten bei der Strafverfolgung.

Baustellendiebstahl: Am häufigsten gestohlen werden Klein-geräte wie Bohrmaschinen und Kleinwerkzeuge.
Baustellendiebstahl: Am häufigsten gestohlen werden Kleingeräte wie Bohrmaschinen und Kleinwerkzeuge.
© whitestorm/stock.adobe.com

Das KFV wollte von den befragten Baufirmen und Baumaschinenverleiher auch wissen, wie sie mit einem Diebstahl umgehen: Auch wenn knapp die Hälfte der Befragten das Delikt Baustellendiebstahl als Problem ansieht, erstattet ein Drittel der Bestohlenen keine Anzeige bei der Polizei.
Für 64 Prozent sei der Schaden zu gering und 44 Prozent denken, dass eine Anzeige keinen Sinn hätte, da die Täter nicht ausgeforscht werden würden. Diese Befürchtung bestätigte sich bei der Frage, ob die Täter nach einer Anzeige gefasst werden konnten: In 94 Prozent der angezeigten Fälle konnte kein Täter ausgeforscht werden. „Das ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen“, erklärt Chefinspektor Peter Seidl, Leiter des Referats Einbruchsdiebstahl des Bundeskriminalamtes. „Zum einen ist die Spurensicherung auf Baustellen enorm schwierig, da ständig unterschiedliche Personen am und um den Tatort herum sind. Zum anderen können sich Spuren, die aussehen, als stammen sie von einem Einbruch, manchmal als Unfallschaden herausstellen.“

Seriennummern.

Baustellensicherung: Zäune oder Video- und Alarmanlagen können den Schutz erhöhen und abschrecken.
Baustellensicherung: Zäune oder Video- und Alarmanlagen können den Schutz erhöhen und abschrecken.
© Kalle Kolodzie/Stock.adobe.com

Doch einen Vorteil gibt es bei einem Großteil der gestohlenen Güter im Vergleich zu anderen Diebstahlsdelikten: Baumaschinen, wie Bohrmaschinen, Presslufthammer oder andere elektronische Geräte verfügen über eine Seriennummer, über die sie eindeutig zugeordnet und europaweit zur Fahndung ausgeschrieben werden können. „Stellt die Polizei im Zuge eines Aufgriffs ein gestohlenes Gerät sicher, kann über die Seriennummer der eigentliche Besitzer ausfindig gemacht werden“, sagt Kontrollinspektor Klaus Autischer vom Referat Einbruchsdiebstahl. „Daher ist es für das Ausforschen von Tätern oder Tätergruppierungen besonders wichtig, wenn auch kleine Diebstähle zur Anzeige gebracht werden.

Romana Tofan

Präventionstipps

Baustellen absichern

  • Notieren Sie die Individualnummern der Wertgegenstände in einem Verzeichnis und übergeben Sie diese nach einem Einbruch der Polizei. So kann das gestohlene Gut identifiziert und die Täter überführt werden.
  • Verwahren Sie hochwertiges Werkzeug oder Maschinen nach Möglichkeit nicht im Baucontainer. Ein eigener Wagen, der nach Ende des Arbeitstages zurück in die Firmenhalle gefahren wird, ist eine gute Aufbewahrungsmöglichkeit für das Equipment.
  • Im Baucontainer aufbewahrte Wertgegenstände sollten zusätzlich durch beispielsweise einen gesicherten Schrank abgesichert werden.
  • Absicherungen, wie Einzäunen oder Video- und Alarmanlagen können den Schutz erhöhen und abschrecken.
  • Achten Sie auf firmenfremde Personen. Oft haben sich diese die Arbeitskleidung der Angestellten besorgt. Sprechen Sie daher baustellenfremde Personen an.
  • Halten Sie Zugänge zu Büro- oder Baucontainern geschlossen und versperrt. Eine bloß zugezogene Türe ist kein Hindernis. Je besser das Schloss, desto abschreckender ist auch seine Wirkung.

Öffentliche Sicherheit, Ausgabe 5-6/2022

 Druckversion des Artikels (pdf, 666 kB)

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